
Der Dirigent beginnt mit der »Auferstehungs-Symphonie« einen großen Mahler-Zyklus beim Sinfonieorchester Basel.
Kai Luehrs-Kaiser, RONDO, 11. April 2026
Foto: Noë Flum


Mit Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2 nahm im September 2025 der Basler Mahler-Zyklus unter der Leitung von Chefdirigent Markus Poschner seinen Anfang. Die vorliegende Einspielung hält diesen Moment als erstes künstlerisches Dokument eines auf fünf Jahre angelegten Projekts fest, in dessen Rahmen das Sinfonieorchester Basel bis 2030 sämtliche Mahler-Sinfonien zur Aufführung bringt.
Die Aufnahme entstand live im Musiksaal des Stadtcasinos Basel und dokumentiert zugleich Poschners Einstand als Chefdirigent. Mahlers Zweite verbindet existenzielle Tiefe mit visionärer Klangkraft und entfaltet eine auf Wandlung, Aufbruch und Auferstehung ausgerichtete musikalische Dramaturgie.
Im Zentrum der Interpretation steht ein transparenter, klar strukturierter Mahler-Klang. Die vielschichtige Partitur wird differenziert ausgehört, Linien treten deutlich hervor und dynamische Abstufungen sowie die klangliche Balance schaffen neue Hörperspektiven auf ein zentrales Werk des sinfonischen Repertoires.
Für die vokalen Partien konnten mit Nikola Hillebrand (Sopran) und Wiebke Lehmkuhl (Alt) zwei herausragende Interpretinnen gewonnen werden. Gemeinsam mit dem MDR-Rundfunkchor Leipzig gestalten sie den Finalsatz, der zu den eindrucksvollsten Momenten der Musikgeschichte zählt.
Die CD erschien am 8. April 2026 beim Label Prospero Classical und ist als CD sowie auf allen gängigen Streamingdiensten verfügbar.
Diese Einspielung markiert den Beginn eines gross angelegten Mahler-Zyklus in Basel und gibt zugleich einen ersten Einblick in die künstlerische Handschrift von Markus Poschner und dem Sinfonieorchester Basel.

GUSTAV MAHLER Sinfonie Nr. 2, »Auferstehungssinfonie«

Seit letztem Herbst werkelt ein neuer Chefdirigent in der Rheinstadt Basel: Es ist Markus Poschner. Der deutsche Dirigent sucht mit seiner Arbeit nach Resonanzräumen. In der Musik, aber auch in der Vermittlung.
Sendung: »Musikmagazin«, SRF Schweizer Radio und Fernsehen, 31.01.2026
Foto: Volker Weihbold

»Markus Poschner leitete das Sinfonieorchester Basel mit Eleganz und großen Gesten. Er vermag Leistungen aus dem gewaltigen Klangkörper herauszulocken, die man schlicht großartig nennen darf. Unter ihm wird bis ins kleinste Detail gearbeitet und mit hervorragenden solistischen Einsätzen ein Klang erreicht, welcher trotz voller Orchesterbesetzung nie die Akustik des Raumes sprengt.«
Marco Stücklin | Das Opernmagazin

»Eine so in sich geeinte Klangkultur, wie vom Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Markus Poschner in Richard Strauss’ ›Also sprach Zarathustra‹ dargeboten, hat man hier lange nicht gehört.«
Kathrin Signer | bz Basel
Foto: Bettina Matthiessen

Sinfonieorchester Basel: Konzert »Fantastisch«
»Was das Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Markus Poschner an diesem Abend zu Gehör brachte, verdient genau die Bezeichnung welche der Sinfonie den Namen gibt, nämlich „Fantastisch“. Dabei wurde mit einer herausragenden Präzision der Soloinstrumente und als ganzer Klangkörper eine Qualität erreicht, welche, das Sinfonieorchester Basel in die oberste Liga der Orchester erhebt. Dass die Wirkung auf das Publikum nicht ausblieb, zeigte sich beim nicht enden wollenden Applaus.«
Marco Stücklin | Das Opernmagazin
»Zusammen mit dem durch Markus Poschner exzellent einstudierten Sinfonieorchester Basel liefert Anastasia Kobekina einen musikalischen Thriller von Hitchcocks Gnaden.«
»Grosse Klangbogen, äusserste Sensibilität und innere musikalische Dramaturgie prägen die Aufführung und weisen Markus Poschner sowie das Sinfonieorchester Basel (erneut) als Meisterinterpreten der Romantik aus.«
Michael Hug | Online Merker
Foto: Bettina Matthiessen

Sinfonieorchester Basel: Fulminante Saisoneröffnung mit der 2. Sinfonie von Mahler
»Die Aufführung unter dem Dirigat von Markus Poschner liess keine Wünsche offen. Man erlebte ein Orchester, welches mit höchster Konzentration und großer Spielfreude die äußerst anspruchsvolle Partitur zu einem Hörerlebnis erster Güte gestaltete.«
»Die Musiker/innen, der Chor und die Solisten fanden sich zu einer umwerfenden Interpretation unter der Leitung von Markus Poschner zusammen. Man spürte, dass sich alle Beteiligten mit Herzblut dieser Aufführung gewidmet haben, was mit dem Jubel des Publikums für diese grandiose Leistung belohnt wurde. Einen solchen Start wünscht sich wohl jeder neue Chefdirigent. Man freut sich bereits auf die weiteren Begegnungen.«
Marco Stücklin | Das Opernmagazin
Markus Poschner feiert umjubelten Einstand in Basel
»Nach 90 hochintensiven Minuten drehte sich Markus Poschner sichtlich erschöpft zum Publikum um, das mit Jubelrufen und minutenlangen Standing Ovations reagierte. Der 54-Jährige aus München ist definitiv in Basel angekommen. Sein erstes Konzert hat gezeigt: Poschner wird das Sinfonieorchester Basel an seine Grenzen bringen – und darüber hinaus.«
Lukas Nussbaumer | Basler Zeitung
Mahler überbordet, Poschner hält das Orchester im Zaum: Der neue Chef dirigiert die ›Auferstehungssinfonie‹
»Markus Poschner gibt als neuer Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel seinen Einstand mit Mahlers zweiter Sinfonie: Da klingt das Sterben himmlisch und die Auferstehung todernst.«
Kathrin Signer | bz Basel
Foto: Bettina Matthiessen

In Linz dokumentierte Markus Poschner seine musikalische Entdeckerfreude mit einer preisgekrönten Gesamteinspielung von Bruckners Sinfonien in allen ihren überlieferten Fassungen. Als neuer Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel stellt er Gustav Mahlers sinfonischen Kosmos programmatisch in den Mittelpunkt seines Wirkens. Gleich zum Auftakt Anfang September mit der monumentalen Zweiten, der sogenannten Auferstehungssinfonie. Zum Abschluss dieser ersten gemeinsamen Saison folgt im Juni 2026 dann noch die Dritte. Wir sprachen mit Markus Poschner über seine Beziehung zu Mahlers Musik, seine Vorfreude auf die Kunststadt Basel und weshalb er es gerade jetzt für wichtig erachtet, sich als Künstler nicht von den Vereinigten Staaten abzuwenden.
Andrea Meuli, Musik & Theater, Mai/Juni 2025
Foto: Robert Josipović