
»Beim vierten Akademiekonzert brilliert das Bayerische Staatsorchester unter Markus Poschner mit Beethoven.«
»Und dann kommt Beethovens ›Eroica‹, man bereitet sich auf Langwieriges vor – und wird schier umgehauen von der Frische, mit der Poschner die Symphonie durchwirkt. Mit federnden Akzenten und fließendem Tempo räumt er mit dem Irrglauben auf, dass Klang-Transparenz mit Orchestergröße zu tun hätte. Denn die Band auf der Opernbühne ist stattlich, aber Poschner gestaltet mit vorbildlicher Klarheit. Der Trauermarsch marschiert in organischem Tempo auf die Höhepunkte zu, ehe das Scherzo Haydn’schen Witz demonstriert. Sprudelnde Musikalität schließlich im Finale, das unter Poschner spielerische Qualitäten bekommt. Mit sichtbarem Spaß treibt er das Orchester zu schmissigem Dröhnen in der Episode an, die einen ungarischen Verbunkos imitiert. Das lässt hoffen. Vor allem, dass der Münchner Poschner nach diesem Debüt an der Bayerischen Staatsoper öfters zum Musikmachen in seine Heimatstadt zurückkehrt.«
Paul Schäufele | Süddeutsche Zeitung

Mit Leonidas Kavakos und Markus Poschner zum Licht
»Kavakos gab Tschaikowski die nötige Disziplin, damit der Abend nicht im Überschwang badete, und Poschner wiederum gab Beethoven Energie, Spannung und großen Atem, damit die ›Eroica‹ nicht zum Denkmal erstarrte. Am Ende trafen sich beide an einem Punkt: Sie vertrauten dem Text. Nicht dem Effekt. So entstand ein Abend, der wie eine kleine Charakterstudie funktionierte: zwei Komponisten, zwei Werke, zwei Bühnenpersönlichkeiten. Und am Ende war da ein Konzert, das nicht das Rad neu erfand, aber zeigte, wie gut es funktionierte.«
Larissa Schütz | BR-Klassik
9. | 10. Februar 2026 | Bayerische Staatsoper München
PJOTR I. TSCHAIKOWSKI Violinkonzert D-Dur op. 35
LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«
Leonidas Kavakos Violine | Bayerisches Staatsorchester | Markus Poschner Dirigent
Foto: Geoffroy Schied










