Markus Poschner

Von Markus Poschner.

Nach so vielen Jahren der intensivsten Auseinandersetzung und Begegnung mit Anton Bruckner, nach unzähligen Aufführungen und Aufnahmen seiner Werke muss ich gestehen: Er bleibt für mich dennoch ein unlösbares Rätsel.

Da ist so viel Beunruhigendes, Irritierendes und Widersprüchliches, Bruckner ist nichts Geschlossenes, er bleibt unbekannt und entzieht sich neugierigen Annäherungsversuchen. Man möchte fast denken, da waren Medienprofis am Werk, um ihn vor den Blicken einer aufdringlichen Öffentlichkeit zu schützen, durch geschickte Verschleierung und gezielte Anekdoten. In Wahrheit leistete er sich einfach nur, unangepasst zu sein. Und doch aber braucht es jedes Mal nur einen winzigen Augenblick, um sich in seiner Musik vollständig zu verlieren, um in andere geheimnisvolle Welten weggetragen zu werden. Kaum ein Komponist ließ sich jemals über seine Musik so tief in die Seele blicken, alles erscheint plötzlich unfassbar vertraut, tief und verständlich.

Wie ist das möglich? Wie ist es überhaupt zu verstehen, dass der gebürtige Ansfeldner und spätere Hilfslehrer aus Windhaag Weltmusik schrieb, die uns noch heute, 200 Jahre nach seiner Geburt, auf der ganzen Welt und über alle Kulturgrenzen hinweg in ihren Bann zieht? Er begann weder als Wunderkind noch als Genie, war bereits weit über 30 Jahre alt, als er sich ernsthaft mit Komponieren beschäftigte, und über 40 Jahre alt, als er endlich seine erste Sinfonie öffentlich präsentierte. Er lebte also weit mehr als ein halbes Leben lang ein vollkommen unscheinbares, kleinbürgerliches Leben in der oberösterreichischen Provinz als Kirchenmusiker und Schulgehilfe, ganz bei sich, abgekapselt, unbeobachtet und geschützt vor dem Licht der Öffentlichkeit.

Und vermutlich nimmt genau da das Rätsel um das späte Genie Bruckner seinen Anfang. Sinfoniker zu sein, muss für ihn so etwas wie eine göttliche Bestimmung gewesen sein, wobei Zeit dabei absolut keine Rolle spielte. Viel wichtiger waren Kompetenz und Meisterschaft, das Lernen des Handwerks und das Verstehen der Tradition. Mit der grandiosen Bibliothek des prächtigen Stifts St. Florian stand ihm ohnehin auch der größtmögliche Wissensschatz der damaligen Zeit uneingeschränkt zur Verfügung, quasi eine riesige historische Google-Maschine. Und seine Vision, ja noch mehr seine Mission war von gigantischem Ausmaß: Er suchte sein Leben lang nach nichts weniger als dem perfekten Kunstwerk mit den perfekten Proportionen. Jede weitere neue Sinfonie sollte eine noch bessere Annäherung sein an das unerreichbare Idealbild, mit noch gigantischerer Auflösung und Verfeinerung. Und tatsächlich brachte Bruckner schier alle musikalischen Parameter des 19. Jahrhunderts an die Grenze, besonders aber die Zeit. Er fand seinen Archetypus in der Sinfonie und über diese zur Idee der Monumentalität, der Entladung, der Durchbrüche und der Expansion.

Stellvertretend für die extremen Gegensätze und scharfen Kontraste in seinen Werken stehen wohl exemplarisch der Choral und die Polka – sozusagen musikalische Synonyme für Kirche und Wirtshaus und damit wiederum nichts anderes als ein Abbild seines gesamten für ihn denkbaren Weltkreises. Wenn, wie in seiner dritten Sinfonie, die Themen aus Tristan und Isolde direkt mit einer frechen böhmischen Polka verbunden werden, ist Bruckner ganz bei sich: unerreichbar, phänomenal, avantgardistisch. Bruckner denkt in anderen Kategorien – damit ist er ein Solitär und tatsächlich mit keinem anderen Komponisten seiner Zeit vergleichbar.

