Markus Poschner

»Das von Chefdirigent Markus Poschner geleitete Bruckner Orchester Linz präsentierte das Bruckner-Opus sehr differenziert und mit schier unglaublicher Präzision. Farbige Streicher, ein fein abgestimmtes Holz, ein präzises Blech und exakte Pauken ergaben einen herrlich geschlossenen Orchesterklang.

In der 2. Sinfonie von Brahms sind nicht nur helle, heitere Töne zu finden, es gibt auch grüblerische, melancholische Stimmungen aufzuspüren. Poschner entlockte dem exzellenten Orchester wahre Prachtklänge und erzielte damit einen fulminanten Publikumserfolg.«

Oberösterreichisches Volksblatt, 26.09.2020
Foto: Reinhard Winkler

Bruckner Orchester Linz

Bruckner-Befragungen V

Jan David Schmitz (Leiter Programmplanung, Dramaturgie und szenische Projekte, Brucknerhaus Linz) im Gespräch mit Markus Poschner über die Sinfonie Nr. 6 A-Dur WAB 106 von Anton Bruckner (und die Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 von Johannes Brahms).

Teil 5 in einer Reihe von Bruckner-Befragungen, die seit dem Internationalen Brucknerfest Linz 2018 immer dann stattfinden, wenn das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung seines Chefdirigenten im Brucknerhaus Linz Werke des Namensgebers beider Institutionen zur Aufführung bringt. In der Summe wollen diese Gespräche einen von Vorurteilen möglichst freien Blick auf Anton Bruckner und seine Werke werfen und damit nicht zuletzt einem neuen Bruckner-Bild den Weg bereiten.

Nichts bei Bruckner ist Zufall. Alles hat irgendwo einen Urgrund, eine Verbindungslinie.

Markus Poschner

Markus Poschner

»Man soll zwar Dirigenten nicht als Spezialisten bezeichnen, aber die Affinität zu einem Werk spielt halt auch bei Bruckner eine große Rolle. Und Markus Poschner hat für seinen persönlichen Zugang zu Bruckner schon viel Achtung erfahren, die ihm auch dieses Mal wieder ausgesprochen werden muss. Die selten aufgeführte „Sechste“ hat er im Blut, phrasiert die Sinfonie aus dem Herzen und packte auch jetzt sein gesamtes gestisches Repertoire aus, wie es sich für ein Brucknerfest gehört.«

Oberösterreichisches Volksblatt, 15.09.2020
Foto: Reinhard Winkler

achte

»Aber die neueste Version unter Markus Poschner, dem Chefdirigenten seit 2017, liefert zumindest in der Vinyl-Edition, neben der dem Orchester schon lange selbstverständlichen musikalischen Exzellenz, gegenüber den vorigen noch eine kleine Steigerung an Intensität, Transparenz, Natürlichkeit und Leben – Norbert Trawöger nennt das absolut zurecht eine Referenzaufnahme!«

Helmut Huber
Online Merker, 13.02.2020
Foto: Bruckner Orchester Linz

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»Doch ist man auf einem durchaus individuellen Weg, der im mehrheitlich kaum noch unterscheidbaren Kauderwelsch der reisenden sogenannten Spitzenorchester eine prägnante Sprache vernehmen lässt. Dergleichen fällt auf. Wien feierte das jüngste Gastspiel des Brucknerorchesters mit ebenso deutlich artikuliertem Jubel.«

Wilhelm Sinkovicz
Die Presse, 09.02.2020

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»Markus Poschner fasste das ›Majestoso‹ gleich zu Beginn mit vitaler Prunkhaftigkeit und vollem Orchesterglanz an, dessen ständig pulsierender Rhythmus zu den leuchtenden Schlusstakten führt. Mit weit ausholenden Armbewegungen lenkte er die feierliche Grundstimmung im Streicherklang des Adagio und steuerte die Angriffslust der schmetternden Fanfaren im Scherzo bis hin zum strahlenden Finale.«

Christine Grubauer
Oberösterreichisches Volksblatt, 09.02.2020

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poschner_bol»Poschner interpretierte mit Hingabe, formulierte mit seinem Orchester detailliert die Kostbarkeiten der vielen Themen und Motive, die vom höchst motivierten Orchester in spannungsgeladener Atmosphäre präsentiert wurden. «

Fred Dorfer
Kronen Zeitung, 28.01.2020
Foto: Reinhard Winkler

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