
Der Dirigent beginnt mit der »Auferstehungs-Symphonie« einen großen Mahler-Zyklus beim Sinfonieorchester Basel.
Kai Luehrs-Kaiser, RONDO, 11. April 2026
Foto: Noë Flum


Německý dirigent Markus Poschner pravidelně hostuje u předních orchestrů a na významných scénách od Berlína a Vídně až po Tokio a patří k nejvytíženějším dirigentům současnosti. Je považován za experta na dílo Antona Brucknera a věnuje se také interpretaci oper 20. století, včetně děl Janáčka, Hindemitha a Schnittkeho. Intenzivní je i jeho práce na operách Richarda Wagnera, v těchto dnech ostatně připravuje nové nastudování Parsifala, které bude mít premiéru 26. března v pražské Státní opeře v režii Andrease Homokiho. V rozhovoru jsme si povídali nejen o Wagnerově poslední opeře, ale také o tom, co může mít společného opera a jazz.
Jan Sebastian Tomsa, KlasikaPlus, 23. März 2026
Foto: Robert Josipović

»Beim vierten Akademiekonzert brilliert das Bayerische Staatsorchester unter Markus Poschner mit Beethoven.«
»Und dann kommt Beethovens ›Eroica‹, man bereitet sich auf Langwieriges vor – und wird schier umgehauen von der Frische, mit der Poschner die Symphonie durchwirkt. Mit federnden Akzenten und fließendem Tempo räumt er mit dem Irrglauben auf, dass Klang-Transparenz mit Orchestergröße zu tun hätte. Denn die Band auf der Opernbühne ist stattlich, aber Poschner gestaltet mit vorbildlicher Klarheit. Der Trauermarsch marschiert in organischem Tempo auf die Höhepunkte zu, ehe das Scherzo Haydn’schen Witz demonstriert. Sprudelnde Musikalität schließlich im Finale, das unter Poschner spielerische Qualitäten bekommt. Mit sichtbarem Spaß treibt er das Orchester zu schmissigem Dröhnen in der Episode an, die einen ungarischen Verbunkos imitiert. Das lässt hoffen. Vor allem, dass der Münchner Poschner nach diesem Debüt an der Bayerischen Staatsoper öfters zum Musikmachen in seine Heimatstadt zurückkehrt.«
Paul Schäufele | Süddeutsche Zeitung

Mit Leonidas Kavakos und Markus Poschner zum Licht
»Kavakos gab Tschaikowski die nötige Disziplin, damit der Abend nicht im Überschwang badete, und Poschner wiederum gab Beethoven Energie, Spannung und großen Atem, damit die ›Eroica‹ nicht zum Denkmal erstarrte. Am Ende trafen sich beide an einem Punkt: Sie vertrauten dem Text. Nicht dem Effekt. So entstand ein Abend, der wie eine kleine Charakterstudie funktionierte: zwei Komponisten, zwei Werke, zwei Bühnenpersönlichkeiten. Und am Ende war da ein Konzert, das nicht das Rad neu erfand, aber zeigte, wie gut es funktionierte.«
Larissa Schütz | BR-Klassik
Foto: Geoffroy Schied

»Markus Poschner leitete das Sinfonieorchester Basel mit Eleganz und großen Gesten. Er vermag Leistungen aus dem gewaltigen Klangkörper herauszulocken, die man schlicht großartig nennen darf. Unter ihm wird bis ins kleinste Detail gearbeitet und mit hervorragenden solistischen Einsätzen ein Klang erreicht, welcher trotz voller Orchesterbesetzung nie die Akustik des Raumes sprengt.«
Marco Stücklin | Das Opernmagazin

»Eine so in sich geeinte Klangkultur, wie vom Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Markus Poschner in Richard Strauss’ ›Also sprach Zarathustra‹ dargeboten, hat man hier lange nicht gehört.«
Kathrin Signer | bz Basel
Foto: Bettina Matthiessen

