Markus Poschner

HANNAH KENDALL »O Flower of Fire«
ANTON BRUCKNER Symphonie Nr. 9 d-moll

Markus Poschner Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Aufgenommen am 15. Februar 2026, Philharmonie Berlin

Foto: Reinhard Winkler

Bruckner-Befragungen: Gespräche über die elf Sinfonien

Anton Bruckner ist auch im Jahr nach den international begangenen Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag noch immer »der große Unbekannte« (Hinrichsen) unter den Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das gilt sowohl für das durch Anekdoten und Klischees verzerrte Bild von seiner Persönlichkeit als auch für sein kompositorisches Schaffen.

Bruckner selbst maß seinen Sinfonien die größte Bedeutung bei. Als er 1891 das Ehrendoktorat der Universität Wien erhielt, verlangte er, dass die Urkunde ihn explizit »als Symphoniker« auswies, »weil darin stets mein Lebensberuf bestand«. Heute gelten seine Gattungsbeiträge unbestritten als Gipfelwerke des ›langen Jahrhunderts der Sinfonie‹.

Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz und ebenso profilierter wie gefeierter Bruckner-Interpret, und Jan David Schmitz, bis 2024 Programmchef des Brucknerhauses Linz und des Internationalen Brucknerfestes Linz, nähern sich den elf Sinfonien auf dem Wege eines unterhaltsamen, für Musikinteressierte gut verständlichen Dialoges zwischen Theorie und Praxis, werfen einen von Vorurteilen möglichst freien Blick auf den Komponisten und sein Werk und zeichnen damit nicht zuletzt ein neues Bruckner-Bild.

Markus Poschner, Jan David Schmitz
BRUCKNER-BEFRAGUNGEN
Gespräche über die elf Sinfonien

Der gefeierte Bruckner-Interpret Markus Poschner im Gespräch.
Wegleitungen und Entdeckungen zu den elf Sinfonien

Koproduktion Metzler/Bärenreiter
Verlag Bärenreiter

Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz, Musikverein Graz

Mit Bruckner auf du und du
Die Traumkombination Anton Bruckner/Markus Poschner/Bruckner Orchester Linz
»Markus Poschner hat ein Gespür für die Musik von Anton Bruckner, wie kaum ein anderer Dirigent der Gegenwart (auch in Sachen Brahms machen Poschner übrigens aktuell nur wenige etwas vor). Poschners Aufnahmen der Bruckner-Symphonien mit dem Bruckner Orchester Linz zählen zu den überzeugendsten der letzten Jahre.«
»Der deutsche Dirigent erschafft eine überzeugend klare Klangdramaturgie und erschafft damit immer wieder Hochspannung.«
»… unvergessliche Momente höchster Kunstfertigkeit.«
»Das Orchester klingt so wie es bei Bruckner klingen soll: wie eine Riesenorgel.«
Martin Gasser | Kleine Zeitung

Feierliches Finale für einen großen Bruckner-Zyklus
»Und das Finale mit der ›Achten‹ ließ kaum Wünsche offen.«
»Poschner und das Bruckner Orchester haben einen klaren und wohltemperierten Blick auf ihren Namensgeber und das ›Mysterium‹, als das seine 8. Symphonie gerne bezeichnet wird.«
CH | Kronen Zeitung


20. Oktober 2025 | Musikverein Graz
ANTON BRUCKNER Symphonie Nr. 8 in c-Moll WAB 108
Bruckner Orchester LinzMarkus Poschner Dirigent

Fotos: Philip Brunnader

Markus Poschner

Die Operette »Die Fledermaus« dirigiert von Carlos Kleiber würde der Dirigent Markus Poschner unbedingt auf die einsame Insel mitnehmen. Dazu Alben von Miles Davis oder Keith Jarrett. Die beiden zählten zu den »absoluten Giganten unserer Zeit«, sagt Poschner.

Klassik-Pop-et cetera, Deutschlandfunk, 7. Juni 2024

Foto: Kaupo Kikkas

Anton Bruckner #9

ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 9 d-moll

Bruckner Orchester Linz | MARKUS POSCHNER

This final release of Capriccios Bruckner Symphonies – The Complete Versions Edition includes his very first and last Symphony. In March 1861, Anton Bruckner completed his counterpoint studies with the renowned teacher Simon Sechter who had also taught Schubert. His graduation signaled the end of an extended compositional hiatus. Bruckner’s F-Minor Symphony was conceived in the classical and early romantic tradition of Beethoven, Schubert, Mendelssohn and Schumann. 

Bruckner’s Ninth: his best (as some say) symphony, certainly his most daring and, thanks to the missing finale, his most mysterious. It is where Bruckner meets Mahler and, while working on it, his maker. He wanted to write a finale, of course, but too much remains missing. What is left, is a heavenly Adagio, which quietly fades away with references in the brass to the two preceding symphonies. Thus ends Bruckner’s uncompleted life’s work. 