Nicht mehr das Drama, sondern der Ritus steht im Zentrum seines Denkens und Fühlens, seine Musik ist post-dramatisch. Selbst seine eigenen knappen Versuche, einem ratlosen und vollkommen überforderten Publikum seine Sinfonien über naive programmatische Hilfestellungen näherzubringen, vermögen nicht, das Gesagte auch nur annähernd einzufangen oder abzubilden. Ganz im Gegenteil: Die Hilflosigkeit und Belustigung seines Publikums vergrößerte sich nur um ein Zigfaches. Das Erlebbare in seiner Musik entbehrt völlig – wie bei jeder großen Kunst – der Beschreibung und entzieht sich jeglichen Programms, ähnlich einem Gipfelerlebnis nach langem Aufstieg.

Nach wie vor allerdings und ironischerweise wie schon zu seinen Lebzeiten sehen wir uns auch heute immer wieder konfrontiert mit einem trügerischen Bild von Bruckner: Der vermeintliche Musikant Gottes wird durch pathetische Interpretationswucht in allzu abgeschliffenen Aufführungen im permanenten Überwältigungsmodus auf dem Altar der Geschmacklosigkeiten bei dichtem Weihrauchdunst geopfert.

Mehr Missverständnis ist eigentlich kaum möglich, dies aber scheint sozusagen mitkomponiert. Aber wie sollte es auch anders sein bei einem Komponisten, dessen eigentliches Thema das Disparate ist? Sein Konzept war nicht mehr steigerungsfähig, seine letzte Sinfonie blieb unvollendet – mehr Symbolik ist auch hier kaum möglich. Und uns bleibt nur, staunend davor zu stehen und uns zu verneigen – wie schon seinerzeit seine Magnifizenz, der Rektor der Wiener Universität, bei seiner Laudatio im Jahre 1891 – vor dem Schulgehilfen aus Windhaag.

Erschienen in Foyer5 September/Oktober 2023
Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 2 c-moll


RADIO-SYMPHONIEORCHESTER WIEN | Markus Poschner

Bruckner’s Second Symphony is a rare enough encounter in its 1877 version, but it’s virtually unperformed in the 1872 original version. This is not owing to some deficiency of the earlier ideas compared to the later alterations. It’s mainly habit and convenience because to get new parts and re-learn something ostensibly known, that differs in a great many details, means an extra expense of effort and resources. That’s a shame, really, because it is decidedly worth discovering the original, not-yet-ironed-out rawness of Bruckner’s early masterpiece, which was something unheard of at the time – but needn’t remain unheard now.

ANTON BRUCKNER Symphony #2

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #2 | C8093 – erschienen 02/2024

REVIEWS

Bruckners Zweite Symphonie in der früheren Fassung

»Das Finale, feierlich, etwas bewegt, rundet dann diese Aufnahme ab. Auch in diesem Satz bieten sich nochmals fast kammermusikalische Augenblicke, vor allem aber nach vorne drängende groß besetzte Passagen, die eindrucksvoll gespielt werden.«

»…Poschner and the orchestra allow the music to unfold without overdoing it romantically.«

Uwe Krusch | Pizzicato | 02.02.2024

»… it’s fair to say that this one is a revelation… superbly alert playing from the ORF orchestra, Poschner sweeps away even more cobwebs from this neglected gem… If you’ve never heard the 1872 version of the Second before, do try to hear this disc: it deserves a place in every serious Bruckner collection!«

Europadisc Review | 02.2024

»Poschner leads the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra in breathing new life into this lesser-explored rendition of Bruckner’s masterpiece. This album offers listeners a chance to discover the original rawness of Bruckner’s early symphonic creation.«

The Northern Echo | 02.2024

Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 2 (Version 1872)

»[…] Weshalb der Aufbruchscharakter Bruckners besser getroffen wird als in den meisten anderen Zyklen.«

Kai Luehrs-Kaiser | RONDO Das Klassik- & Jazz-Magazin | 09.03.2024

Bruckner: Symphony 2 (Capriccio)

