Markus Poschner

Zu Gast: Der Dirigent Markus Poschner
Moderation: Uta Sailer

Wagner, Jazz und Bruckner-Sinfonien. Das ist der Dreiklang des Dirigenten Markus Poschner. Groß geworden in einer Münchner Musikerfamilie war er schon als Kind von Musik umgeben, auch vom Dirigieren, denn sein Vater war ebenfalls Dirigent. So hatte es etwas ganz Natürliches, dass er selbst später zum Taktstock gegriffen hat. Erst als Leiter des Georgischen Kammerorchesters, dann als Chef der Bremer Philharmoniker. Spätestens jetzt wurde die Musikwelt auf ihn aufmerksam – für sein hervorragendes Dirigat und auch für seine kreative Vermittlungsarbeit. Markus Poscher brennt für die Musik und geht mitunter auch unkonventionelle Wege, die Funken sprühen zu lassen. Das tut er seit 2017 als Chef des Bruckner-Orchesters Linz, mit dem er alle Sinfonien in allen Fassungen eingespielt hat – zum zweihundertsten Bruckner-Jubiläum nächstes Jahr. In Bayreuth ist Markus Poschner auch höchst willkommen. Im Sommer 2022 – als Markus Poschner gerade knietief im Meerwassser auf Kreta stand – kam der Anruf, ob er nicht für den »Tristan« bei den Bayreuther Festspielen einspringen möchte. Markus Poscher sagte »JA!« und das hatte Folgen. Die Presse sprach von einem Sensationserfolg. Und so steht Markus Poschner auch dieses Jahr wieder in derselben Funktion am Pult im Bayreuther Orchestergraben. Für »Meine Musik« hat er seine Lieblingsmusik mitgebracht und er erzählt, wieso Anton Bruckner ein armer Hund war, was die Bayreuther Festspiele mit einem Ferienlager zu tun haben und weshalb es wichtig ist, sich manchmal ganz bewusst neben sich selbst zu stellen.

Radio BR-KLASSIK, Samstag, 29. Juli 2023, 11.05 Uhr

Foto: Werner Kerschbaummayr

Markus Poschner

Markus Poschner leitet die Wiener Symphoniker mit einem Programm von Beethoven bis Brahms und Bruckner. Daniel Ender sprach mit ihm über drei gegensätzliche und doch miteinander verbundene Komponisten, über Fragen, die ihm oft gestellt werden, und über ganz Grundsätzliches.

Welche Fähigkeit oder Begabung, welche Charaktereigenschaft darf in diesem Beruf auf keinen Fall fehlen?
Enthusiasmus! Totale Begeisterungsfähigkeit für eine Idee, ein Werk oder Projekt lässt mich andere Menschen mitreißen und überzeugen, mir auf diesem Weg zu folgen. Dirigieren ist eigentlich eine hauptsächlich kommunikative Disziplin, bei der der Austausch – verbal oder nonverbal – an erster Stelle steht. Dabei ist die Urquelle die eigene Besessenheit und die daraus resultierende Überzeugungskraft. Die eigene Liebe zur Musik kann jeder sofort spüren, das ist immer das Beste.

Seite 16–19, »Musikfreunde«
Magazin des Wiener Musikvereins
Ausgabe April 2023
Interview: Daniel Ender
Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

Oper in drei Akten | Text vom Komponisten | in deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere | 08.04.2023 | Musiktheater Linz

Musikalische Leitung Markus Poschner
Inszenierung Paul-Georg Dittrich
Bühne Sebastian Hannak
Kostüme Anna Rudolph
Video Robi Voigt
Dramaturgie Katharina John
Chorleitung Elena Pierini

BESETZUNG
Hans Sachs, Schuster Claudio Otelli | Michael Wagner
Veit Pogner, Goldschmied Dominik Nekel
Kunz Vogelgesang, Kürschner Jonathan Hartzendorf
Konrad Nachtigall, Spengler Navid Taheri Derakhsh
Sixtus Beckmesser, Stadtschreiber Martin Achrainer
Fritz Kothner, Bäcker Michael Havlicek
Balthasar Zorn, Zinngießer Matthäus Schmidlechner | Franz Gürtelschmied
Ulrich Eißlinger, Würzkrämer Markus Miesenberger
Augustin Moser, Schneider Conor Prendiville
Hermann Ortel, Seifensieder Gregorio Changhyun Yun
Hans Schwarz, Strumpfwirker William Mason
Hans Foltz, Kupferschmied Krzysztof Borysiewicz
Walther von Stolzing, ein junger Ritter aus Franken Heiko Börner
David, Sachsens Lehrbube Matjaž StopinšekMatthäus Schmidlechner
Eva, Pogners Tochter Erica Eloff
Magdalena, ihre Amme Manuela Leonhartsberger
Ein Nachtwächter Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz
Lehrbuben Sophie Kidwell | Zuzana Petrasová | Florentina Serles | Tetiana Stytsenko | Adrian Autard | Hans-Jörg Gaugelhofer | Sergey Kanygin | Nicholas Malakul | Lucas Pellbäck | Vladimir Slepec

