Mit dem Brucknerfest und den Klangwolken steht der Herbst in Linz ganz im Zeichen der Musik. Darüber, wie sie uns verändert, sprach der Chefdirigent des Bruckner Orchesters, Markus Poschner, mit David Klein.
Wann überdauert Kunst die Zeiten? Und warum vermögen es bestimmte Töne und Harmonien, jede Generation aufs Neue in den Bann zu ziehen? Es sind solche Kernfragen, die Markus Poschner seit Beginn seiner Karriere beschäftigen und ihn immer wieder ans Dirigentenpult treiben, um dort, im intensiven Dialog mit musikalischen Partnern, nach Antworten in den Partituren zu suchen.
Chefdirigent Markus Poschner über die Fortsetzung des Basler Mahler-Zyklus
Mit der 5. und der 1. Sinfonie geht der Basler Mahler-Zyklus in die zweite Runde. Warum Mahler Musik für das Heute und Jetzt geschrieben hat, erzählt Chefdirigent Markus Poschner im Interview.
Dass die Chemie zwischen dem Maestro und dem Orchester stimmt, lässt sich schon seit Längerem im Goldenen Saal beobachten. Nun tritt Markus Poschner am 3. Oktober im Musikverein erstmals als neuer Chefdirigent ans Pult des ORF RSO Wien. Es ist dies zugleich der Auftakt zur neuen Reihe »Poschners Meilensteine«.
Im Sommer dirigiert Markus Poschner das Bruckner Orchester unterm Traunstein; im Herbst beginnt seine letzte »Linzer Saison«, bevor er nach Salt Lake City wechselt. Im Gespräch mit der »Krone« spricht er über einen Meilenstein für die Musik Bruckners und beleuchtet das Wiener RSO – hier steht Poschner ebenfalls ab Herbst am Pult.
»On Friday, the German-born conductor, who is an ardent advocate of Bruckner’s music, gave a spectacular account of the Austrian composer’s Symphony No. 4, ›Romantic‹, that captured the work’s scope and breadth. One can only hope that when Poschner finally steps into his position, starting with the 2027-28 season, that Bruckner’s music will be on the menu more frequently here than it has under previous music directors.« Edward Reichel | Utah Arts Review
Markus Poschner & Utah Symphony
22. | 23. Mai 2026 | Abravanel Hall CAMILLE SAINT-SAËNS Piano Concerto No. 5, »Egyptian« ANTON BRUCKNER Symphony No. 4, »Romantic« Youl Sunpiano | Utah Symphony | Markus Poschner conductor
Markus Poschner, einer der vielseitigsten und am meisten beschäftigten Dirigenten unserer Tage (Chefdirigent beim Bruckner Orchester Linz und Generalmusikdirektor am Musiktheater Linz bis Ende 2026/27 sowie beim Sinfonieorchester Basel, designierter Chefdirigent beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien ab 2026/27 sowie beim Utah Symphony Orchestra ab 2027/28), hat SIMPLY CLASSIC in seinem Büro im Musiktheater Linz ein Interview gegeben.
Německý dirigent Markus Poschner pravidelně hostuje u předních orchestrů a na významných scénách od Berlína a Vídně až po Tokio a patří k nejvytíženějším dirigentům současnosti. Je považován za experta na dílo Antona Brucknera a věnuje se také interpretaci oper 20. století, včetně děl Janáčka, Hindemitha a Schnittkeho. Intenzivní je i jeho práce na operách Richarda Wagnera, v těchto dnech ostatně připravuje nové nastudování Parsifala, které bude mít premiéru 26. března v pražské Státní opeře v režii Andrease Homokiho. V rozhovoru jsme si povídali nejen o Wagnerově poslední opeře, ale také o tom, co může mít společného opera a jazz.
»Beim vierten Akademiekonzert brilliert das Bayerische Staatsorchester unter Markus Poschner mit Beethoven.« »Und dann kommt Beethovens ›Eroica‹,man bereitet sich auf Langwieriges vor –und wird schier umgehauen von der Frische,mit der Poschner die Symphoniedurchwirkt. Mit federnden Akzenten undfließendem Tempo räumt er mit dem Irrglaubenauf, dass Klang-Transparenz mitOrchestergröße zu tun hätte. Denn dieBand auf der Opernbühne ist stattlich,aber Poschner gestaltet mit vorbildlicherKlarheit. Der Trauermarsch marschiert inorganischem Tempo auf die Höhepunktezu, ehe das Scherzo Haydn’schen Witz demonstriert.Sprudelnde Musikalitätschließlich im Finale, das unter Poschnerspielerische Qualitäten bekommt. Mitsichtbarem Spaß treibt er das Orchester zuschmissigem Dröhnen in der Episode an,die einen ungarischen Verbunkos imitiert.Das lässt hoffen. Vor allem, dass derMünchner Poschner nach diesem Debütan der Bayerischen Staatsoper öfters zumMusikmachen in seine Heimatstadt zurückkehrt.« Paul Schäufele | Süddeutsche Zeitung
Markus Poschner, Leonidas Kavakos und das Bayerische Staatsorchester
Mit Leonidas Kavakos und Markus Poschner zum Licht »Kavakos gab Tschaikowski die nötige Disziplin, damit der Abend nicht im Überschwang badete, und Poschner wiederum gab Beethoven Energie, Spannung und großen Atem, damit die ›Eroica‹ nicht zum Denkmal erstarrte. Am Ende trafen sich beide an einem Punkt: Sie vertrauten dem Text. Nicht dem Effekt. So entstand ein Abend, der wie eine kleine Charakterstudie funktionierte: zwei Komponisten, zwei Werke, zwei Bühnenpersönlichkeiten. Und am Ende war da ein Konzert, das nicht das Rad neu erfand, aber zeigte, wie gut es funktionierte.« Larissa Schütz | BR-Klassik
9. | 10. Februar 2026 | Bayerische Staatsoper München PJOTR I. TSCHAIKOWSKI Violinkonzert D-Dur op. 35 LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica« Leonidas Kavakos Violine | Bayerisches Staatsorchester| Markus Poschner Dirigent