GUSTAV MAHLER Resurrection

Mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 nahm im September 2025 der Basler Mahler-Zyklus unter der Leitung von Chefdirigent Markus Poschner seinen Anfang. Die vorliegende Einspielung hält diesen Moment als erstes künstlerisches Dokument eines auf fünf Jahre angelegten Projekts fest, in dessen Rahmen das Sinfonieorchester Basel bis 2030 sämtliche Mahler-Sinfonien zur Aufführung bringt.

Die Aufnahme entstand live im Musiksaal des Stadtcasinos Basel und dokumentiert zugleich Poschners Einstand als Chefdirigent. Mahlers Zweite verbindet existenzielle Tiefe mit visionärer Klangkraft und entfaltet eine auf Wandlung, Aufbruch und Auferstehung ausgerichtete musikalische Dramaturgie.

Im Zentrum der Interpretation steht ein transparenter, klar strukturierter Mahler-Klang. Die vielschichtige Partitur wird differenziert ausgehört, Linien treten deutlich hervor und dynamische Abstufungen sowie die klangliche Balance schaffen neue Hörperspektiven auf ein zentrales Werk des sinfonischen Repertoires.

Für die vokalen Partien konnten mit Nikola Hillebrand (Sopran) und Wiebke Lehmkuhl (Alt) zwei herausragende Interpretinnen gewonnen werden. Gemeinsam mit dem MDR-Rundfunkchor Leipzig gestalten sie den Finalsatz, der zu den eindrucksvollsten Momenten der Musikgeschichte zählt.

Die CD erschien am 8. April 2026 beim Label Prospero Classical und ist als CD sowie auf allen gängigen Streamingdiensten verfügbar.

Diese Einspielung markiert den Beginn eines gross angelegten Mahler-Zyklus in Basel und gibt zugleich einen ersten Einblick in die künstlerische Handschrift von Markus Poschner und dem Sinfonieorchester Basel.

GUSTAV MAHLER Resurrection

GUSTAV MAHLER Sinfonie Nr. 2, »Auferstehungssinfonie«

REVIEWS

» Pizzicato | »Supersonic pizzicato«

» Gramophone

» La Liberté

Německý dirigent Markus Poschner pravidelně hostuje u předních orchestrů a na významných scénách od Berlína a Vídně až po Tokio a patří k nejvytíženějším dirigentům současnosti. Je považován za experta na dílo Antona Brucknera a věnuje se také interpretaci oper 20. století, včetně děl Janáčka, Hindemitha a Schnittkeho. Intenzivní je i jeho práce na operách Richarda Wagnera, v těchto dnech ostatně připravuje nové nastudování Parsifala, které bude mít premiéru 26. března v pražské Státní opeře v režii Andrease Homokiho. V rozhovoru jsme si povídali nejen o Wagnerově poslední opeře, ale také o tom, co může mít společného opera a jazz.

Jan Sebastian Tomsa, KlasikaPlus, 23. März 2026
Foto: Robert Josipović

Markus Poschner

HANNAH KENDALL »O Flower of Fire«
ANTON BRUCKNER Symphonie Nr. 9 d-moll

Markus Poschner Dirigent
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Aufgenommen am 15. Februar 2026, Philharmonie Berlin

Foto: Reinhard Winkler

Now available online and vinyl, with artwork by Louisa Gagliardi

In a remarkable union of art and music, the OSI’s latest recording – of Tchaikovsky’s »Manfred«, conducted by Markus Poschner – is live on the major digital platforms, as well as in a limited double-LP collectors’ edition with cover artwork by celebrated Swiss artist Louisa Gagliardi, available from 30 January on www.osi.swiss.

After their comprehensive rereadings of symphonic works by Pyotr Ilyich Tchaikovsky, the Orchestra della Svizzera italiana launches 2026 with a superb new recording dedicated to the famous Russian composer and conducted by Maestro Markus Poschner. The work in question is the »Manfred« Symphony in B minor, Op. 58, issued as a double LP in only 300 numbered copies by the Claves Records label. The recording is also available through digital distribution channels on the main online platforms.

LP - TCHAIKOVSKY

The vinyl release is adorned by a cover image from Swiss artist Louisa Gagliardi, star of the hugely popular exhibition »Many Moons« at the Museum of Art of Italian Switzerland (MASI) in Lugano in 2025. In this special collaboration with the OSI, Louisa Gagliardi was inspired by the haunting story of the Romantic hero Manfred – protagonist both of the Symphony as well as of the poem of the same name by Lord Byron – a character full of contradictions, whose dramatic existential journey sees him wandering through an Alpine landscape, plagued by never-ending inner torments.

