Markus Poschner

Anton Bruckner 2024 – Das Brucknerjahr fängt schon im Dezember 2023 an zu vibrieren

Anton Bruckner komponierte seinen gültigen Sinfonienerstling in den Jahren 1865/ 66, als er Domorganist am Linzer Dom war. Kurz bevor er nach Wien umzog, wurde das Werk unter seinem Dirigat am 9. Mai 1868 im Redoutensaal in Linz uraufgeführt. Es ist die einzige Sinfonie, die in Linz ihre Weltpremiere erfuhr. An diesem Originalschauplatz setzen das Bruckner Orchester Linz und Markus Poschner den originalen Auftakt – ein »Tremolo« zum Bruckner-Jahr.

An diesem Wochenende wird nicht nur die »Erste« erklingen, sondern auch die »Annullierte« beziehungsweise die »Nullte«, die ursprünglich die zweite Sinfonie war, aber von Bruckner für »ungiltig« und »anulirt« erklärt wurde. Aus der Annullierung machte die Musikgeschichte eine Null. Zwischen den Konzerten wird es ein vielfältiges Vermittlungsprogramm geben.

Am Ursprung geht es los!


ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 1 c-moll WAB 101 »Linzer Fassung« (1866)

Samstag, 2. Dezember 2023 | 11.00 Uhr & 16.00 Uhr
Redoutensaal Linz

Bruckner Orchester Linz
Markus Poschner
Dirigent


ANTON BRUCKNER Sinfonie d-moll »Annullierte« WAB 100 (1869)

Sonntag, 3. Dezember 2023 | 11.00 Uhr & 16.00 Uhr
Redoutensaal Linz

Bruckner Orchester Linz
Markus Poschner
Dirigent

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Von Markus Poschner.

Nach so vielen Jahren der intensivsten Auseinandersetzung und Begegnung mit Anton Bruckner, nach unzähligen Aufführungen und Aufnahmen seiner Werke muss ich gestehen: Er bleibt für mich dennoch ein unlösbares Rätsel.

Da ist so viel Beunruhigendes, Irritierendes und Widersprüchliches, Bruckner ist nichts Geschlossenes, er bleibt unbekannt und entzieht sich neugierigen Annäherungsversuchen. Man möchte fast denken, da waren Medienprofis am Werk, um ihn vor den Blicken einer aufdringlichen Öffentlichkeit zu schützen, durch geschickte Verschleierung und gezielte Anekdoten. In Wahrheit leistete er sich einfach nur, unangepasst zu sein. Und doch aber braucht es jedes Mal nur einen winzigen Augenblick, um sich in seiner Musik vollständig zu verlieren, um in andere geheimnisvolle Welten weggetragen zu werden. Kaum ein Komponist ließ sich jemals über seine Musik so tief in die Seele blicken, alles erscheint plötzlich unfassbar vertraut, tief und verständlich.

Wie ist das möglich? Wie ist es überhaupt zu verstehen, dass der gebürtige Ansfeldner und spätere Hilfslehrer aus Windhaag Weltmusik schrieb, die uns noch heute, 200 Jahre nach seiner Geburt, auf der ganzen Welt und über alle Kulturgrenzen hinweg in ihren Bann zieht? Er begann weder als Wunderkind noch als Genie, war bereits weit über 30 Jahre alt, als er sich ernsthaft mit Komponieren beschäftigte, und über 40 Jahre alt, als er endlich seine erste Sinfonie öffentlich präsentierte. Er lebte also weit mehr als ein halbes Leben lang ein vollkommen unscheinbares, kleinbürgerliches Leben in der oberösterreichischen Provinz als Kirchenmusiker und Schulgehilfe, ganz bei sich, abgekapselt, unbeobachtet und geschützt vor dem Licht der Öffentlichkeit.

Und vermutlich nimmt genau da das Rätsel um das späte Genie Bruckner seinen Anfang. Sinfoniker zu sein, muss für ihn so etwas wie eine göttliche Bestimmung gewesen sein, wobei Zeit dabei absolut keine Rolle spielte. Viel wichtiger waren Kompetenz und Meisterschaft, das Lernen des Handwerks und das Verstehen der Tradition. Mit der grandiosen Bibliothek des prächtigen Stifts St. Florian stand ihm ohnehin auch der größtmögliche Wissensschatz der damaligen Zeit uneingeschränkt zur Verfügung, quasi eine riesige historische Google-Maschine. Und seine Vision, ja noch mehr seine Mission war von gigantischem Ausmaß: Er suchte sein Leben lang nach nichts weniger als dem perfekten Kunstwerk mit den perfekten Proportionen. Jede weitere neue Sinfonie sollte eine noch bessere Annäherung sein an das unerreichbare Idealbild, mit noch gigantischerer Auflösung und Verfeinerung. Und tatsächlich brachte Bruckner schier alle musikalischen Parameter des 19. Jahrhunderts an die Grenze, besonders aber die Zeit. Er fand seinen Archetypus in der Sinfonie und über diese zur Idee der Monumentalität, der Entladung, der Durchbrüche und der Expansion.