Chor des Landestheaters Linz
Extrachor des Landestheaters Linz
Statisterie des Landestheaters Linz

Bruckner Orchester Linz

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Der Stiftungsrat des Sinfonieorchesters Basel hat am 30. Januar 2023 Markus Poschner als neuen Chefdirigenten und Nachfolger von Ivor Bolton gewählt. Ab der Saison 2025/26 wird Markus Poschner die Chefposition am Dirigentenpult des Sinfonieorchesters Basel übernehmen.

„Ich bin glücklich und fühle mich geehrt, ab der Saison 2025/26 eines der wichtigsten europäischen Traditionsorchester, das Sinfonieorchester Basel, als Chefdirigent leiten zu dürfen. Bei all meinen bisherigen Begegnungen mit dem SOB war ich beeindruckt von der Flexibilität im Klang, dem Sinn für Dramatik und der enormen Intensität, ohne die eine Aufführung für mich gar nicht denkbar wäre.

Die große Geschichte dieses Klangkörpers spricht für sich und ist u.a. fest verknüpft mit Namen wie Johannes Brahms, Gustav Mahler, Richard Strauss und Felix Weingartner. Gleichzeitig gehört dieses Spitzenensemble heute zu den modernsten Orchestern weltweit, prägt mit seinen erfolgreichen Education-Projekten, seinen immer neuen Formaten und außergewöhnlichen Programmen das Kulturleben weit über die Region Basel hinaus entscheidend mit. Mit diesen wunderbaren Musikerinnen und Musikern und dem gesamten Orchester-Team nun den nächsten Entwicklungsschritt zu wagen, inspiriert mich sehr. Ich freue mich jetzt schon auf gemeinsame Sternstunden.

Die Kulturstadt Basel erlebe ich als aufregenden und pulsierenden Ort, künstlerische Partnerschaften und Synergien über die Institutionsgrenzen hinweg scheinen unkompliziert, naheliegend und von großer Selbstverständlichkeit geprägt. Es ist mir eine enorme Freude, die große Geschichte des Sinfonieorchester Basel in der Schweiz und auf all den berühmten Bühnen dieser Welt weitererzählen zu dürfen. Die Menschen mit unserer Musik und Intensität berühren ist unser gemeinsames Ziel.“

Markus Poschner


Markus Poschners Tätigkeit beim Orchestra della Svizzera italiana in Lugano, das er seit 2015 als Chefdirigent leitet, endet 2025. Somit bleibt Markus Poschner seiner jahrzehntelangen Beziehung zur Schweiz mit seiner zweiten Chefposition treu. Er ist darüberhinaus ständiger Gast am Opernhaus Zürich.

In Linz nehmen das Bruckner Orchester Linz und Markus Poschner (seit 2017 Chefdirigent) gerade die letzten noch fehlenden Sinfonien für das Mammutprojekt #bruckner24 „The Symphonies Complete Versions Edition“ auf, die im Jubiläumsjahr 2024 in einer Gesamtaufnahme aller Sinfonien des Ansfeldner Meisters in allen Fassungen auf den Markt kommt. Die Vorbereitungen für Wagners Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“, die am 8. April Premiere hat, laufen auch bereits auf Hochtouren.


Foto: Kaupo Kikkas

Markus Poschner

ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 8 c-moll


ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 8 c-moll | 1887

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

Was it a sign of conductors’ general satisfaction with Bruckner’s Eighth Symphony or editorial foot-dragging, that the work’s original 1887 version wasn’t published and performed until 1972? It certainly was Hermann Levi’s dissatisfaction or at least discombobulation with it, so shortly after his very successful Munich performance of the Seventh, that made Bruckner revise the work in the first place. It is this elaborate, raw earlier version that Markus Poschner performs here, in the latest edition by Paul Hawkshaw for the New Anton Bruckner Complete Edition. More ornate, brassier, and with more economically employed woodwinds, this version doesn’t smoothen edges and doesn’t round corners: An interesting insight into emboldened Bruckner at his unadulterated self.