The »Manfred« Symphony, recorded in Lugano just over two years ago, again in coproduction with RSI (Radiotelevisione svizzera di lingua italiana), follows the CD release of the Fifth and Sixth Symphonies by Tchaikovsky in 2023, with which it shares the same innovative approaches, being part of the »Traces« project in which, over a period of time, the OSI and Maestro Poschner offered a rereading of the symphonic as well as other works by Tchaikovsky. Their objective was to present these pieces in a new, more chamber-like manner (thus particularly suitable to the OSI’s own character), full of subtleties and details that are too often lost in the ›monumentalist‹ performances that are the legacy of the Russian-Soviet tradition.

Completing this »Manfred« double LP are an in-depth liner note by musicologist Ulrich Erich Linke as well as the customary artist biographies. The recording, overseen by sound engineer Michael Rast for the RSI (Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana), was made in December 2023 at the Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano.

REVIEWS

» NDR – Album der Woche

» Musica

» Gramophone

» Pizzicato

» Concerti

Foto: Louisa Gagliardi

Bruckner-Befragungen: Gespräche über die elf Sinfonien

Anton Bruckner ist auch im Jahr nach den international begangenen Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag noch immer »der große Unbekannte« (Hinrichsen) unter den Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das gilt sowohl für das durch Anekdoten und Klischees verzerrte Bild von seiner Persönlichkeit als auch für sein kompositorisches Schaffen.

Bruckner selbst maß seinen Sinfonien die größte Bedeutung bei. Als er 1891 das Ehrendoktorat der Universität Wien erhielt, verlangte er, dass die Urkunde ihn explizit »als Symphoniker« auswies, »weil darin stets mein Lebensberuf bestand«. Heute gelten seine Gattungsbeiträge unbestritten als Gipfelwerke des ›langen Jahrhunderts der Sinfonie‹.

Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz und ebenso profilierter wie gefeierter Bruckner-Interpret, und Jan David Schmitz, bis 2024 Programmchef des Brucknerhauses Linz und des Internationalen Brucknerfestes Linz, nähern sich den elf Sinfonien auf dem Wege eines unterhaltsamen, für Musikinteressierte gut verständlichen Dialoges zwischen Theorie und Praxis, werfen einen von Vorurteilen möglichst freien Blick auf den Komponisten und sein Werk und zeichnen damit nicht zuletzt ein neues Bruckner-Bild.

Markus Poschner, Jan David Schmitz
BRUCKNER-BEFRAGUNGEN
Gespräche über die elf Sinfonien

Der gefeierte Bruckner-Interpret Markus Poschner im Gespräch.
Wegleitungen und Entdeckungen zu den elf Sinfonien

Koproduktion Metzler/Bärenreiter
Verlag Bärenreiter

Tat­ort Mu­sik­ver­ein im letz­ten Ok­to­ber. Das ORF Ra­dio-Sym­pho­nie­or­ches­ter spielt Ale­xan­der Zem­lin­skys sym­pho­ni­sche Dich­tung »Die See­jung­frau«, spielt mit ei­ner fas­zi­nie­ren­den Viel­falt an Farb­schat­tie­run­gen, mit Ele­ganz, mit Klang­schön­heit – und al­les ge­tra­gen von ei­ner un­ge­mei­nen Trans­pa­renz. Am Pult: Mar­kus Posch­ner, bay­e­ri­scher Di­ri­gent mit Welt­ruf, ab der Sai­son 2026/27 Chef­di­ri­gent des Klang­kör­pers. Der­zeit Chef des Bruck­ner Or­ches­ters Linz so­wie des Sin­fo­nie­or­ches­ters Ba­sel, zählt er zu den pro­fi­lier­tes­ten Meis­tern sei­nes Fachs. Er ist Trä­ger von Aus­zeich­nun­gen wie »Di­ri­gent des Jah­res«, ver­fügt über ein statt­li­ches Ar­se­nal an Ein­spie­lun­gen, heimst lau­fend in­ter­na­tio­na­les Lob ein, als klu­ger Red­ner wird er hoch­ge­schätzt. Was ein Opern­haus mit ei­ner Stein­zeit­höh­le ver­bin­det und wie viel Frei­heit bei der »Fle­der­maus« nö­tig und mög­lich ist: das er­zähl­te er Oli­ver Láng.

Oliver Láng, Dezember 2025
Foto: Robert Josipović