»Dirigeant sans partition, Markus Poschner s’investit dans cet ultime opus symphonique du compositeur avec une ferveur qu’accompagne une gestique particulièrement expressive. Sa direction passionnée obtient de l’orchestre un déploiement sonore plein de relief. Une opulence lyrique généreuse caractérise l’élan rythmique de l’Allegro non troppo initial. La gamme des nuances dynamiques n’a pas de limite. L’apparente sérénité de l’Andante moderato, avec ses pizzicati mesurés, s’accompagne d’une ardeur sous-jacente. La vivacité du tempo et les contrastes du court Scherzo (Allegro giocoso) débouchent sur l’architecture particulièrement élaborée de l’Allegro energico e passionato. Le chef construit ce mouvement final avec une sorte de boulimie irrésistible. Ce recours de Brahms à la technique « baroque » de la variation sur un thème récurrent, atteint ci un paroxysme éblouissant. L’apothéose finale recueille encore une ovation générale!«
Serge Chauzy | Classic Toulouse
»Après l’entracte, place au monument : la Symphonie n°4 en mi mineur, Op. 98 de Johannes Brahms. Ici, l’expertise de Markus Poschner s’est pleinement exprimée. Récompensé par un International Classical Music Award (ICMA) en 2018 pour son intégrale des symphonies de Brahms, le chef allemand a proposé une lecture à la fois puissante, architecturée et profondément intériorisée. Dès le premier mouvement, il a installé une tension tragique et une cohérence de discours implacable. L’Andante moderato a déployé une gravité sereine, mettant en valeur la sonorité chaleureuse et le legato exceptionnel des cordes de l’ONCT. Le Scherzo, d’une énergie presque bestiale, a fait ressortir toute la vitalité rythmique de l’orchestre. Mais le sommet fut sans conteste le finale magistral, passacaille inspirée de Bach. Markus Poschner en a construit l’arc dramatique avec une intelligence remarquable, accumulant les variations vers une coda d’une puissance cathartique et d’une noirceur résignée qui a laissé le public suspendu dans un silence ému avant que n’éclate un tonnerre d’applaudissements. Ce Brahms a montré un orchestre au sommet de sa forme, réactif, précis et doté d’une palette de couleurs riche, répondant avec une flexibilité totale aux demandes expressives du chef.«
Emmanuel Andrieu | classiquenews
»… dans cette partition pour cordes et percussions, très tirée vers le haut du spectre, on sent d’emblée l’intention particulière du chef d’orchestre Markus Poschner, celle de faire couler un souffle chaud et vif dans nos oreilles.«
»La véritable leçon de la soirée vient après l’entracte, avec la Quatrième Symphonie de Brahms. On prend d’abord le temps d’admirer la gestuelle de Markus Poschner. Larges et libres, ses bras alternent entre découpage précis et grande fresque. On pourrait croire qu’il a deux bras gauches ; mais de temps en temps, une rythmique courte et lisible s’installe au bout de la baguette, une petite impulsion qui change tout, produit un effet immédiat.«
Thibault d’Hauthuille | Bachtrack
Foto: Romain Alcaraz


»Markus Poschner am Dirigentenpult und Michael Niavarani als Frosch prägten die vergnügliche, in TV wie Radio übertragene Aufführung des Jahreswechsel-Dauerbrenners von Johann Strauß – mit Steigerung von Akt zu Akt. «
Markus Poschner hat Zeit für Prägnanz und Schönheit
»Die zweite prägende Gestalt ist Markus Poschner. Er begnügte sich bei seinem überfälligen Staatsoperndebüt natürlich nicht mit der Rolle eines Verkehrspolizisten, der bloß für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgt. Und auch ein allgemein rasanter Champagnerlaunen-Furor ist seine Sache nicht. Nein, Poschner lässt sich im Interesse von Deutlichkeit, Melancholie und Schönheit oft eine Spur mehr Zeit, als das Publikum – und anfangs, dort und da, auch das Ensemble auf der Bühne – erwarten würde.
Dafür zeigt er mit dem alerten Staatsopernorchester nicht bloß, mit wie vielen markanten Details die Partitur gespickt ist, sondern er kostet auch hier die Noblesse der Oboe aus, dort einen älplerischen Überschlag des Horns oder ein knackiges Trompetensolo. Ins Sentimentale gleitet Poschner dabei freilich nie ab, auch nicht im liebevoll zelebrierten, berührenden ›Brüderlein und Schwesterlein‹-Ensemble, wo sich das Dreivierteltakt-›Duidu‹ übers Erotisch-Direkte hinaus geradezu in einen Menschheitshymnus verwandelt.
Poschner weiß bei alledem nicht nur, welche Tuttistärke, sondern auch welche Intensität von Streicherschmelz und -geschmeidigkeit den Stimmen noch zuträglich ist – oder diese schon in Bedrängnis bringt. Denn Rücksicht auf die Bühne ist zu nehmen, wo Abendspielleiterin Katharina Strommer mit altgedienten wie neuen Protagonisten die 191. Aufführung der Otto-Schenk-Inszenierung mit einigen Dialogerweiterungen und kleinen Straffungen auf komödiantische Linie gebracht hat.«
Walter Weidringer | Die Presse