Bruckner Symphony #8
1887 Version

Die Achte in der Urfassung. Teil des gemeinsamen Projekts von Bruckner Orchester LinzRadio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #8 | C8087 – erschienen 02/2023

REVIEWS

Poschner mit einer spannenden Achten Bruckner, Version 1887

Rating: 5.0

»Das Finale der Achten ist Bruckners letztes. In der Neunten gibt es keines mehr. Hat er dies voraus geahnt, als er all jene Energie hier bündelte, als er der Wucht des ersten Themas einen erhabenen Choral gegenüberstellte und aus einer Vielfalt von Motiven eine regelrechte Apotheose komponierte, die Poschner mit dem exzellenten Bruckner-Orchester aus Linz energisch und dramatisch und ohne Pathos gestaltet?«

»The finale of the Eighth is Bruckner’s last. There is none left in the Ninth. Did he anticipate this when he focused all that energy here, when he juxtaposed the force of the first theme with a sublime chorale and composed a veritable apotheosis from a variety of motifs, which Poschner shapes with the excellent Bruckner Orchestra from Linz energetically and dramatically and without pathos?«

Remy Franck | Pizzicato | 11.02.2023

Bruckner en version originale 

»L’un des grands atouts de cette nouvelle gravure est de trouver le ton juste au niveau du tempo : pas trop rapide … pas trop lent… Dès lors, cette nouvelle gravure peut être considérée comme une référence pour cette version de 1887. «

Pierre-Jean Tribot | Crescendo Magazine | 23.02.2023

Recommended | Bruckner: Symphony No 8

»First impressions confirm that promising indication; we immediately beautiful sound – in terms of both the engineering and the playing in a perfectly paced introduction. There is some slight reverberation around the sonorous orchestral sound and the spread and balance among the various banks of instruments are ideal; close your eyes and you could be sitting midships in a concert hall.«

»This is an excellent recording.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 14.03.2023

Innerer Atem

»Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz spüren intensiv den Stimmungen in der Erstfassung von Bruckners achter Sinfonie nach.«

Christian Lahneck | concerti | 27.03.2023

»… [Markus Poschner’s] performance of the 1890 score of the Eighth (1/22) was extremely fine, and happily so is this fleet, idiomatic and clear-sighted interpretation of the 1887 version. I’m inclined to think it’s the finest performance of the score now available …«

Christian Hoskins | Gramophone | 04.2023

»The Linz Bruckner Orchestra is a fine ensemble… The orchestra plays beautifully and with a lovely sense of freshness supplied by the Capriccio engineers. This is supple, natural music-making. It comes to us unburdened of gravitas. Bruckner’s early ideas for the symphony played this way have a glow to them and the charm of inspiration in its first flush.«

Steven Kruger | Fanfare | 07.2023

»[Poschner’s] reading of the first movement has an exploratory feel to it. The transition from a horn passage to an oboe solo is slow and pensive. The passage from a trumpet solo to a climax is very effective, and the progress to the ending is well done with a wonderful sense of drama and final triumph.

This performance is the best that I have heard so far in the Capriccio series and the best of the 1887 score of the Eighth.«

Roger Hecht | American Record Guide | 07.2023

»These are performances which are rather fast… and quite well-played… Poschner and his orchestra come into their own moments at a time, and as an example of this I can cite the opening minutes of the Adagio, whose elegiac qualities are extremely touching here. This is music to drown yourself in.«

Raymond Tuttle | Fanfare | 09.2023

Bruckners achte Sinfonie als ruppiger und edler Gigant

»Die Interpretation von Markus Poschner und dem Bruckner Orchester Linz ist geprägt von Kraft und Tiefe. Obwohl das Tempo im Vergleich zu einigen früheren Aufnahmen eher schnell ist, wirkt es nie gehetzt. Poschner zeigt ein tiefes Verständnis für die Struktur und den Charakter der Sinfonie und führt das Orchester zu einer überzeugenden Aufführung.«

Dirk Schauß | Onlinemerker | 09.2023

ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 8 c-moll | 1890

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

Anton Bruckner burst out of the confines of the cathedral using that most secular of musical forms, the symphony. The creator of some of the 19th century’s greatest orchestral music, Bruckner cut a singular figure among his contemporaries. This new complete Bruckner Symphonies edition from Capriccio reassesses these enduringly enigmatic and complex works. Presented by the Bruckner Orchestra Linz and the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra, and featuring all 19 available versions, the cycle is scheduled for completion in 2024, Bruckner’s 200th birthday. The second release, of Symphony No. 8 (1890 version) is performed by Bruckner Orchestra Linz conducted by Markus Poschner.