Stellvertretend für die extremen Gegensätze und scharfen Kontraste in seinen Werken stehen wohl exemplarisch der Choral und die Polka – sozusagen musikalische Synonyme für Kirche und Wirtshaus und damit wiederum nichts anderes als ein Abbild seines gesamten für ihn denkbaren Weltkreises. Wenn, wie in seiner dritten Sinfonie, die Themen aus Tristan und Isolde direkt mit einer frechen böhmischen Polka verbunden werden, ist Bruckner ganz bei sich: unerreichbar, phänomenal, avantgardistisch. Bruckner denkt in anderen Kategorien – damit ist er ein Solitär und tatsächlich mit keinem anderen Komponisten seiner Zeit vergleichbar.

Nicht mehr das Drama, sondern der Ritus steht im Zentrum seines Denkens und Fühlens, seine Musik ist post-dramatisch. Selbst seine eigenen knappen Versuche, einem ratlosen und vollkommen überforderten Publikum seine Sinfonien über naive programmatische Hilfestellungen näherzubringen, vermögen nicht, das Gesagte auch nur annähernd einzufangen oder abzubilden. Ganz im Gegenteil: Die Hilflosigkeit und Belustigung seines Publikums vergrößerte sich nur um ein Zigfaches. Das Erlebbare in seiner Musik entbehrt völlig – wie bei jeder großen Kunst – der Beschreibung und entzieht sich jeglichen Programms, ähnlich einem Gipfelerlebnis nach langem Aufstieg.

Nach wie vor allerdings und ironischerweise wie schon zu seinen Lebzeiten sehen wir uns auch heute immer wieder konfrontiert mit einem trügerischen Bild von Bruckner: Der vermeintliche Musikant Gottes wird durch pathetische Interpretationswucht in allzu abgeschliffenen Aufführungen im permanenten Überwältigungsmodus auf dem Altar der Geschmacklosigkeiten bei dichtem Weihrauchdunst geopfert.

Mehr Missverständnis ist eigentlich kaum möglich, dies aber scheint sozusagen mitkomponiert. Aber wie sollte es auch anders sein bei einem Komponisten, dessen eigentliches Thema das Disparate ist? Sein Konzept war nicht mehr steigerungsfähig, seine letzte Sinfonie blieb unvollendet – mehr Symbolik ist auch hier kaum möglich. Und uns bleibt nur, staunend davor zu stehen und uns zu verneigen – wie schon seinerzeit seine Magnifizenz, der Rektor der Wiener Universität, bei seiner Laudatio im Jahre 1891 – vor dem Schulgehilfen aus Windhaag.

Erschienen in Foyer5 September/Oktober 2023
Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 2 c-moll


RADIO-SYMPHONIEORCHESTER WIEN | Markus Poschner

Bruckner’s Second Symphony is a rare enough encounter in its 1877 version, but it’s virtually unperformed in the 1872 original version. This is not owing to some deficiency of the earlier ideas compared to the later alterations. It’s mainly habit and convenience because to get new parts and re-learn something ostensibly known, that differs in a great many details, means an extra expense of effort and resources. That’s a shame, really, because it is decidedly worth discovering the original, not-yet-ironed-out rawness of Bruckner’s early masterpiece, which was something unheard of at the time – but needn’t remain unheard now.

ANTON BRUCKNER Symphony #2

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #2 | C8093 – erschienen 02/2024

REVIEWS

Bruckners Zweite Symphonie in der früheren Fassung

»Das Finale, feierlich, etwas bewegt, rundet dann diese Aufnahme ab. Auch in diesem Satz bieten sich nochmals fast kammermusikalische Augenblicke, vor allem aber nach vorne drängende groß besetzte Passagen, die eindrucksvoll gespielt werden.«

»…Poschner and the orchestra allow the music to unfold without overdoing it romantically.«

Uwe Krusch | Pizzicato | 02.02.2024

»… it’s fair to say that this one is a revelation… superbly alert playing from the ORF orchestra, Poschner sweeps away even more cobwebs from this neglected gem… If you’ve never heard the 1872 version of the Second before, do try to hear this disc: it deserves a place in every serious Bruckner collection!«

Europadisc Review | 02.2024

»Poschner leads the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra in breathing new life into this lesser-explored rendition of Bruckner’s masterpiece. This album offers listeners a chance to discover the original rawness of Bruckner’s early symphonic creation.«

The Northern Echo | 02.2024

Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 2 (Version 1872)

»[…] Weshalb der Aufbruchscharakter Bruckners besser getroffen wird als in den meisten anderen Zyklen.«

Kai Luehrs-Kaiser | RONDO Das Klassik- & Jazz-Magazin | 09.03.2024

Bruckner: Symphony 2 (Capriccio)