»The trumpet soloist is a star. The finale is of a piece with Poschner’s approach: driven, exhilarating, yet suitably relaxed in the slower, more songful sections… the sound throughout the cycle has been exemplary. This is a worthy addition to the series.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 17.03.2024

»… Poschner conducts a fast-paced performance in all four movements. …with excellent sound, this new version is a recommendable option if you want to hear the symphony in its 1872 form.«

Christian Hoskins | Gramophone | 04.2024

Two Accounts of Anton Bruckner’s Second Symphony

»… Poschner makes a really good case for the 1872 version with the Vienna RSO and an even better one for the 1877 version with the Linz orchestra, keeping things moving along, receiving excellent sound in both performances.«

Richard S. Ginell | San Francisco Classical Voice | 07.05.2024

More Bruckner: Symphony No. 2 in the rare 1872 version

»Poschner is compelling, though, because he does build the climaxes well, he does hear on the larger scale. He has the best of both worlds: he can relax into the second subject group, he can find folkish echoes and revel in them.«

»… a most persuasive account by Markus Poschner and the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra…«

»This is music that benefits from fervent advocacy and accurate performance, and both are here in spades.«

Colin Clarke | Classical Explorer | 17.05.2024

»This orchestra sounds very beautiful, playing and sound. I ended up… thinking this is one of the very best recordings of the symphony… «

Donald R. Vroon | American Record Guide | 07.2024

»… Poschner and the Vienna Radio Symphony Orchestra make a strong case for the earlier version’s strengths.

… Poschner adopts a fleet approach to tempos. …the brisk and robust approach benefits a score that has its share of length and repetition, even by Brucknerian standards. I’m also gratified by the Vienna RSO’s crisp and richly voiced articulation.«

Ken Meltzer | Fanfare | 11.2024

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

»What nonsense«, grumbled Otto Dessoff after a read-through (to determine its repertoire-worthiness for the Vienna Philharmonic) of Bruckner’s Second Symphony. This doomed the work to a life of revision. The first version was written in 1871 when the Second was still the Third Symphony because the Zeroëth, then still the Second, hadn’t been annulled yet. Despite Bruckner managing a well-enough regarded premiere of this version, he set about to rework it during his period of revision in 1877 where he and his eager helpers set about to radically trim any perceived fat. The result, which we know as the second version, changed most in the Finale, where a full 193 bars were pruned. This version follows Bruckner’s cuts unflinchingly which cannot, however, alter the Symphony’s expansive proto-Brucknerian structure first heard here. And then that marvelous Adagio in this lyrical sister of the First Symphony!

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #2 | C8089 – erschienen 09/2023

REVIEWS

Poschner mit Bruckners Zweiter

»Auch in Bruckners Zweiter, hier in der zweiten Fassung von 1877, wartet Markus Poschner mit einer rhetorisch formulierten, schlanken und transparent-feingliedrigen Interpretation auf.
Er betont die dynamische Kraft dieser Symphonie, lässt ihr aber gleichzeitig die Spannung des Mysteriums, das eigentlich alle Bruckner-Symphonien prägt.
Er überakzentuiert nichts und bleibt auch, was Kontraste angeht, sehr zurückhaltend, was sich zugunsten der melodischen Bögen auswirkt, die  erstaunlich schlank klingen. Das rhythmische Muster bestimmt den Ablauf, nicht die dramatische Geste, obwohl es dem der letzten Satz durchaus nicht an Kraft fehlt.
Das Orchester spielt wie gewohnt auf hohem Niveau und die Aufnahme ist gut ausbalanciert und durchhörbar.«

»Also in Bruckner’s Second, here in the second version of 1877, Markus Poschner comes up with a rhetorically formulated, slender and transparent/sophisticated interpretation.
As usual, the orchestra plays at a high level and the recording is well balanced and transparent.«

Remy Franck | Pizzicato | 04.09.2023

La symphonie n°2 de Bruckner par Markus Poschner à Linz

»Markus Poschner cerne parfaitement le ton de cette œuvre qui respire encore une fraîcheur primesautière avec un esprit allant. Sa direction allège les textures et met en avant une transparence de l’écriture dont le chef rend la radicalité avec quelquefois des réminiscences schubertiennes. Les premier et dernier mouvements sont parfaits avec une saine énergie faite d’aller de l’avant avec une progression conquérante. Le mouvement lent se déploie avec ce qu’il faut d’esprit et teintes poétique alors que le bref scherzo se montre vigoureusement dansant. 