Bruckner Symphony #8
1890 Version

Die zweite Aufnahme (erschienen im November 2021) des gemeinsamen Projekts von Bruckner Orchester LinzRadio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #8 | C8081 – erschienen 11/2021

REVIEWS

Markus Poschner: Mit Drang durch Bruckners Achte

Supersonic pizzicato

»The 8th Symphony, which stands out among Bruckner’s large-scale works, always lends itself as a landmark for an orchestra and its conductor. […] If one transfers to this interpretation the thesis expressed in the film ›Anton Bruckner – the unrecognized genius‹ that Bruckner was not at all as shy and timid as often assumed, but quite convinced of himself and also enterprising, then the liberation of the listening habits from pathos to a more lively expression, which is expressed in a self-confidently mobile appearance, is also more than understandable.«

Uwe Krusch | Pizzicato | 29.11.2021

Brucknermania total

»Deren Aufnahme (Anm.: Die Achte, 1890) liegt jetzt vor – und sie ist fabelhaft. Poschners Tempi sind vernünftig, weder überhastet noch verlangsamt. Ungeheure Energie erfüllt die Musik, weil Poschner vom Rhythmus ausgeht. Dieser stete Puls macht, noch mehr als die ›Achte‹, die sonst so stiefkindlich behandelte ›Sechste‹ zum Ereignis. Lange sucht man, um eine Einspielung von vergleichbarer Qualität zu finden.«

»Poschner lässt die Rhythmen federn und tanzen, und er behält die Kontrolle im langsamen Satz, den er strömen, nicht aber verströmen lässt: Da führt alles klar und durchsichtig ganz ohne mystizistisches Brimborium zum Höhepunkt.«

Edwin Baumgartner | Wiener Zeitung | 27.12.2021

Anton BRUCKNER: Symphony No. 8 in C minor WAB 108 (ed. Nowak 1890 version)

»A splendid second instalment in this ongoing Complete Bruckner series; grand and beautifully shaped.«

»Poschner’s control of the shape and dynamics of long, arcing phrases within the movement ensures the listener’s concentration and the climactic release at 19:19 is as overwhelming as it is minutely prepared and the coda is rapt and tender, the horns once again sounding exceptionally luminous.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 12.2021

Review: Bruckner Symphony No 8

»What we do get, however, is a wonderfully articulate presentation of the score in terms of phrasing, transparency and tone colour.«

»[…] the performance of the Eighth has a sense of power and depth that makes itself felt from the very start. Tempos are on the swift side compared with the majority of recordings made in recent decades, but never feel rushed. The Scherzo is thrilling at Poschner’s chosen tempo and the build-up to the climax of the Adagio is superbly controlled. The second cymbal clash makes a tremendous impression and the playing of the divided strings immediately afterwards is deeply eloquent.«

»Indeed, the orchestral playing is of the highest order throughout, on a level with that of the Bavarian Radio Symphony Orchestra for Mariss Jansons in his marvellously cogent recording on BR Klassik.«

»[…] Coupled with sound of surpassing transparency and range, this is an extremely distinguished release.«

Christian Hoskins | Gramophone | 01.2022

BRUCKNER 8 – EEN GEVECHT DAT EINDIGT IN PURE LIEFDE

»De versie die u op dit album kunt horen, gespeeld door het Bruckner Orchester Linz klinkt scheppend, creërend, opborrelend fris. Ze worden medeschepper van Bruckner om alle zwaarte in licht om te zetten.«

»Een mooi tijdsdocument op CD, onmisbaar in de platenkast van elke melomaan en genieter.«

Knopskaya | CultuurPakt | 03.01.2022

Bruckner: Symphony No. 8 (Linz/Poschner)