»The trumpet soloist is a star. The finale is of a piece with Poschner’s approach: driven, exhilarating, yet suitably relaxed in the slower, more songful sections… the sound throughout the cycle has been exemplary. This is a worthy addition to the series.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 17.03.2024

»… Poschner conducts a fast-paced performance in all four movements. …with excellent sound, this new version is a recommendable option if you want to hear the symphony in its 1872 form.«

Christian Hoskins | Gramophone | 04.2024

Two Accounts of Anton Bruckner’s Second Symphony

»… Poschner makes a really good case for the 1872 version with the Vienna RSO and an even better one for the 1877 version with the Linz orchestra, keeping things moving along, receiving excellent sound in both performances.«

Richard S. Ginell | San Francisco Classical Voice | 07.05.2024

More Bruckner: Symphony No. 2 in the rare 1872 version

»Poschner is compelling, though, because he does build the climaxes well, he does hear on the larger scale. He has the best of both worlds: he can relax into the second subject group, he can find folkish echoes and revel in them.«

»… a most persuasive account by Markus Poschner and the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra…«

»This is music that benefits from fervent advocacy and accurate performance, and both are here in spades.«

Colin Clarke | Classical Explorer | 17.05.2024

»This orchestra sounds very beautiful, playing and sound. I ended up… thinking this is one of the very best recordings of the symphony… «

Donald R. Vroon | American Record Guide | 07.2024

»… Poschner and the Vienna Radio Symphony Orchestra make a strong case for the earlier version’s strengths.

… Poschner adopts a fleet approach to tempos. …the brisk and robust approach benefits a score that has its share of length and repetition, even by Brucknerian standards. I’m also gratified by the Vienna RSO’s crisp and richly voiced articulation.«

Ken Meltzer | Fanfare | 11.2024

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

»What nonsense«, grumbled Otto Dessoff after a read-through (to determine its repertoire-worthiness for the Vienna Philharmonic) of Bruckner’s Second Symphony. This doomed the work to a life of revision. The first version was written in 1871 when the Second was still the Third Symphony because the Zeroëth, then still the Second, hadn’t been annulled yet. Despite Bruckner managing a well-enough regarded premiere of this version, he set about to rework it during his period of revision in 1877 where he and his eager helpers set about to radically trim any perceived fat. The result, which we know as the second version, changed most in the Finale, where a full 193 bars were pruned. This version follows Bruckner’s cuts unflinchingly which cannot, however, alter the Symphony’s expansive proto-Brucknerian structure first heard here. And then that marvelous Adagio in this lyrical sister of the First Symphony!

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #2 | C8089 – erschienen 09/2023

REVIEWS

Poschner mit Bruckners Zweiter

»Auch in Bruckners Zweiter, hier in der zweiten Fassung von 1877, wartet Markus Poschner mit einer rhetorisch formulierten, schlanken und transparent-feingliedrigen Interpretation auf.
Er betont die dynamische Kraft dieser Symphonie, lässt ihr aber gleichzeitig die Spannung des Mysteriums, das eigentlich alle Bruckner-Symphonien prägt.
Er überakzentuiert nichts und bleibt auch, was Kontraste angeht, sehr zurückhaltend, was sich zugunsten der melodischen Bögen auswirkt, die  erstaunlich schlank klingen. Das rhythmische Muster bestimmt den Ablauf, nicht die dramatische Geste, obwohl es dem der letzten Satz durchaus nicht an Kraft fehlt.
Das Orchester spielt wie gewohnt auf hohem Niveau und die Aufnahme ist gut ausbalanciert und durchhörbar.«

»Also in Bruckner’s Second, here in the second version of 1877, Markus Poschner comes up with a rhetorically formulated, slender and transparent/sophisticated interpretation.
As usual, the orchestra plays at a high level and the recording is well balanced and transparent.«

Remy Franck | Pizzicato | 04.09.2023

La symphonie n°2 de Bruckner par Markus Poschner à Linz

»Markus Poschner cerne parfaitement le ton de cette œuvre qui respire encore une fraîcheur primesautière avec un esprit allant. Sa direction allège les textures et met en avant une transparence de l’écriture dont le chef rend la radicalité avec quelquefois des réminiscences schubertiennes. Les premier et dernier mouvements sont parfaits avec une saine énergie faite d’aller de l’avant avec une progression conquérante. Le mouvement lent se déploie avec ce qu’il faut d’esprit et teintes poétique alors que le bref scherzo se montre vigoureusement dansant. 

Markus Poschner nous offre donc une splendide lecture sur le fond et la forme qui montre la modernité de l’écriture du grand compositeur. Le Bruckner Orchester Linz se présente sous son meilleur jour autant dans son collectif que dans ses individualités. Ce volume est assurément l’un des plus gratifiants de cette intégrale en cours.«

Pierre Jean Tribot | Crescendo Magazine | 05.09.2023

Top!