ANTON BRUCKNER Symphony #9

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #9 | C8096 + Bonus: Sinfonie in f-moll »Studiensinfonie« (1863) –erschienen 07/2024

REVIEWS

Bruckner- Symphonien: Beginn und Ende

»Markus Poschner dirigierte es in einer Interpretation, die sehr kraftvoll, farbig und lebendig ist und der Musik ein Maximum an recht jugendlicher Ausdruckskraft gibt.«

»Markus Poschner is conducting it in a very powerful, colorful, and lively interpretation, giving the music a maximum of youthful expressiveness.«

Remy Franck | Pizzicato | 08.07.2024

«Anton Bruckner», Orchestre Bruckner de Linz, Markus Poschner

»Markus Poschner est en train de graver l’intégrale la plus exhaustive des symphonies de Bruckner, prenant en compte des éditions différentes d’une même oeuvre. L’entreprise, qui suscite un intérêt très variable, a rarement atteint un niveau aussi élevé que dans cette 9e Symphonie.

Poschner renoue, en fait, avec le Bruckner éruptif de certains brucknériens des années 1950. Cela a du sens lorsqu’on connaît les fragments du finale (enregistrés ailleurs par le chef), infernaux et tourmentés. Ce passionnant album comprend un second disque dévolu à la Symphonie en fa, oeuvre de jeunesse, dite ‹ no 00 ›.«

Christophe Huss | Le Devoir | 08.2024

Sinfonie Nr. 9/Sinfonie f-Moll

»Unter all den CD-Veröffentlichungen sämtlicher Symphonien und Fassungen Bruckners bei Capriccio stellt die hier vorliegende Aufnahme nicht nur das Finale, sondern ebenfalls den absoluten Höhepunkt dar. Insbesondere der 9. Symphonie zuzuhören, bereitet ungetrübte Freude. Was Dirigent Markus Poschner und das hervorragend disponierte und überaus klangschön aufspielende Bruckner Orchester Linz hier leisten, ist absolute Spitzenklasse. Schon der feierlich anmutende, langsame erste Satz atmet unter Poschners versierter Leitung große Intensität. Begeisterung erweckt der schnelle zweite Satz, das Scherzo, in seiner ungemein ansprechenden und präzise durchgehaltenen rhythmischen Prägnanz sowie seiner punktgenauen Ausgewogenheit. Alles wirkt hier wie aus einem Guss. So perfekt wie unter Poschner hat man diesen Satz noch nie gehört. Bravo! Und auch der vom Dirigenten mit enormer innerer Erfülltheit, großer Kraft und hoher Emotionalität ausgelotete dritte Satz, das Adagio, ist meisterhaft gestaltet. Bezeichnend ist, dass der dramatische Faden nie abreißt und Poschner die Spannung auch noch bei langsamen Passagen aufrechtzuerhalten versteht. Grandios sind zudem die in gewaltige orchestrale Höhepunkte mündenden Spannungsbögen.«

»Sehr gelungen ist auch Poschners Interpretation der Studiensymphonie. Hier wartet er ebenfalls mit großer Eleganz und großer klanglicher Finesse auf, wobei er die bereits erwähnten Einflüsse von Schumann und Mendelssohn geschickt herausstellt. Bei beiden Symphonien beeindruckt er zudem durch eine herrliche dynamische Ausgewogenheit der Tongebung und durch eine vorbildliche Transparenz. Insbesondere bei der hier vorliegenden Einspielung der 9. Symphonie haben wir es mit einem echten Meilenstein in der Aufnahmegeschichte des Werks zu tun.«

Ludwig Steinbach | Das Orchester | 10.2024

»Poschner’s new recording is perhaps the finest in his 18-CD cycle, an interpretation that’s wonderfully alert to the work’s melodic and rhythmic ingenuity. The faster movements have tremendous impetus and the playing of the Andante is both limpidly beautiful and remarkably impassioned. It’s a performance that belies the traditional view of the work as an apprentice composition and very effectively moves it closer to the orbit of the great works that would follow.«

Christian Hoskins | Gramophone | 10.2024

»The recording of Symphony in F minor (often referred to as No. 00, or A Study Symphony) is the best of the few performances of the work I have heard.«

»This is an offbeat but entertaining Bruckner Ninth …«

Roger Hecht | American Record Guide | 11.2024

»Poschner imprime à la symphonie d’étude, écrite en 1863 sous la houlette d’Otto Kitzler, un bel élan romantique. Il sait mettre en valeur les traits typiquement brucknériens de cette partition encore sous l’influence de Weber et Schumann.«

Jean-Claude Hulot | Diapason | 11.2024

»Con este doble disco se cierra el ciclo Bruckner que la Orquesta de Linz y Markus Poschner han realizado en los últimos años, para acabarlo en este 2024 en el que se celebra el bicentenario bruckneriano. Todo ello con el rigor musicológico de Paul Hawkshaw, que ha puesto orden en la maraña de ediciones y versiones dejando las 9 Sinfonías en un total de 18 versiones en la suma final. La empresa ha sido titánica y el resultado óptimo. En este disco final se presenta el Alfa y Omega de la obra sinfónica bruckneriana, desde su Sinfonía de estudio n. 00 de 1863, escrita aún bajo la tutela de Kitzler y que contiene in nuce algunos estilemas que desarrollaría a lo largo de sus treinta años como autor sinfónico, hasta la gloriosa Novena, cuyo Adagio es una de las cumbres del romanticismo.