Rating: 5.0

»Without being notably faster than the majority of contemporary accounts, this performance is much more flexible, less cumbersome, more of an experience and less of a monument. I found it refreshing, especially in the last two movements, which between them can last almost an hour and make you forget the thrust and energy of the first two, and indeed of this supreme work as a whole. Played and conducted like this, the work’s unity becomes much clearer, and it emerges, at least for me, as the greatest of all symphonies, though in the wrong hands it becomes a weariness for the spirit.«

Michael Tanner | Classical Music by BBC Music Magazine | 19.01.2022

Anton Bruckner

»Markus Poschnerin tempot ovat ripeitä, mutta ensiosasta alkaen hän leventää musiikkia melodisiin suvantoihin. Koko sinfonia mahtuu yhdelle levylle, ja ehkä juhlavaan hitaaseen osaan olisi suonut vähän syvempääkin hengitystä. Mutta on hyvä muistuttaa, että Bruckner oli dynaaminen, eteenpäin tähtäävä sinfonikko, eikä vain massiivisten sointipylväikköjen pystyttelijä. Siihen liittyy Linzin Bruckner-orkesterin kevyempi ja erittelevämpi saundi. Kaikkein majesteetillisin patina soinnista ehkä puuttuu, mutta on hienoa kuulla huolella säädetty dynamiikka ja kontrapunktin yksityiskohdat.«

Antti Hayrynen | Rondo Classic | 28.02.2022

MARKUS POSCHNER MIT BRUCKNER BEI CAPRICCIO: Nullte und Achte

»Trotz vergleichsweise lebendiger Tempowahl, die eine einzige CD ausreichend macht, verfällt Poschner glücklicherweise nicht einem unangemessenen Geschwindigkeitsrausch. Selten gehörte Nebenstimmen werden durch den transparenten und doch vollen Orchesterklang beleuchtet, ohne das dem Werk darüber die Majestät genommen würde, die es gleichsam naturgemäß ausstrahlt. Die orchestralen Höhepunkte wie die Beckenschläge im himmlischen Adagio und gerade auch die fulminante Schlusscoda mit fanfarenartigen Blechbläsern werden herzhaft ausgespielt. Die Flexibilität des Dirigats Poschners gemahnt stellenweise fast an den in Sachen Bruckner für nicht wenige unerreichten Eugen Jochum.«

Daniel Hauser | Opera Lounge | 02.2022

»… The musicians are energized, in keeping with the spirit of Poschner’s approach. The brass playing, without offering grandeur and imposing weight, is exciting and accurate.

What captured my imagination was an impression that Poschner has caught a slight rawness and rambunctiousness that Bruckner might have encountered in his lifetime. Considering the urgency of the performance, the touching treatment of the Adagio, and the orchestra’s commitment, everything made for a listening experience of unusual freshness and immediacy. Warmly recommended.«

Huntley Dent | Fanfare | 03.2022

»Poschner intriguingly breaks the mold here. His strong suit is to allow us to hear the music without every phrase seeming like a prayer.«

Steven Kruger | Fanfare | 03.2022

recensie – Bruckner: Symfonie Nr. 8 (1890)

»Poschners aanpak is er een van een in de goede zin van het woord aardse soort.«

»Het klankbeeld is – en ook dat bedoel ik weer in de meest positieve zin van het woord – warm, gevrijwaard van om het even welke opsmuk en van een hoge transparantie. Samenvattend: alle reden om de voortgang van dit project met grote belangstelling te blijven volgen. Rest nog de vermelden dat de documentatie in het boekje, met onder meer een formidabele toelichting van Paul Hawkshaw, van de bovenste plank is.«

Maarten Brandt | Opus Klassiek | 03.2022

Video Review: Poschner’s Stupendous Bruckner 8th 

»Yes, Bruckner can be refreshing. Witness this lively, flowing performance that never sacrifices the necessary gravitas for mere speed, but which delivers an interpretation of unusual cogency and musical logic. This is without a doubt one of the finest versions of this epic symphony available, a performance totally and miraculously without any ›dead‹ spots. Kudos to Markus Poschner the Bruckner Orchestra of Linz, and Capriccio Records for yet another outstanding volume of this ongoing series.«

David Hurwitz | Classics Today | 03.04.2022

BRUCKNER DES EXTRÊMES AVEC MARKUS POSCHNER 

»Le chef impose un Bruckner très orchestral qui met au jour la puissance visionnaire de l’orchestration.«