»An diesem Abend kam es endlich dazu, worauf das Strauss-Jahr vergeblich warten ließ: man demonstrierte die Faszination Strauss.
Wie Markus Poschner, der am Pult in diesem Graben debütierte, diese Musik zum Klingen bringt, ist phänomenal. Elektrisierend hält der künftige Chef des RSO durchgehend die Spannung. Die anderen Debütanten komplettieren diese Hommage.«
Susanne Zobl | Kurier
Staatsoper: Nun flattert die »Fledermaus« frei
»Johann Strauß‘ Dauerbrenner, Klappe die Zweite: Verve und Lockerheit aus dem Graben, ein neues Paar auf der Bühne.
Apropos: Schon am zweiten Abend blüht diese mit enormer Liebe zum Detail vorbereitete »Fledermaus« unter Markus Poschner nun auch dort auf, wo’s am Abend zuvor, vielleicht mitbedingt durch Kameras und Mikrofone, noch eine Spur steif geklungen haben mag. Brillanz und Geschmeidigkeit, knisternde Pianissimo-Spannung, Verve und das genießerische Hineinlegen in die melodischen Kurven: famos.«
Walter Weidringer | Die Presse
Fotos: Wiener Staatsoper

Tatort Musikverein im letzten Oktober. Das ORF Radio-Symphonieorchester spielt Alexander Zemlinskys symphonische Dichtung »Die Seejungfrau«, spielt mit einer faszinierenden Vielfalt an Farbschattierungen, mit Eleganz, mit Klangschönheit – und alles getragen von einer ungemeinen Transparenz. Am Pult: Markus Poschner, bayerischer Dirigent mit Weltruf, ab der Saison 2026/27 Chefdirigent des Klangkörpers. Derzeit Chef des Bruckner Orchesters Linz sowie des Sinfonieorchesters Basel, zählt er zu den profiliertesten Meistern seines Fachs. Er ist Träger von Auszeichnungen wie »Dirigent des Jahres«, verfügt über ein stattliches Arsenal an Einspielungen, heimst laufend internationales Lob ein, als kluger Redner wird er hochgeschätzt. Was ein Opernhaus mit einer Steinzeithöhle verbindet und wie viel Freiheit bei der »Fledermaus« nötig und möglich ist: das erzählte er Oliver Láng.
Oliver Láng, Dezember 2025
Foto: Robert Josipović

»Dieses Orchester kann alles spielen. Markus Poschner und das RSO.«
»Sein Amt als Chefdirigent des ORF Radio-Symphonieorchesters (RSO) tritt Markus Poschner erst 2026 an. Am Pult dieses Klangkörpers ist er dennoch schon jetzt zu erleben, wie beim zweiten Konzert des Abo-Zyklus im Konzerthaus. Das ist gut so. Denn dieser Dirigent versteht es, die Qualitäten dieses Orchesters zu demonstrieren.«
»…ließ einmal mehr hören, dass dieses Orchester alles spielen kann. Viel Applaus.«
Susanne Zobl | Kurier
RSO unter Poschner im Konzerthaus: Die Harmoniker schlagen zurück
»Beide Werke werden dem Auftrag des RSO aufs Beste gerecht und sind Teil eines erfreulichen Trends beim Orchester, die ohrenfreundliche Moderne nicht zugunsten von Elfenbeinturm-Avantgarde zu vernachlässigen. Dafür ist Poschner genau der Richtige, gibt es doch so viel schöne Musik zu ent- und wiederentdecken, die von den anderen Orchestern kaum bis nie bedient wird.«
»Wie sich der frühe Strauss aus Stille und Ruhe zu herrlich Strauss’schem Krach aufschwingt, um schließlich bei nostalgischer Süße zu landen, war hinreißend ausgestaltet und vom Orchester, sowohl was das Kollektiv als auch die Einzelleistungen betraf, bewundernswert umgesetzt.«
Jens F. Laurson | Die Presse
Foto: Reinhard Winkler

Wagner und Strauss, Moussa und Tüür: Das ORF Radio-Symphonieorchester Wien spielt unter Markus Poschner farbenprächtige Werke. Im Interview verrät der künftige RSO-Chefdirigent, was diese miteinander zu tun haben. Dabei spricht er auch über die neue gesellschaftspolitische Verantwortung von Künstler:innen.
Walter Weidringer, Konzerthaus Nachrichten, November 2025
Foto: Robert Josipović