Markus Poschner, Bruckner Orchester Linz

»Es war ein Debüt und zugleich ein großer Wurf: Das Bruckner Orchester Linz (BOL) hat sich gestern in der Hamburger Elbphilharmonie nicht nur in die Liste jener Welt-Orchester eingeschrieben, die in dem 2017 eröffneten und seitdem berühmtesten Konzertsaal Europas zu Gast waren. Vielmehr lieferten die Musiker unter ihrem Chefdirigenten Markus Poschner einen Leistungsnachweis, dass ihnen vor allem bei Anton Bruckner die Deutungshoheit kaum streitig gemacht werden kann.«

Peter Grubmüller
OÖNachrichten, 13.12.2021
Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner & Bruckner Orchester Linz

Bruckner-Befragungen V

Markus Poschner im Gespräch über Bruckners Sinfonie Nr. 6 A-Dur (und die Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90 von Johannes Brahms).

Nichts bei Bruckner ist Zufall. Alles hat irgendwo einen Urgrund, eine Verbindungslinie.

Markus Poschner

Teil 5 einer Reihe von Bruckner-Befragungen, die seit dem Internationalen Brucknerfest Linz 2018 immer dann stattfinden, wenn das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung seines Chefdirigenten Markus Poschner im Brucknerhaus Werke des Namensgebers beider Institutionen zur Aufführung bringt.

So, 13.09.2020 | Brucknerhaus LINZ
INTERNATIONALES BRUCKNERFEST LINZ 2020 | Brahms-/Bruckner-Zyklus I
JOHANNES BRAHMS Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90
ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 6 A-Dur, WAB 106
Markus Poschner & Bruckner Orchester Linz

Das Gespräch führte Jan David Schmitz, Leiter Programmplanung, Dramaturgie und szenische Projekte im Brucknerhaus Linz.

Markus Poschner

Das Bruckner-Orchester Linz und sein Dirigent Markus Poschner haben nun erstmals in der Tonträgergeschichte das Projekt in Angriff genommen, alle 19 überlieferten Versionen der Sinfonien auf CD zu präsentieren. Zum Auftakt ist jetzt bei Capriccio (Vertrieb: Naxos) die 6. Sinfonie in A-Dur aus dem Jahr 1881 erschienen. Damit ist den Musikern ein Start nach Maß gelungen, der neugierig macht.

Burkhard Schäfer

Schwäbisches Tagblatt, 04.11.21
Foto: Volker Weihbold

Anton Bruckner Symphony #6

»It’s a lively, rhythmically alert interpretation that permits a welcome flexibility of pulse, reserving the moments of gravity for the Adagio and such intimate passages as those in the finale’s second subject. Poschner’s careful attention to rhythm pays big dividends in the first movement’s development section, and especially in the scherzo, which is unquestionably one of the finest on disc.«

David Hurwitz
Classics Today, 01.11.2021

Markus Poschner

Markus Poschner und das Bruckner Orchester fulminant mit der Fünften.

»Markus Poschner ist ein Dirigent des deutlichen und massiven Zugriffs. Bei Mahler besticht neben aller Bereitschaft zum inneren, emotionalen Engagement und seinem Sinn für Farben und Dramatik vor allem die Unerbittlichkeit, das Groteske dieser Musik in allen Facetten auch zu zeigen – damit spricht er ebenso das Bekenntnishafte der Botschaften des genialen böhmisch-wienerischen MusikPhilosophen an.«

Walter Gürtelschmied
Die Presse, 08.11.2021

Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

»Dass sich aber diese Mahlersche Traumwelt des Fin de Siècle derart berauschend niederschmetternd und zugleich unendlich überirdischer Schönheit frönend entwickeln kann, bedarf es nicht nur einer verstehenden Lesart des Notentextes, die eben jene geheimen Codes der Zwischenzeilen zu entschlüsseln weiß, sondern – und darin ist Markus Poschner an diesem Abend über sich hinausgegangen – einer das gesamte Kollektiv überzeugend mitreißenden und somit zu Höchstleistungen anstiftenden Idee von Klang und und seiner zeitlichen Entfaltung.«

Michael Wruss
OÖNachrichten, 08.11.2021
Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner

»Mit einer packenden Wiedergabe von Gustav Mahlers 5. Sinfonie eröffnete das Bruckner Orchester Linz am Samstag die eigene Konzertreihe 2020/2021 im Linzer Brucknerhaus. Chefdirigent Markus Poschner präsentierte den großen Klangkörper in einer Qualität der Extraklasse, die erleben ließ, dass das Orchester nicht nur die ›Bruckner-DNA‹ in sich hat, sondern auch die Sinfonien Gustav Mahlers zu seiner Kernkompetenz gehören.«

»Nach der fulminanten Darbietung des Orchesters und der begeisternden Arbeit des Dirigenten war das frenetische Publikum an der Reihe: schier endloser Jubel.«

APA, 07.11.2021
Foto: Reinhard Winkler