»Ontdek de symfonie hier in een herziene uitgave van de versie uit 1877, in een nieuwe editie van de Amerikaanse Bruckner specialist, Paul Hawkshaw (1950) en in een uitvoering, gekenmerkt door frisheid en levendigheid, een bijwijlen heel passende, jeugdige, Schubertiaanse transparantie, energiek en poëtisch, zowel krachtig als dansant. Niet te missen!«

Michel Dutrieue | Stretto | 15.09.2023

Bruckner: Symphony No.2 (Capriccio)

»There is no doubt that Poschner sets off at a tremendous pace which is very engaging; his strings have no trouble articulating cleanly and the depth of the recorded sound adds to the sense of occasion.

This is a performance which… achieves a wholly convincing balance between tension and lyricism and must be accounted one of the most successful so far in Poschner’s progress through the various versions of Bruckner’s symphonies.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 03.10.2023

»The performance of the Scherzo communicates vigour and energy, and the Trio is affectionately characterised. The finale, too, conveys a persuasive sense of structure and forward momentum.«

Christian Hoskins | Gramophone | 01.2024

Two Accounts of Anton Bruckner’s Second Symphony

»… Poschner makes a really good case for the 1872 version with the Vienna RSO and an even better one for the 1877 version with the Linz orchestra, keeping things moving along, receiving excellent sound in both performances.«

Richard S. Ginell | San Francisco Classical Voice | 07.05.2024

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Von Sylvia Roth

30 Minuten Bedenkzeit – mehr brauchte Markus Poschner nicht, bevor er im vergangenen Jahr kurzfristig ein Einspringen für die Bayreuther Eröffnungspremiere zusagte. Presse und Publikum feierten sein Dirigat von »Tristan und Isolde« so stürmisch, dass er auch dieses Jahr wieder am Pult des Grünen Hügels stehen wird.

Mutig wie seine Entscheidungen sind auch Poschners künstlerische Zugriffe – Schubladen sind dem Schüler von Sir Colin Davis und Sir Roger Norrington fremd: So bewegt er sich nicht nur souverän zwischen Oper und Sinfonischem, sondern ist auch ein begeisterter Jazz-Pianist.

SWR2, Sonntag, 27. August 2023, 15.05 Uhr

Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

Zu Gast: Der Dirigent Markus Poschner
Moderation: Uta Sailer

Wagner, Jazz und Bruckner-Sinfonien. Das ist der Dreiklang des Dirigenten Markus Poschner. Groß geworden in einer Münchner Musikerfamilie war er schon als Kind von Musik umgeben, auch vom Dirigieren, denn sein Vater war ebenfalls Dirigent. So hatte es etwas ganz Natürliches, dass er selbst später zum Taktstock gegriffen hat. Erst als Leiter des Georgischen Kammerorchesters, dann als Chef der Bremer Philharmoniker. Spätestens jetzt wurde die Musikwelt auf ihn aufmerksam – für sein hervorragendes Dirigat und auch für seine kreative Vermittlungsarbeit. Markus Poscher brennt für die Musik und geht mitunter auch unkonventionelle Wege, die Funken sprühen zu lassen. Das tut er seit 2017 als Chef des Bruckner-Orchesters Linz, mit dem er alle Sinfonien in allen Fassungen eingespielt hat – zum zweihundertsten Bruckner-Jubiläum nächstes Jahr. In Bayreuth ist Markus Poschner auch höchst willkommen. Im Sommer 2022 – als Markus Poschner gerade knietief im Meerwassser auf Kreta stand – kam der Anruf, ob er nicht für den »Tristan« bei den Bayreuther Festspielen einspringen möchte. Markus Poscher sagte »JA!« und das hatte Folgen. Die Presse sprach von einem Sensationserfolg. Und so steht Markus Poschner auch dieses Jahr wieder in derselben Funktion am Pult im Bayreuther Orchestergraben. Für »Meine Musik« hat er seine Lieblingsmusik mitgebracht und er erzählt, wieso Anton Bruckner ein armer Hund war, was die Bayreuther Festspiele mit einem Ferienlager zu tun haben und weshalb es wichtig ist, sich manchmal ganz bewusst neben sich selbst zu stellen.