Markus Poschner nous offre donc une splendide lecture sur le fond et la forme qui montre la modernité de l’écriture du grand compositeur. Le Bruckner Orchester Linz se présente sous son meilleur jour autant dans son collectif que dans ses individualités. Ce volume est assurément l’un des plus gratifiants de cette intégrale en cours.«

Pierre Jean Tribot | Crescendo Magazine | 05.09.2023

Top!

»Ontdek de symfonie hier in een herziene uitgave van de versie uit 1877, in een nieuwe editie van de Amerikaanse Bruckner specialist, Paul Hawkshaw (1950) en in een uitvoering, gekenmerkt door frisheid en levendigheid, een bijwijlen heel passende, jeugdige, Schubertiaanse transparantie, energiek en poëtisch, zowel krachtig als dansant. Niet te missen!«

Michel Dutrieue | Stretto | 15.09.2023

Bruckner: Symphony No.2 (Capriccio)

»There is no doubt that Poschner sets off at a tremendous pace which is very engaging; his strings have no trouble articulating cleanly and the depth of the recorded sound adds to the sense of occasion.

This is a performance which… achieves a wholly convincing balance between tension and lyricism and must be accounted one of the most successful so far in Poschner’s progress through the various versions of Bruckner’s symphonies.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 03.10.2023

»The performance of the Scherzo communicates vigour and energy, and the Trio is affectionately characterised. The finale, too, conveys a persuasive sense of structure and forward momentum.«

Christian Hoskins | Gramophone | 01.2024

Two Accounts of Anton Bruckner’s Second Symphony

»… Poschner makes a really good case for the 1872 version with the Vienna RSO and an even better one for the 1877 version with the Linz orchestra, keeping things moving along, receiving excellent sound in both performances.«

Richard S. Ginell | San Francisco Classical Voice | 07.05.2024

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Von Sylvia Roth

30 Minuten Bedenkzeit – mehr brauchte Markus Poschner nicht, bevor er im vergangenen Jahr kurzfristig ein Einspringen für die Bayreuther Eröffnungspremiere zusagte. Presse und Publikum feierten sein Dirigat von »Tristan und Isolde« so stürmisch, dass er auch dieses Jahr wieder am Pult des Grünen Hügels stehen wird.

Mutig wie seine Entscheidungen sind auch Poschners künstlerische Zugriffe – Schubladen sind dem Schüler von Sir Colin Davis und Sir Roger Norrington fremd: So bewegt er sich nicht nur souverän zwischen Oper und Sinfonischem, sondern ist auch ein begeisterter Jazz-Pianist.

SWR2, Sonntag, 27. August 2023, 15.05 Uhr

Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

Zu Gast: Der Dirigent Markus Poschner
Moderation: Uta Sailer

Wagner, Jazz und Bruckner-Sinfonien. Das ist der Dreiklang des Dirigenten Markus Poschner. Groß geworden in einer Münchner Musikerfamilie war er schon als Kind von Musik umgeben, auch vom Dirigieren, denn sein Vater war ebenfalls Dirigent. So hatte es etwas ganz Natürliches, dass er selbst später zum Taktstock gegriffen hat. Erst als Leiter des Georgischen Kammerorchesters, dann als Chef der Bremer Philharmoniker. Spätestens jetzt wurde die Musikwelt auf ihn aufmerksam – für sein hervorragendes Dirigat und auch für seine kreative Vermittlungsarbeit. Markus Poscher brennt für die Musik und geht mitunter auch unkonventionelle Wege, die Funken sprühen zu lassen. Das tut er seit 2017 als Chef des Bruckner-Orchesters Linz, mit dem er alle Sinfonien in allen Fassungen eingespielt hat – zum zweihundertsten Bruckner-Jubiläum nächstes Jahr. In Bayreuth ist Markus Poschner auch höchst willkommen. Im Sommer 2022 – als Markus Poschner gerade knietief im Meerwassser auf Kreta stand – kam der Anruf, ob er nicht für den »Tristan« bei den Bayreuther Festspielen einspringen möchte. Markus Poscher sagte »JA!« und das hatte Folgen. Die Presse sprach von einem Sensationserfolg. Und so steht Markus Poschner auch dieses Jahr wieder in derselben Funktion am Pult im Bayreuther Orchestergraben. Für »Meine Musik« hat er seine Lieblingsmusik mitgebracht und er erzählt, wieso Anton Bruckner ein armer Hund war, was die Bayreuther Festspiele mit einem Ferienlager zu tun haben und weshalb es wichtig ist, sich manchmal ganz bewusst neben sich selbst zu stellen.