Pierre Jean Tribot | Crescendo Magazine | 18.04.2022

Critic’s choice of the year

»Markus Poschner’s account of the Eighth Symphony is one of the finest Bruckner recordings to have come my way in recent times, marrying a wonderfully articulate presentation of the score with a communicative power that’s enormously compelling. Capriccio’s first-class sound and excellent documentation make a desirable recording even more rewarding.«

Christian Hoskins | Gramophone | 12.2022

Bruckners achte Sinfonie als ruppiger und edler Gigant

»Markus Poschner berücksichtigt die Größe des Bruckner Orchesters Linz, das eine etwas schlankere Besetzung aufweist. Dies führt zu einer Interpretation, die eine bemerkenswerte Klarheit aufweist. Die Streicher des Orchesters sind besonders lobenswert und tragen zur emotionalen Tiefe der Aufführung bei.«

Dirk Schauß | Onlinemerker | 09.2023

Foto: Reinhard Winkler

DVOŘÁK und BRUCKNER

ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr. 4 in Es-Dur


ORF Radio-Symphonieorchester Wien | Markus Poschner

Continuing their survey of all of Anton Bruckner’s symphonies in each and every one of their various versions, Markus Poschner and his team now tackle the original 1876 version of Bruckner’s arguably most popular symphony, the Fourth. »1876? Surely you mean 1874!« might the Bruckner-maven go. Well, actually, recent research has brought to light that Bruckner was still fiddling around with his first go at that work, but not so substantially that the changes amounted to a separate version or, for that matter, the 1878 second »standard« version. Paul Hawkshaw’s liner notes detail all the differences if you’re interested – but of course, one can also just enjoy the raw and fresh music of Bruckner’s expansive first ideas.

Anton Bruckner Smphony #4 1876

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #4 | C8084 – erschienen 11/2022

REVIEWS

Bruckner mit Arabesken

Rating: 5.0

»Poschner gives this version a very fresh and spirited mood. He cares about details and presents us with a very imaginative Bruckner and a very playful Fourth. Here we are far from the Bruckner of 1878, which sounds much more serious.

The many small details seem like arabesques and also bring a variety in transparency that one can only admire.

All in all, the Romantic thus acquires a light-heartedness that, like the recordings of the original version and the already partially published revisions, sheds a whole new light on this symphony.«

Remy Franck | Pizzicato | 04.11.2022

Die Klassik-CDs 2022

Die besten Neuerscheinungen des Jahres 2022 – zum Nachhören im »Presse«-Podcast MUSIKSALON.

Was dem Klassik-Kritiker in Erinnerung geblieben ist:

»Zu den bemerkenswerten CD-Reihen, die derzeit produziert werden, gehört – in Vorbereitungen des Bruckners-Jahres 2024 – die Gesamtaufnahme der Bruckner-Symphonien durch den Linzer GMD Markus Poschner: Er nimmt die Werke in den bekannten Fassungen mit seinem Linzer Brucknerorchester auf und kontert dann jeweils am Pult des RSO Wien mit den Urfassungen der Stücke, die sich oft enorm von den etablierten Werken unterscheiden. 2022 erschien beispielsweise die Erstfassung der Vierten, der vom Komponisten selbst so genannten ›Romantischen‹. Da ist noch nicht einmal das beliebte ›Jagdscherzo‹ enthalten und die Musik nimmt wildere, dämonische Farben an.«

Wilhelm Sinkovicz | Die Presse | 12.2022

BRUCKNER: SYMPHONY NO 4 (CAPRICCIO)

»So much is beautiful in this great symphony, and throughout the four movements the great arches of sound are superbly performed by Poschner’s musicians – even more than in the Third Symphony; it is clear that the musicians believe in this version and enjoy playing its often-surprising themes. The recording is excellent, as if one is in the middle of the concert hall.«

Gregor Tassie | MusicWeb International | 08.01.2023

»This… is heartily recommended to readers who know and love the Fourth. It’s almost like a new piece, and the earlier scherzo… is worth knowing as well. The orchestral playing is excellent, and the sonics are first rate.«

Paul L Althouse | American Record Guide | 05.2023

Bruckner Orchester Linz | ORF Radio-Symphonieorchester Wien | Markus Poschner

»I am completely convinced that my Fourth Romantic Symphony is in pressing need of a thorough revision.« (Anton Bruckner, 1877). Since its successful first performance by the Vienna Philharmonic under Hans Richter on February 20th, 1881, the Fourth Symphony has been one of Anton Bruckner’s most beloved works. The success of the Fourth did not come easily to the composer as he revised the entire symphony twice and its finale three times. The present recording features the second and most often performed version in a new edition by Benjamin Korstvedt, published as part of the New Anton Bruckner Collected Works Edition. It also includes Korstvedt’s edition of the »Country Fair« (Volksfest) Finale that Bruckner composed in 1878 and replaced in 1880.

