Anton Bruckner Festkonzert

ANTON BRUCKNER Te Deum
ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 9 d-moll WAB 109

Camilla Nylund Sopran
Christa Mayer Mezzosopran
Piotr Beczała Tenor
Michael Volle Bariton
Hard-Chor Linz, Einstudierung: Alexander Koller
Linzer Jeunesse Chor, Einstudierung: Wolfgang Mayrhofer
Bruckner Orchester Linz
Markus Poschner
Dirigent

Aufgezeichnet am 4. September 2024 in der Stiftsbasilika St. Florian
Ausgestrahlt am 4. Oktober 2026, ORF III – online verfügbar bis 3. November 2026

Foto: Reinhard Winkler

RSO, Markus Poschner

HANNAH KENDALL O flower of fire (EA)
MAURICE RAVEL Konzert für Klavier und Orchester G-Dur
IGOR STRAWINSKI Le sacre du printemps. Bilder aus dem heidnischen Russland

Giorgi Gigashvili Klavier
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Markus Poschner Dirigent

Aufgenommen am 1. Oktober 2026 im Wiener Konzerthaus

Foto: Ingo Pertramer

Markus Poschner

RSO-Chefdirigent Markus Poschner widmet sich Fragen rund um »Wie bringt man (Orchester)Musik dem Publikum näher?«

Wie klingt Sehnsucht? Was erzählt Musik über Mut, Verlust oder Hoffnung? Markus Poschner, Chefdirigent des RSO Wien, öffnet in diesem Kurzformat neue Zugänge zur Musik. Ausgehend von Fragen, die uns im Alltag beschäftigen und emotional bewegen, verbindet er ausgewählte Werke mit ihren Geschichten und ihrer Wirkung. Kein klassischer Konzertführer, sondern eine Einladung zum Hinhören, Mitfühlen und Entdecken: persönlich, überraschend und ganz nah am Leben.

Markus Poschner

kulturMONTAG ORF II | 28. September, 22.30 Uhr

Zukunftsmusik – Markus Poschner übernimmt das ORF RSO Wien

Mit September 2026 beginnt für das ORF Radio-Symphonieorchester Wien ein neues Kapitel: Markus Poschner übernimmt die Position des Chefdirigenten und setzt gemeinsam mit den Musikern und Musikerinnen den Weg zu einem modernen Medienorchester fort.

Im Mittelpunkt steht dabei ein zukunftsorientiertes Verständnis der eigenen Aufgabe: live im Konzertsaal, im Radio, im Fernsehen, im Streaming und online – überall dort, wo Menschen Musik erleben. »Wir spielen heute für eine Welt von morgen« – dieses Motto durchzieht auch die neue Saison des ORF RSO Wien.

Das Orchester befindet sich seit einigen Jahren in einer bewussten Weiterentwicklung: Aus dem klassischen Radio-Symphonieorchester wird zunehmend ein Medienensemble, das seine künstlerische Arbeit über alle Ausspielkanäle des ORF sichtbar und hörbar macht. Dabei bleibt die höchste künstlerische Qualität das Fundament bei jeglicher eingespielten, in Auftrag gegebenen oder live aufgeführten Musik.

Das Orchester, das 1969 gegründet wurde zählt zu den international anerkannten Klangkörpern Europas. Markus Poschner kennt das ORF RSO Wien seit mehr als zehn Jahren und schätzt dessen Stärken. Ob klassisch-romantisches Repertoire, Werke der Moderne, zeitgenössische Musik – regelmäßig ist das ORF RSO Wien in großen Konzertsälen und bei internationalen Festivals präsent, gastiert weltweit und hat sich auch als Opern- und Filmorchester etabliert.

Der 55-jährige, charismatische Dirigent aus München ist ein leidenschaftlicher Musikvermittler, der für seine Offenheit und Neugier bekannt ist und sich auch vor musikalischen Grenzüberschreitungen nicht scheut. »Ich habe das RSO von Anfang an als ein unglaublich intensives Orchester erlebt: neugierig, risikofreudig und klanglich höchst flexibel«, sagt Poschner. «Gerade das RSO hat wie kein zweites Orchester die Freiheit, Tradition nicht nur zu besitzen, sondern weiterzudenken.«

Welche neuen Wege er einschlagen will und wie er die Zukunft des Orchesters in finanziell angespannten Zeiten sieht diskutiert Clarissa Stadler mit Markus Poschner live im kulturMONTAG-Studio.

TV-Beitrag: Barbara Pichler-Hausegger

Foto: Hans Leitner

GUSTAV MAHLER Resurrection

Mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 nahm im September 2025 der Basler Mahler-Zyklus unter der Leitung von Chefdirigent Markus Poschner seinen Anfang. Die vorliegende Einspielung hält diesen Moment als erstes künstlerisches Dokument eines auf fünf Jahre angelegten Projekts fest, in dessen Rahmen das Sinfonieorchester Basel bis 2030 sämtliche Mahler-Sinfonien zur Aufführung bringt.

Die Aufnahme entstand live im Musiksaal des Stadtcasinos Basel und dokumentiert zugleich Poschners Einstand als Chefdirigent. Mahlers Zweite verbindet existenzielle Tiefe mit visionärer Klangkraft und entfaltet eine auf Wandlung, Aufbruch und Auferstehung ausgerichtete musikalische Dramaturgie.