Radio BR-KLASSIK, Samstag, 29. Juli 2023, 11.05 Uhr

Foto: Werner Kerschbaummayr

Salzkammergut Open-Air

Salzkammergut Open-Air des Bruckner Orchester Linz

GIUSEPPE VERDI Sinfonia zur Oper »La forza del destino«
RICHARD WAGNER »O du mein holder Abendstern« aus »Tannhäuser«
RICHARD WAGNER »Walkürenritt« aus »Die Walküre«
RICHARD WAGNER »Gralserzählung« aus »Lohengrin«
ANTON BRUCKNER Scherzo aus der Sinfonie Nr. 2 c-moll
RICHARD WAGNER »Dich, Teure Halle« aus »Tannhäuser«
ERICH WOLFGANG KORNGOLD Scherzo aus der Sinfonie in Fis, op. 40
ERICH WOLFGANG KORNGOLD »Mein Sehnen« aus »Die tote Stadt«
RICHARD WAGNER »Winterstürme wichen dem Wonnemond« aus »Die Walküre«
JOHN WILLIAMS Main Theme aus »Star Wars – Suite for Orchestra«
FRANZ LEHÁR »Dein ist mein ganzes Herz« aus »Das Land des Lächelns« 
JOHN WILLIAMS »Imperial March« aus »Star Wars – Suite for Orchestra«
THE GREAT AMERICAN SONGBOOK »Summertime« (Arrangement: Johannes Berauer)

Erica Eloff Sopran | Adrian Eröd Bariton | Klaus Florian Vogt Tenor | Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner Dirigent

Samstag, 8. Juli 2023 &
Sonntag, 9. Juli 2023
Toscanapark Gmunden

Fotos von Max Mayrhofer

Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz

OÖ. Stiftskonzerte

ERKKI-SVEN TÜÜR »Epitaph« – Hommage à Anton Bruckner für Orchester [UA]
ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 7

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner Dirigent

Samstag, 10. Juni 2023
Basilika Stift St. Florian

Fotos von Reinhard Winkler

  • Markus Poschner
  • Bruckner Orchester Linz
  • Erkki Sven Tüür
  • Erkki-Sven Tüür, Markus Poscher, BOL
  • Markus Poschner
  • Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz
  • Bruckner Orchester Linz
»Geballte kompakte Energie versus vielfältiges triumphales Ausbrechen! […] Eine sensationelle Aufführung!«

Johannes Sonnberger, Kronen Zeitung

»Sternstunde bei den Stiftskonzerten«

ORF Oberösterreich heute

Ein klingender Gedenkstein auf Anton Bruckner
Stiftskonzert: Bruckners Geist aus Poschners Händen

-> Anton Bruckners »Achte« bei den OÖ. Stiftskonzerten 2024

Markus Poschner

Markus Poschner leitet die Wiener Symphoniker mit einem Programm von Beethoven bis Brahms und Bruckner. Daniel Ender sprach mit ihm über drei gegensätzliche und doch miteinander verbundene Komponisten, über Fragen, die ihm oft gestellt werden, und über ganz Grundsätzliches.