Radio BR-KLASSIK, Samstag, 29. Juli 2023, 11.05 Uhr

Foto: Werner Kerschbaummayr

Salzkammergut Open-Air

Salzkammergut Open-Air des Bruckner Orchester Linz

GIUSEPPE VERDI Sinfonia zur Oper »La forza del destino«
RICHARD WAGNER »O du mein holder Abendstern« aus »Tannhäuser«
RICHARD WAGNER »Walkürenritt« aus »Die Walküre«
RICHARD WAGNER »Gralserzählung« aus »Lohengrin«
ANTON BRUCKNER Scherzo aus der Sinfonie Nr. 2 c-moll
RICHARD WAGNER »Dich, Teure Halle« aus »Tannhäuser«
ERICH WOLFGANG KORNGOLD Scherzo aus der Sinfonie in Fis, op. 40
ERICH WOLFGANG KORNGOLD »Mein Sehnen« aus »Die tote Stadt«
RICHARD WAGNER »Winterstürme wichen dem Wonnemond« aus »Die Walküre«
JOHN WILLIAMS Main Theme aus »Star Wars – Suite for Orchestra«
FRANZ LEHÁR »Dein ist mein ganzes Herz« aus »Das Land des Lächelns« 
JOHN WILLIAMS »Imperial March« aus »Star Wars – Suite for Orchestra«
THE GREAT AMERICAN SONGBOOK »Summertime« (Arrangement: Johannes Berauer)

Erica Eloff Sopran | Adrian Eröd Bariton | Klaus Florian Vogt Tenor | Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner Dirigent

Samstag, 8. Juli 2023 &
Sonntag, 9. Juli 2023
Toscanapark Gmunden

Fotos von Max Mayrhofer

Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz

OÖ. Stiftskonzerte

ERKKI-SVEN TÜÜR »Epitaph« – Hommage à Anton Bruckner für Orchester [UA]
ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 7

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner Dirigent

Samstag, 10. Juni 2023
Basilika Stift St. Florian

Fotos von Reinhard Winkler

  • Markus Poschner
  • Bruckner Orchester Linz
  • Erkki Sven Tüür
  • Erkki-Sven Tüür, Markus Poscher, BOL
  • Markus Poschner
  • Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz
  • Bruckner Orchester Linz
»Geballte kompakte Energie versus vielfältiges triumphales Ausbrechen! […] Eine sensationelle Aufführung!«

Johannes Sonnberger, Kronen Zeitung

»Sternstunde bei den Stiftskonzerten«

ORF Oberösterreich heute

Ein klingender Gedenkstein auf Anton Bruckner
Stiftskonzert: Bruckners Geist aus Poschners Händen

-> Anton Bruckners »Achte« bei den OÖ. Stiftskonzerten 2024

Markus Poschner

Markus Poschner leitet die Wiener Symphoniker mit einem Programm von Beethoven bis Brahms und Bruckner. Daniel Ender sprach mit ihm über drei gegensätzliche und doch miteinander verbundene Komponisten, über Fragen, die ihm oft gestellt werden, und über ganz Grundsätzliches.

Welche Fähigkeit oder Begabung, welche Charaktereigenschaft darf in diesem Beruf auf keinen Fall fehlen?
Enthusiasmus! Totale Begeisterungsfähigkeit für eine Idee, ein Werk oder Projekt lässt mich andere Menschen mitreißen und überzeugen, mir auf diesem Weg zu folgen. Dirigieren ist eigentlich eine hauptsächlich kommunikative Disziplin, bei der der Austausch – verbal oder nonverbal – an erster Stelle steht. Dabei ist die Urquelle die eigene Besessenheit und die daraus resultierende Überzeugungskraft. Die eigene Liebe zur Musik kann jeder sofort spüren, das ist immer das Beste.

Seite 16–19, »Musikfreunde«
Magazin des Wiener Musikvereins
Ausgabe April 2023
Interview: Daniel Ender
Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

»Fulminant zwischen Andre und Bruckner: Markus Poschner.«

»Dirigent Markus Poschner animiert bei Bruckner – vom bewusst vibratolos klaren Beginn bis zum prunkvoll-kontrapunktischen Finale – zur impulsiven und dabei klanglich doch ausgewogenen Lesart. Das war kein verzärtelter Bruckner, vielmehr robust dargestellte Struktur. Auch war das alles kein Requiem für sich selbst, das man dem RSO – ob der spartrüben Zukunftsaussichten – nicht verdenken würde. Langanhaltender Applaus.«

Ljubiša Tošič | Der Standard


Tönende Beweise für die These: Unser RSO ist unverzichtbar!

»Atemberaubendes Bruckner-Erlebnis«

»Nach der Pause ereignete sich eine atemberaubende Aufführung von Bruckners Fünfter, die das Orchester unter Poschner soeben für CD eingespielt hat. Auch das eine der noblen Aufgaben dieser Musiker die sich mit dem Bruckner-Orchester in die Gesamtaufnahme sämtlicher Fassungen der Bruckner-Symphonien teilen.
Markus Poschner ist der rechte Mann für diese Tat zum Jubiläumsjahr 2024. Das RSO ließ sich von ihm zu einer hoch dramatischen Wiedergabe hinreißen. Wunderbar fließend (auch in den Tempi!), in allen Stimmen beweglich und dynamisch wurde das kontrapunktische Geflecht durchhörbar und zwar bis hin in die komplexe Fugenstruktur des Finalsatzes. Selbst dort, wo Bruckner schon pointillistische Klangabenteuer der Moderne vorwegzunehmen scheint, waren noch klar einzelne Motivstränge nachvollziehbar. Die Meisterleistung, geballt, wuchtig, in weiten Bögen strömend, wurde nach dem überwältigenden Schlusschoral auch herzlich bedankt.«