La versión de la poco transitada Sinfonía 00 es muy clara en su ejecución, y, a pesar de que sus temas son poco originales, se escucha con deleita. Mucho más exigente es la interpretación de la Novena, en la que el director tiene que tener clara la complicada estructura formal para que todo el movimiento armónico, que roza el impresionismo por momentos, no naufrague. Poschner consigue una maravillosa versión, llena de matices y pequeños detalles de instrumentación que son resaltados en una excelente toma sonora. Es de agradecer que, por una vez, no se interprete un Scherzo bruckneriano como una hecatombe, sino que el tempo sea más pausado para dejarnos entender la música sin avasallar.«

»With this double album, the Bruckner cycle conducted by the Linz Orchestra and Markus Poschner comes to a close, culminating in 2024, the year of Bruckner’s bicentennial. All of this is achieved with the musicological rigor of Paul Hawkshaw, who has organized the tangled web of editions and versions, resulting in a total of 18 versions of the 9 symphonies. This endeavor has been monumental, and the result is excellent. In this final album, the Alpha and Omega of Bruckner’s symphonic work are presented, from his study Symphony No. 00 from 1863, written under the tutelage of Kitzler and containing in nuce some stylistic elements that he would develop over his thirty years as a symphonic composer, to the glorious Ninth, whose Adagio is one of the peaks of Romanticism.

The version of the rarely performed Symphony No. 00 is very clear in its execution, and although its themes are somewhat unoriginal, it is enjoyable to listen to. The interpretation of the Ninth is much more demanding, as the conductor needs to have a clear understanding of the complicated formal structure to ensure that the entire harmonic movement, which occasionally brushes against impressionism, does not flounder. Poschner delivers a wonderful rendition, full of nuances and small details of instrumentation that are highlighted in an excellent sound recording. It is refreshing that, for once, a Bruckner scherzo is not treated like a catastrophe; instead, the tempo is more measured, allowing us to understand the music without being overwhelmed.«

Jerónimo Marín | Ritmo | 12.2024

Foto: Kaupo Kikkas, Grafik: Capriccio

Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz, Stift St. Florian

Internationales Brucknerfest Linz 2024

KLAUS LANG »Das wahre angesicht« für Orgel und Orchester [UA]
ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 8 c-moll, WAB 108 »Fassung 1890«

Klaus Lang Orgel
Bruckner Orchester Linz
Markus Poschner Dirigent

Radio Ö1, Diestag, 10. Dezember 2024, 19.30 Uhr

Aufgezeichnet am 11. Oktober in der Basilika Stift St. Florian

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Seven conductors share what it’s like to lead Anton Bruckner’s monumental symphonies, and why they resonate today.

Markus Poschner recorded every version of the symphonies, 18 in all, with the Bruckner Orchester Linz and the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra.

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Österreich-Bild am Feiertag

Halbwaise, Sängerknabe, Hilfslehrer und heute – ein Weltstar der klassischen Sinfonien. Der ORF OÖ widmet Anton Bruckner, der vor 200 Jahren in Ansfelden bei Linz geboren wurde, ein Österreichbild am Feiertag, gestaltet von Christine Haiden und Claus Muhr. Sein musikalisches Ausnahmentalent, seine Wissbegierde, sein stetes Weiterentwickeln und seine Fähigkeit, nach Rückschlägen nicht aufzugeben, machen ihn bis heute zu einem besonderen Menschen und Komponisten.

Wie lassen sich Künstler heute von ihm inspirieren? Warum forscht man in Amerika besonders intensiv über ihn? Was hat es mit Bruckners Affen auf sich und wie war das mit Bruckner und den Frauen? Der Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz, Markus Poschner, die Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner oder Sängerin Ina Regen, versuchen neben anderen »Bruckner-Forschern« Antworten auf diese Fragen zu finden und fügen dem Bild des Weltstars aus Oberösterreich ihre Facetten hinzu.

Ausstrahlung: Samstag, 26. Oktober, 18.25 Uhr, ORF 2

Foto: Claus Muhr, ORF

Salzkammergut Open-Air

Der österreichische Komponist Anton Bruckner feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. Was haben berühmte Dirigentinnen und Dirigenten über Bruckners Besonderheiten zu sagen? Markus Poschner, unter anderem Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz, erzählt, was ihn an Bruckners Fünfter fasziniert.

Sendung: »Treffpunkt Klassik«, SWR Kultur, 04.09.2024, 10:05 Uhr

Foto: Max Mayrhofer