Anton Bruckner Symphony #4 Romantic

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #4 | C8083 – erschienen 05/2022

REVIEWS

Record of the Week – Radio BBC 3

»This latest edition to their anniversary Bruckner-series is an excellent just to hear them at greater length this morning. This is not one of the Bruckner cathedral-acoustics, but the playing is warm-hearted and committed and Poschners sense of scale and pacing fields spot on.«

BBC3 | 07.05.2022

Bruckners Vierte in der zweiten Fassung

»Poschner remains true to his approach, which is to be welcomed, after all, one should not change horses in midstream. Thus again the aspects already heard in other contributions to the series play a role. These are a brightened sound structure, an interpretation that is attentive to detail but does not lead to a fraying of the flow, and a freshness that pushes the pathos aside.«

Uwe Krusch | Pizzicato | 17.05.2022

Bruckner SYMPHONY #4

»Poschner makes the opening so grand, and ominous that the listener can scarce refrain from conjuring up mental images such as an approaching war host. The brass are especially impressive here but Poschner still finds poetry and subtlety to balance the prevailing martial clangour when the music defaults to free-flowing lyricism. The majesty and might of the crucial coda – one of the great conclusions in the symphonic canon – caps a masterful performance.«

»I cannot imagine anyone being disappointed by this superb recording, especially as in addition to a superlative account of the third version of the Fourth Symphony, it includes the bonus of the ›Volksfest‹.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 05.2022

»If you don’t expect or want to be overwhelmed, then, by some old-fashioned Bruckner playing, there is no reason not to consider this new recording… This is the first of Poschner’s projected Bruckner Fourths, and I am looking forward to his recordings of the symphony’s original version (1874) and its final version (1888), both also in new editions by Korstvedt.«

Raymond Tuttle | Fanfare | 01.2023

ORF Radio-Symphonieorchester Wien | Markus Poschner

Bruckner’s frantic revisions of his symphonies Nos. 3, 4, and 8 were borne out of his disappointment with Hermann Levi rejecting the original version of the 8th symphony. Helping in this large-scale revamping effort were former Bruckner-students Franz and Joseph Schalk, Ferdinand Löwe, Max von Oberleithner, and Cyrill Hynai, which resulted in these versions’ reputation – and especially that of the last version of the 4th – being varnished as something not quite Echt-Bruckner. It wasn’t until the discovery of photographs of the 1888 version’s manuscript score and the subsequent publication of Benjamin Korstvedt’s edition thereof that it became clear: This late edition really did reflect Bruckner’s intentions. To ears familiar with the still better-known 1881 version, the result might sound mystifying, even troubling, but it also surprises with many particularly exquisite passages!

ANTON BRUCKNER Symphony #4

#bruckner24 – ein gemeinsamen Projekt von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.
Bruckner Symphony #4 | C8085 – erschienen 05/2023

REVIEWS

Die letzte Version der vierten Symphonie von Bruckner

Rating: 5.0

»Each of these versions can be heard with profit and each offers details that the others lack. The tempo markings and metronome indications have changed, among other extensive revisions.

Poschner and the ORF musicians from Vienna collaborated to create this overview of the Fourth Symphonies. In the currently recorded 1888 version, Poschner shows that he knows the scores intimately and knows how to convey his ideas.«

Uwe Krusch | Pizzicato | 14.05.2023

Bruckner par Markus Poschner : la version 1888 de la »Romantique«

»La direction est efficace : on apprécie la belle musicalité de “l’andante” qui avance avec simplicité et poésie et le “Finale. Mäßig bewegt” est parfaitement construit dans la gestion des contrastes.«

Pierre Jean Tribot | Crescendo Magazine | 14.05.2023

Anton Bruckner Symphony – No 4 in E-flat major (1888)

»Poschner establishes a fine balance between the serious, grandiose outbursts and the more idyllic, rustic sections but the mood is prevailingly sombre. The otherworldly coda is beautifully gauged bringing a finely controlled account to an appropriately imposing conclusion – one of the greatest in the Bruckner canon, regardless of edition.«