Wilhelm Sinkovicz | Die Presse

Foto: Volker Weihbold

Markus Poschner

ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 8 c-moll


ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 8 c-moll | 1887

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

Was it a sign of conductors’ general satisfaction with Bruckner’s Eighth Symphony or editorial foot-dragging, that the work’s original 1887 version wasn’t published and performed until 1972? It certainly was Hermann Levi’s dissatisfaction or at least discombobulation with it, so shortly after his very successful Munich performance of the Seventh, that made Bruckner revise the work in the first place. It is this elaborate, raw earlier version that Markus Poschner performs here, in the latest edition by Paul Hawkshaw for the New Anton Bruckner Complete Edition. More ornate, brassier, and with more economically employed woodwinds, this version doesn’t smoothen edges and doesn’t round corners: An interesting insight into emboldened Bruckner at his unadulterated self.

Bruckner Symphony #8
1887 Version

Die Achte in der Urfassung. Teil des gemeinsamen Projekts von Bruckner Orchester LinzRadio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #8 | C8087 – erschienen 02/2023

REVIEWS

Poschner mit einer spannenden Achten Bruckner, Version 1887

Rating: 5.0

»Das Finale der Achten ist Bruckners letztes. In der Neunten gibt es keines mehr. Hat er dies voraus geahnt, als er all jene Energie hier bündelte, als er der Wucht des ersten Themas einen erhabenen Choral gegenüberstellte und aus einer Vielfalt von Motiven eine regelrechte Apotheose komponierte, die Poschner mit dem exzellenten Bruckner-Orchester aus Linz energisch und dramatisch und ohne Pathos gestaltet?«

»The finale of the Eighth is Bruckner’s last. There is none left in the Ninth. Did he anticipate this when he focused all that energy here, when he juxtaposed the force of the first theme with a sublime chorale and composed a veritable apotheosis from a variety of motifs, which Poschner shapes with the excellent Bruckner Orchestra from Linz energetically and dramatically and without pathos?«

Remy Franck | Pizzicato | 11.02.2023

Bruckner en version originale 

»L’un des grands atouts de cette nouvelle gravure est de trouver le ton juste au niveau du tempo : pas trop rapide … pas trop lent… Dès lors, cette nouvelle gravure peut être considérée comme une référence pour cette version de 1887. «

Pierre-Jean Tribot | Crescendo Magazine | 23.02.2023

Recommended | Bruckner: Symphony No 8

»First impressions confirm that promising indication; we immediately beautiful sound – in terms of both the engineering and the playing in a perfectly paced introduction. There is some slight reverberation around the sonorous orchestral sound and the spread and balance among the various banks of instruments are ideal; close your eyes and you could be sitting midships in a concert hall.«

»This is an excellent recording.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 14.03.2023

Innerer Atem

»Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz spüren intensiv den Stimmungen in der Erstfassung von Bruckners achter Sinfonie nach.«

Christian Lahneck | concerti | 27.03.2023

»… [Markus Poschner’s] performance of the 1890 score of the Eighth (1/22) was extremely fine, and happily so is this fleet, idiomatic and clear-sighted interpretation of the 1887 version. I’m inclined to think it’s the finest performance of the score now available …«

Christian Hoskins | Gramophone | 04.2023

»The Linz Bruckner Orchestra is a fine ensemble… The orchestra plays beautifully and with a lovely sense of freshness supplied by the Capriccio engineers. This is supple, natural music-making. It comes to us unburdened of gravitas. Bruckner’s early ideas for the symphony played this way have a glow to them and the charm of inspiration in its first flush.«

Steven Kruger | Fanfare | 07.2023

»[Poschner’s] reading of the first movement has an exploratory feel to it. The transition from a horn passage to an oboe solo is slow and pensive. The passage from a trumpet solo to a climax is very effective, and the progress to the ending is well done with a wonderful sense of drama and final triumph.

This performance is the best that I have heard so far in the Capriccio series and the best of the 1887 score of the Eighth.«

Roger Hecht | American Record Guide | 07.2023

»These are performances which are rather fast… and quite well-played… Poschner and his orchestra come into their own moments at a time, and as an example of this I can cite the opening minutes of the Adagio, whose elegiac qualities are extremely touching here. This is music to drown yourself in.«

Raymond Tuttle | Fanfare | 09.2023

Bruckners achte Sinfonie als ruppiger und edler Gigant

»Die Interpretation von Markus Poschner und dem Bruckner Orchester Linz ist geprägt von Kraft und Tiefe. Obwohl das Tempo im Vergleich zu einigen früheren Aufnahmen eher schnell ist, wirkt es nie gehetzt. Poschner zeigt ein tiefes Verständnis für die Struktur und den Charakter der Sinfonie und führt das Orchester zu einer überzeugenden Aufführung.«

Dirk Schauß | Onlinemerker | 09.2023

ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 8 c-moll | 1890

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

Anton Bruckner burst out of the confines of the cathedral using that most secular of musical forms, the symphony. The creator of some of the 19th century’s greatest orchestral music, Bruckner cut a singular figure among his contemporaries. This new complete Bruckner Symphonies edition from Capriccio reassesses these enduringly enigmatic and complex works. Presented by the Bruckner Orchestra Linz and the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra, and featuring all 19 available versions, the cycle is scheduled for completion in 2024, Bruckner’s 200th birthday. The second release, of Symphony No. 8 (1890 version) is performed by Bruckner Orchestra Linz conducted by Markus Poschner.