Im Zentrum der Interpretation steht ein transparenter, klar strukturierter Mahler-Klang. Die vielschichtige Partitur wird differenziert ausgehört, Linien treten deutlich hervor und dynamische Abstufungen sowie die klangliche Balance schaffen neue Hörperspektiven auf ein zentrales Werk des sinfonischen Repertoires.

Für die vokalen Partien konnten mit Nikola Hillebrand (Sopran) und Wiebke Lehmkuhl (Alt) zwei herausragende Interpretinnen gewonnen werden. Gemeinsam mit dem MDR-Rundfunkchor Leipzig gestalten sie den Finalsatz, der zu den eindrucksvollsten Momenten der Musikgeschichte zählt.

Die CD erschien am 8. April 2026 beim Label Prospero Classical und ist als CD sowie auf allen gängigen Streamingdiensten verfügbar.

Diese Einspielung markiert den Beginn eines gross angelegten Mahler-Zyklus in Basel und gibt zugleich einen ersten Einblick in die künstlerische Handschrift von Markus Poschner und dem Sinfonieorchester Basel.

GUSTAV MAHLER Resurrection

GUSTAV MAHLER Sinfonie Nr. 2, »Auferstehungssinfonie«

REVIEWS

» Pizzicato | »Supersonic pizzicato«

» Gramophone

» La Liberté

» Klassik Heute

Now available online and vinyl, with artwork by Louisa Gagliardi

In a remarkable union of art and music, the OSI’s latest recording – of Tchaikovsky’s »Manfred«, conducted by Markus Poschner – is live on the major digital platforms, as well as in a limited double-LP collectors’ edition with cover artwork by celebrated Swiss artist Louisa Gagliardi, available from 30 January on www.osi.swiss.

After their comprehensive rereadings of symphonic works by Pyotr Ilyich Tchaikovsky, the Orchestra della Svizzera italiana launches 2026 with a superb new recording dedicated to the famous Russian composer and conducted by Maestro Markus Poschner. The work in question is the »Manfred« Symphony in B minor, Op. 58, issued as a double LP in only 300 numbered copies by the Claves Records label. The recording is also available through digital distribution channels on the main online platforms.

LP - TCHAIKOVSKY

The vinyl release is adorned by a cover image from Swiss artist Louisa Gagliardi, star of the hugely popular exhibition »Many Moons« at the Museum of Art of Italian Switzerland (MASI) in Lugano in 2025. In this special collaboration with the OSI, Louisa Gagliardi was inspired by the haunting story of the Romantic hero Manfred – protagonist both of the Symphony as well as of the poem of the same name by Lord Byron – a character full of contradictions, whose dramatic existential journey sees him wandering through an Alpine landscape, plagued by never-ending inner torments.

The »Manfred« Symphony, recorded in Lugano just over two years ago, again in coproduction with RSI (Radiotelevisione svizzera di lingua italiana), follows the CD release of the Fifth and Sixth Symphonies by Tchaikovsky in 2023, with which it shares the same innovative approaches, being part of the »Traces« project in which, over a period of time, the OSI and Maestro Poschner offered a rereading of the symphonic as well as other works by Tchaikovsky. Their objective was to present these pieces in a new, more chamber-like manner (thus particularly suitable to the OSI’s own character), full of subtleties and details that are too often lost in the ›monumentalist‹ performances that are the legacy of the Russian-Soviet tradition.

Completing this »Manfred« double LP are an in-depth liner note by musicologist Ulrich Erich Linke as well as the customary artist biographies. The recording, overseen by sound engineer Michael Rast for the RSI (Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana), was made in December 2023 at the Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano.

REVIEWS

» NDR – Album der Woche

» Musica

» Gramophone

» Pizzicato

» Concerti

Foto: Louisa Gagliardi

Bruckner-Befragungen: Gespräche über die elf Sinfonien

Anton Bruckner ist auch im Jahr nach den international begangenen Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag noch immer »der große Unbekannte« (Hinrichsen) unter den Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das gilt sowohl für das durch Anekdoten und Klischees verzerrte Bild von seiner Persönlichkeit als auch für sein kompositorisches Schaffen.

Bruckner selbst maß seinen Sinfonien die größte Bedeutung bei. Als er 1891 das Ehrendoktorat der Universität Wien erhielt, verlangte er, dass die Urkunde ihn explizit »als Symphoniker« auswies, »weil darin stets mein Lebensberuf bestand«. Heute gelten seine Gattungsbeiträge unbestritten als Gipfelwerke des ›langen Jahrhunderts der Sinfonie‹.

Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz und ebenso profilierter wie gefeierter Bruckner-Interpret, und Jan David Schmitz, bis 2024 Programmchef des Brucknerhauses Linz und des Internationalen Brucknerfestes Linz, nähern sich den elf Sinfonien auf dem Wege eines unterhaltsamen, für Musikinteressierte gut verständlichen Dialoges zwischen Theorie und Praxis, werfen einen von Vorurteilen möglichst freien Blick auf den Komponisten und sein Werk und zeichnen damit nicht zuletzt ein neues Bruckner-Bild.

Markus Poschner, Jan David Schmitz
BRUCKNER-BEFRAGUNGEN
Gespräche über die elf Sinfonien

Der gefeierte Bruckner-Interpret Markus Poschner im Gespräch.
Wegleitungen und Entdeckungen zu den elf Sinfonien

Koproduktion Metzler/Bärenreiter
Verlag Bärenreiter