Ralph Moore | MusicWeb International | 16.05.2023

Anton Bruckner Sinfonie Nr. Es-Dur (Fassung von 1888)

»Markus Poschner zeigt in seiner Interpretation dieser Sinfonie eine bemerkenswerte Lebhaftigkeit und Direktheit.«

»Poschner schafft es überdies, eine feine Balance zwischen den ernsten und grandiosen Momenten sowie den idyllischen und rustikalen Abschnitten dieses Satzes zu finden. Die düstere Stimmung, die das Finale durchzieht, wird sorgfältig von Poschner und dem Orchester dargestellt, und die jenseitige Coda bringt die Aufnahme zu einem eindrucksvollen Abschluss mit dazu ergänzten geheimnisvoll tönenden Beckenschlägen. Ungewohnt und doch überzeugend.«

»Insgesamt bietet diese Aufnahme der vierten Sinfonie von Bruckner in der Fassung von 1888 eine faszinierende Reise durch die musikalische Welt dieses bedeutenden Komponisten. Markus Poschner und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien liefern eine engagierte und kompetente Interpretation, die Bruckners musikalische Entwicklung und seine tiefen Emotionen in dieser Sinfonie eindrucksvoll zum Ausdruck bringt.«

Dirk Schauß | Onlinemerker | 09.2023

»Poschner and the orchestra are at their best in the music’s quieter moments, where a sensitive turn of phrase, if you will, can touch the heart. The second movement is eloquent and personal. …this is alert playing with no trace of routine.«

Raymond Tuttle | Fanfare | 01.2024

»… Poschner was a conductor who tended to push things along, rather than sitting back and letting the grandeur of Bruckner take over.

The final 1888 version is re-orchestrated and feels smoothed out in dynamics and connections among sections.«

Paul L Althouse | American Record Guide | 03.2024

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

Dirigent Markus Poschner hat mit Ortrun Schandl über Anton Bruckner als Meteoriten gesprochen, der eingeschlagen hat, um Musikschaffende nach ihm, etwa Komponisten wie Jean Sibelius, Arnold Schönberg oder Alfred Schnittke entscheidend zu prägen. Aber auch über die Kunst an sich als Safe Room unserer Gesellschaft, als einzige und daher »humanrelevante« Plattform für den öffentlichen Austausch.

»NIMM PLATZ – Der Kultursommer OÖ Podcast«

Live aus dem Stift: Der Reichersberger Sommer Nimm Platz – Der Kultursommer OÖ Podcast

70 Jahre Reichersberger Sommer – dieses Jubiläum hat Mag. Michaela Ogris ins Innviertel geführt, nämlich ins Stift Reichersberg, dem Austragungsort dieser traditionseichen Sommerkulturveranstaltung. Dort hat sie sich mit dem Intendanten des Vereins Kultur Stift Reichersberg – Herrn Mag. Hubert Gurtner – und dem Propst des Stiftes – Markus Grasl Can. Reg. – getroffen. Gemeinsam mit den beiden Herren hat sich Michaela Ogris den Stiftsinnenhof, die barocke Stiftskirche, den Augustinisaal und zuletzt das Bräustüberl zeigen lassen, in dessen Gastgarten die BesucherInnen des Reichersberger Sommers in wunderbarster Atmosphäre mit Blick in die Innviertler Auen bis hinein nach Bayern den Kulturgenuss kulinarisch ausklingen lassen können. Am besten, Sie hören gleich selbst hinein! Dann erfahren Sie nicht nur Details zu den Veranstaltungen sondern auch, was Augustiner Chorherren eigentlich sind, warum der Brunnen im Stiftsinnenhof beinahe in Salzburg gelandet wäre und wie die Absätze der Lederschuhe des Propstes am steinernen Arkadenhof klingen. Denn in Reichersberg ist Hochkultur in Form einer Gesamtkompositionen aus Musik, bildender Kunst und Kultur zu erleben.
  1. Live aus dem Stift: Der Reichersberger Sommer
  2. Kultur für kleine Entdecker
  3. 10 Jahre Tillysburg – Vorhang auf für eine neue Ära!
  4. Die Rainbacher Spiele und das Vermächtnis der Zauners
  5. 10 Jahre Gustav Mahler Festival in Steinbach am Attersee

Foto: Reinhard Winkler