Bruckner Symphony #8
1890 Version

Die zweite Aufnahme (erschienen im November 2021) des gemeinsamen Projekts von Bruckner Orchester LinzRadio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #8 | C8081 – erschienen 11/2021

REVIEWS

Markus Poschner: Mit Drang durch Bruckners Achte

Supersonic pizzicato

»The 8th Symphony, which stands out among Bruckner’s large-scale works, always lends itself as a landmark for an orchestra and its conductor. […] If one transfers to this interpretation the thesis expressed in the film ›Anton Bruckner – the unrecognized genius‹ that Bruckner was not at all as shy and timid as often assumed, but quite convinced of himself and also enterprising, then the liberation of the listening habits from pathos to a more lively expression, which is expressed in a self-confidently mobile appearance, is also more than understandable.«

Uwe Krusch | Pizzicato | 29.11.2021

Brucknermania total

»Deren Aufnahme (Anm.: Die Achte, 1890) liegt jetzt vor – und sie ist fabelhaft. Poschners Tempi sind vernünftig, weder überhastet noch verlangsamt. Ungeheure Energie erfüllt die Musik, weil Poschner vom Rhythmus ausgeht. Dieser stete Puls macht, noch mehr als die ›Achte‹, die sonst so stiefkindlich behandelte ›Sechste‹ zum Ereignis. Lange sucht man, um eine Einspielung von vergleichbarer Qualität zu finden.«

»Poschner lässt die Rhythmen federn und tanzen, und er behält die Kontrolle im langsamen Satz, den er strömen, nicht aber verströmen lässt: Da führt alles klar und durchsichtig ganz ohne mystizistisches Brimborium zum Höhepunkt.«

Edwin Baumgartner | Wiener Zeitung | 27.12.2021

Anton BRUCKNER: Symphony No. 8 in C minor WAB 108 (ed. Nowak 1890 version)

»A splendid second instalment in this ongoing Complete Bruckner series; grand and beautifully shaped.«

»Poschner’s control of the shape and dynamics of long, arcing phrases within the movement ensures the listener’s concentration and the climactic release at 19:19 is as overwhelming as it is minutely prepared and the coda is rapt and tender, the horns once again sounding exceptionally luminous.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 12.2021

Review: Bruckner Symphony No 8

»What we do get, however, is a wonderfully articulate presentation of the score in terms of phrasing, transparency and tone colour.«

»[…] the performance of the Eighth has a sense of power and depth that makes itself felt from the very start. Tempos are on the swift side compared with the majority of recordings made in recent decades, but never feel rushed. The Scherzo is thrilling at Poschner’s chosen tempo and the build-up to the climax of the Adagio is superbly controlled. The second cymbal clash makes a tremendous impression and the playing of the divided strings immediately afterwards is deeply eloquent.«

»Indeed, the orchestral playing is of the highest order throughout, on a level with that of the Bavarian Radio Symphony Orchestra for Mariss Jansons in his marvellously cogent recording on BR Klassik.«

»[…] Coupled with sound of surpassing transparency and range, this is an extremely distinguished release.«

Christian Hoskins | Gramophone | 01.2022

BRUCKNER 8 – EEN GEVECHT DAT EINDIGT IN PURE LIEFDE

»De versie die u op dit album kunt horen, gespeeld door het Bruckner Orchester Linz klinkt scheppend, creërend, opborrelend fris. Ze worden medeschepper van Bruckner om alle zwaarte in licht om te zetten.«

»Een mooi tijdsdocument op CD, onmisbaar in de platenkast van elke melomaan en genieter.«

Knopskaya | CultuurPakt | 03.01.2022

Bruckner: Symphony No. 8 (Linz/Poschner)

Rating: 5.0

»Without being notably faster than the majority of contemporary accounts, this performance is much more flexible, less cumbersome, more of an experience and less of a monument. I found it refreshing, especially in the last two movements, which between them can last almost an hour and make you forget the thrust and energy of the first two, and indeed of this supreme work as a whole. Played and conducted like this, the work’s unity becomes much clearer, and it emerges, at least for me, as the greatest of all symphonies, though in the wrong hands it becomes a weariness for the spirit.«

