Der Chefdirigent des Linzer Bruckner Orchesters, Markus Poschner, leitet am Samstag bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele das Mozarteumorchester. Im Interview spricht er über seine neuen Aufgaben als Chefdirigent beim Wiener ORF-Radiosymphonieorchester, wie er trotz seines vollen Terminplans genug Zeit für das Bruckner Orchester findet, und sein Debüt an der Wiener Staatsoper.
Die offizielle Eröffnung der Salzburger Festspiele 2025 erfolgt durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Festrednerin ist die polnisch-amerikanische Historikerin und Publizistin Anne Applebaum.
LUDWIG VAN BEETHOVEN Ouvertüre zu »Leonore« Nr. 3, op. 72b ERNEST BLOCH »Prayer« für Violoncello und Orchester WOLFGANG AMADEUS MOZART Divertimento D-Dur, KV 136
Kian Soltani Violoncello Mozarteumorchester Salzburg Markus Poschner Dirigent
LUDWIG VAN BEETHOVEN Ouvertüre aus der Musik zum Trauerspiel Egmont op. 84 RICHARD STRAUSS Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur AV 144 JOHANN SEBASTIAN BACH »Air« aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068 (Zugabe François Leleux) JOHANNES BRAHMS Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
François Leleux Oboe SWR Symphonieorchester Markus Poschner Dirigent
Livemitschnitt in der Stuttgarter Liederhalle vom 18. Juli 2025.
Die Operette »Die Fledermaus« dirigiert von Carlos Kleiber würde der Dirigent Markus Poschner unbedingt auf die einsame Insel mitnehmen. Dazu Alben von Miles Davis oder Keith Jarrett. Die beiden zählten zu den »absoluten Giganten unserer Zeit«, sagt Poschner.
Klassik-Pop-et cetera, Deutschlandfunk, 7. Juni 2024
In Linz dokumentierte Markus Poschner seine musikalische Entdeckerfreude mit einer preisgekrönten Gesamteinspielung von Bruckners Sinfonien in allen ihren überlieferten Fassungen. Als neuer Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel stellt er Gustav Mahlers sinfonischen Kosmos programmatisch in den Mittelpunkt seines Wirkens. Gleich zum Auftakt Anfang September mit der monumentalen Zweiten, der sogenannten Auferstehungssinfonie. Zum Abschluss dieser ersten gemeinsamen Saison folgt im Juni 2026 dann noch die Dritte. Wir sprachen mit Markus Poschner über seine Beziehung zu Mahlers Musik, seine Vorfreude auf die Kunststadt Basel und weshalb er es gerade jetzt für wichtig erachtet, sich als Künstler nicht von den Vereinigten Staaten abzuwenden.
»Der Regisseur Peter Konwitschny und der Dirigent Markus Poschner machen Janáčeks ›Füchsin‹ in Linz ganz groß.« Peter Blaha, Frankfurter Allgemeine
»Dirigent Markus Poschner machte das eindrucksvoll deutlich: Er vermied passend zur Regie jede Süßlichkeit, alles Erbauliche an Janáčeks Partitur. So gedeutet, hätte sie glatt einen Krimi der “Schwarzen Serie” Hollywoods untermalen können.« Peter Jungblut, BR Klassik
»Die Musik hingegen hat Markus Poschner mit dem Bruckner Orchester (BOL) ungemein feinfühlig erarbeitet und deutlich gemacht, dass der eigentliche Hauptdarsteller in dieser Oper das Orchester ist. Denn die ausgedehnten Verwandlungsmusiken und klangfarbigen Genrebilder sind das Herzstück. Es ist eine Kunst, Janáčeks Klangvorstellungen, die oft die eigenwilligsten Instrumentationen vorsehen, tatsächlich zum überzeugenden Klangbild zu gestalten. Das ist diesem Abend mehr als fein gelungen. Damit bekam das BOL auch ganz und gar nicht zu Unrecht den meisten Applaus.« Michael Wruss | OÖNachrichten
»Das Bruckner Orchester erschafft blühende Klanglandschaften« Stefan Ender | DerStandard
»Musikalisch bleiben keine Wünsche offen. Die neun orchestralen Zwischenspiele der Szenen sind eine Wohltat. Tadellose sängerische Leistungen bieten, den 25 großen und kleinen Soli voran, Carina Tybjerg Madsen (Die gerissene Füchsin), Adam Kim (Förster), Tenor SeungJick Kim (Fuchs, anstelle der bisherigen Hosenrolle eines Mezzosoprans), Ulf Bunde (Dachs), Christian Drescher (Schulmeister), Dominik Nekel (Pfarrer), Michael Wagner (Haraschta) sowie die auch spielfreudigen (besonders bei der Hochzeit von Füchsin und Fuchs) drei Landestheater-Chöre.« Wolfgang Katzböck, APA
»Das Bruckner Orchester klingt unter Markus Poschner fantastisch mit samtigen Streichern und sauberstem Blech, aufregender Dynamik und bewegender Lyrik – auch mit Janáček schaffen diese Partner eine wundersame Einheit, mit einfühlsamer Einbeziehung der Bühnenstimmen zum großartigen Ganzen.« Petra und Helmut Huber | Online Merker
»Janáčeks prachtvoll-eigentümliche Musik ist mit all ihrer komplexen Kleinteiligkeit, ihren quecksilbrigen Volten und dabei auch noch einer berüchtigt komplizierten Notation für das Bruckner-Orchester keineswegs Muttersprache. Dennoch ist erstaunlich, wie tief es unter Markus Poschner in dieses Idiom eintauchen konnte.« Walter Weidringer | Die Presse
»Stimmungen, die hingegen musikalisch reichlich vorhanden sind: Denn das Bruckner Orchester Linz unter dem souveränen Markus Poschner weiß die kühnen harmonischen Verbindungen der kunstvoll gearbeiteten Partitur mit ihrer sensiblen Instrumentation und charakteristischen Rhythmik wunderbar farbig, nuancenreich und sängerfreundlich zu verströmen..« Helmut Christian Mayer | Kurier
»Musikalisch schufJanáček dabei einen eigenenKosmos, den das BrucknerOrchester Linz unter MarkusPoschner überzeugenddarbietet: wunderschöneHolzbläser-Zusammenklänge,wuchtige Kino-Sounds,schwierigste Streicherpassagen.« »Fazit: so hat man diesesgroße Opernwerk noch nieerlebt! Die einzigartige Versionist sehenswert!« Johannes Sonnberger | Kronen Zeitung
»Hudební nastudování bylo ve zkušených rukách šéfdirigenta Brucknerova orchestru Markuse Poschnera.Orchestr hraje pod jeho taktovkou výtečně, ve zvuku kompaktně, s dynamickými jemnostmi ve smyčcových skupinách. Houslová sekce zaujala ve vypracovaných, jemných dynamických nuancích i dokonalou intonací.« »Poschner vede s obdivuhodným přehledem sólisty. Výborný Brucknerův orchestr se svým šéfdirigentem byl po zásluze v zavěru odměněn publikem nejvřelejším aplausem.« Jiří Fuchs | KlasikaPlus