Welche Fähigkeit oder Begabung, welche Charaktereigenschaft darf in diesem Beruf auf keinen Fall fehlen?
Enthusiasmus! Totale Begeisterungsfähigkeit für eine Idee, ein Werk oder Projekt lässt mich andere Menschen mitreißen und überzeugen, mir auf diesem Weg zu folgen. Dirigieren ist eigentlich eine hauptsächlich kommunikative Disziplin, bei der der Austausch – verbal oder nonverbal – an erster Stelle steht. Dabei ist die Urquelle die eigene Besessenheit und die daraus resultierende Überzeugungskraft. Die eigene Liebe zur Musik kann jeder sofort spüren, das ist immer das Beste.

Seite 16–19, »Musikfreunde«
Magazin des Wiener Musikvereins
Ausgabe April 2023
Interview: Daniel Ender
Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz

Resonanz

FOTO: REINHARD WINKLER | LANDESTHEATER LINZ

»›Die Meistersinger‹ in Linz: Musikalisch voll überzeugend«
»Eindrucksvoll ist vor allem aber das Bruckner-Orchester, das nie die Konversation der Sänger überdeckt. Selbst in der Prügelfuge (oder vielleicht noch passender: Prügelorgie) am Ende des 2. Akt spielt es transparent, aber besonders im Vorspiel zum dritten Akt faszinierend klar. Ein Spannungsbogen, der trotz der Marathon-Länge nie nachließ.«

Bernhard Doppler | BR-Klassik

»Wundersam zart und breit beginnt Poschner mit dem famos einfühlsamen Bruckner Orchester, um dann enorm zu steigern.«
»Musikalisch war’s freilich weitgehend ein Fest, bei dem Poschner als unpathetischer Zeremonienmeister ein gutes Ensemble und tadellose Kollektive anführte: Leichtigkeit und Größe, Ernst und Humor kamen unter seiner Leitung trefflich zusammen. Was wollt ihr von den Meistern mehr?«
Walter Weidringer | Die Presse

»Um es vorwegzunehmen: Das Stück funktioniert hier aus mehreren Gründen bestens, zum einen, weil für die Erzählung ein überraschender und erstaunlich gut funktionierender Rahmen gefunden wurde, zum anderen schlicht und ergreifend aufgrund der gebotenen musikalischen Exzellenz. Voll und ganz eingelöst wird dieser Anspruch von Chefdirigent Markus Poschner mit seinem Bruckner Orchester Linz: mit fließenden Tempi, Schwung und Kraft ohne Kraftmeierei und mit unglaublicher Transparenz und genauer Durchgestaltung. Der festliche Tonfall kommt – beginnend mit dem geradezu entschlackt, aber voller Elan gebrachten Vorspiel – völlig ohne schwere Emphase und Pathos daher, atmet vielmehr geradezu elegante Leichtigkeit.«
Daniel Ender | Der Standard

»Dirigent Markus Poschner liefert nach seinem umjubelten ›Tristan‹-Einsatz bei den Bayreuther Festspielen 2022 mit dem Bruckner Orchester sein nächstes Wagner-Meisterstück ab.«
Raimund Meisenberger | Passauer Neue Presse

»Mit großer Durchhörbarkeit, vielen feinen und eleganten Tönen, flüssigen Tempi und ohne Pathos lässt das Bruckner Orchester Linz unter Markus Poschner die Musik herrlich auf blühen.«
Helmut Christian Mayer | Kurier

»Einmal mehr liegt der musikalische Erfolg des Abends in den Händen von Chefdirigent Markus Poschner. Souverän führt er das riesige Bruckner-Orchester zu klanglicher Opulenz, aber auch zu kammermusikalischen Kostbarkeiten. Solisten und Chöre (vor allem in der ›Prügelfuge‹ des zweiten Aktes) leitet Markus Poschner mit aller Aufmerksamkeit zu überzeugenden Interpretationen.«
Wolfgang Katzböck | APA

»Richard Wagners komische Oper ›Die Meistersinger von Nürnberg‹
völlig neu gedacht und herausragend musiziert zum zehnjährigen Jubiläum«

Peter Grubmüller, OÖNachrichten

»Das Bruckner Orchester und Markus Poschner bewältigen das Riesenwerk in allen Ehren; sie gestalten die lyrischen Passagen und viele Details sehr berührend.«
Paul Stepanek, Oberösterreichisches Volksblatt