Michael Tanner | Classical Music by BBC Music Magazine | 19.01.2022

Anton Bruckner

»Markus Poschnerin tempot ovat ripeitä, mutta ensiosasta alkaen hän leventää musiikkia melodisiin suvantoihin. Koko sinfonia mahtuu yhdelle levylle, ja ehkä juhlavaan hitaaseen osaan olisi suonut vähän syvempääkin hengitystä. Mutta on hyvä muistuttaa, että Bruckner oli dynaaminen, eteenpäin tähtäävä sinfonikko, eikä vain massiivisten sointipylväikköjen pystyttelijä. Siihen liittyy Linzin Bruckner-orkesterin kevyempi ja erittelevämpi saundi. Kaikkein majesteetillisin patina soinnista ehkä puuttuu, mutta on hienoa kuulla huolella säädetty dynamiikka ja kontrapunktin yksityiskohdat.«

Antti Hayrynen | Rondo Classic | 28.02.2022

MARKUS POSCHNER MIT BRUCKNER BEI CAPRICCIO: Nullte und Achte

»Trotz vergleichsweise lebendiger Tempowahl, die eine einzige CD ausreichend macht, verfällt Poschner glücklicherweise nicht einem unangemessenen Geschwindigkeitsrausch. Selten gehörte Nebenstimmen werden durch den transparenten und doch vollen Orchesterklang beleuchtet, ohne das dem Werk darüber die Majestät genommen würde, die es gleichsam naturgemäß ausstrahlt. Die orchestralen Höhepunkte wie die Beckenschläge im himmlischen Adagio und gerade auch die fulminante Schlusscoda mit fanfarenartigen Blechbläsern werden herzhaft ausgespielt. Die Flexibilität des Dirigats Poschners gemahnt stellenweise fast an den in Sachen Bruckner für nicht wenige unerreichten Eugen Jochum.«

Daniel Hauser | Opera Lounge | 02.2022

»… The musicians are energized, in keeping with the spirit of Poschner’s approach. The brass playing, without offering grandeur and imposing weight, is exciting and accurate.

What captured my imagination was an impression that Poschner has caught a slight rawness and rambunctiousness that Bruckner might have encountered in his lifetime. Considering the urgency of the performance, the touching treatment of the Adagio, and the orchestra’s commitment, everything made for a listening experience of unusual freshness and immediacy. Warmly recommended.«

Huntley Dent | Fanfare | 03.2022

»Poschner intriguingly breaks the mold here. His strong suit is to allow us to hear the music without every phrase seeming like a prayer.«

Steven Kruger | Fanfare | 03.2022

recensie – Bruckner: Symfonie Nr. 8 (1890)

»Poschners aanpak is er een van een in de goede zin van het woord aardse soort.«

»Het klankbeeld is – en ook dat bedoel ik weer in de meest positieve zin van het woord – warm, gevrijwaard van om het even welke opsmuk en van een hoge transparantie. Samenvattend: alle reden om de voortgang van dit project met grote belangstelling te blijven volgen. Rest nog de vermelden dat de documentatie in het boekje, met onder meer een formidabele toelichting van Paul Hawkshaw, van de bovenste plank is.«

Maarten Brandt | Opus Klassiek | 03.2022

Video Review: Poschner’s Stupendous Bruckner 8th 

»Yes, Bruckner can be refreshing. Witness this lively, flowing performance that never sacrifices the necessary gravitas for mere speed, but which delivers an interpretation of unusual cogency and musical logic. This is without a doubt one of the finest versions of this epic symphony available, a performance totally and miraculously without any ›dead‹ spots. Kudos to Markus Poschner the Bruckner Orchestra of Linz, and Capriccio Records for yet another outstanding volume of this ongoing series.«

David Hurwitz | Classics Today | 03.04.2022

BRUCKNER DES EXTRÊMES AVEC MARKUS POSCHNER 

»Le chef impose un Bruckner très orchestral qui met au jour la puissance visionnaire de l’orchestration.«

Pierre Jean Tribot | Crescendo Magazine | 18.04.2022

Critic’s choice of the year

»Markus Poschner’s account of the Eighth Symphony is one of the finest Bruckner recordings to have come my way in recent times, marrying a wonderfully articulate presentation of the score with a communicative power that’s enormously compelling. Capriccio’s first-class sound and excellent documentation make a desirable recording even more rewarding.«

Christian Hoskins | Gramophone | 12.2022

Bruckners achte Sinfonie als ruppiger und edler Gigant

»Markus Poschner berücksichtigt die Größe des Bruckner Orchesters Linz, das eine etwas schlankere Besetzung aufweist. Dies führt zu einer Interpretation, die eine bemerkenswerte Klarheit aufweist. Die Streicher des Orchesters sind besonders lobenswert und tragen zur emotionalen Tiefe der Aufführung bei.«

Dirk Schauß | Onlinemerker | 09.2023

Foto: Reinhard Winkler