»Markus Poschners fabelhaftes Dirigat: Aus bescheidener Natürlichkeit ein sinfonisches Monument aufgebaut.«
»Als Chefdirigent und Inspirator für wesentliche Aufgaben des Bruckner Orchesters hat Poschner mit seinem Dirigat nicht zum ersten Mal einen umfassenden Bruckner dargestellt und diesmal dessen Bild noch mit feineren Zügen ausgestattet. Sein überzeugender Weg zu dem Genius führte, gepflastert mit überirdischen Momenten, noch geradliniger himmelwärts.«
Georgina Szeless Oberösterreichisches Volksblatt, 31.05.2021 Foto: Alfred Atteneder
»Ein großer Konzert-abend, bei dem das Bruckner Orchester erneut bewiesen hat, dass es Bruckners musikalische DNA längst assimiliert hat.«
»Anton Bruckner hot seine fünfte Sinfonie nie selbst in einer Orchesterfassung gehört. Aber genau so, wie an diesem Abend vom Bruckner Orchester dargereicht, könnte er es gemeint haben.«
Helmut Atteneder OÖNachrichten, 31.05.2021 Foto: Reinhard Winkler
»Mit atemberaubender Intensität erreichte das Linzer Bruckner Orchester unter der mitreißenden Führung seines Chefdirigenten Markus Poschner einen strahlenden Höhepunkt mit der übermächtigen 5. Symphonie Anton Bruckners.«
»Mit gefühlvoller Musikalität und leidenschaftlicher Hingabe wurden die mächtigen Motive Bruckners von Chefdirigent Poschner bei der Eröffnung der Stiftskonzerte in St. Florian grandios gestaltet und von den souveränen Instrumentalisten virtuos präsentiert«
Neun österreichische Symphonieorchester vereint Joseph Haydns »Sieben letzte Worte« als Karfreitagsbotschaft und Zeichen der Hoffnung
Joseph Haydn Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, Hob. XX/1A (Orchesterfassung, 1787; Zitate aus der oratorischen Fassung von 1796)
»Instrumentalmusik über die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, bestehend aus sieben Sonaten mit einer Einleitung und einem Erdbeben am Ende«: So lautet übersetzt der italienische Originaltitel der Wiener Erstausgabe, die 1787 erschien und sogleich von Ensembles in ganz Deutschland gekauft und aufgeführt wurde. Joseph Haydn komponierte das neunteilige Werk 1786/87 im Auftrag der spanischen Stadt Cádiz für deren Karfreitagszeremonien. Ebenso bekannt wie die Orchesterfassung wurde Haydns Arrangement für Streichquartett. Erst um 1796 finalisierte er seine dritte, diesmal oratorische Fassung für Soli, Chor und Orchester – mit dem deutschen Text von Gottfried van Swieten. Haydns »Andachtsmusik« auf die letzte Botschaft Jesu, seine sieben in den Evangelien verbürgten Worte am Kreuz, umfasst die musikalische Ausdeutung der bei der Kreuzigung ausgesprochenen Sätze. Sie reichen von der innigen Bitte um Vergebung über das Sterbewort des Lukasevangeliums als Ausdruck kindlichen Gottvertrauens bis hin zum abschließenden »Terremoto«, dem Erdbeben beim Jüngsten Gericht.
Die thematische Idee zu jeder der sieben Sonaten zwischen Introduktion und Erdbeben ist aus dem jeweiligen lateinischen Erlöserwort abgeleitet; beim Hören lässt sich die lateinische Deklamation in den Anfangsmotiven der Sätze mitdenken. Aufgrund seiner sprachlosen Wortgewalt, erzielt durch naturalistische Klangeffekte und enorme dynamische Polarisierung, überzeugte der Passionszyklus schon Haydns Zeitgenossen; der Komponist selbst soll ihn für eine seiner besten Arbeiten gehalten haben.
PROGRAMM
Joseph Haydn Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, Hob. XX/1A (Orchesterfassung, 1787; Zitate aus der oratorischen Fassung von 1796)
L’Introduzione. Maestoso ed Adagio Mozarteumorchester Salzburg Dirigent: Riccardo Minasi Große Universitätsaula Salzburg
Sonata I. Largo: »Vater, vergib ihnen« Bruckner Orchester Linz Dirigent: Markus Poschner Musiktheater Linz
Karfreitagsbotschaft: Neun österreichische Sinfonieorchester spielen Joseph Haydns »Sieben letzte Worte …«
»Die Schönheit dieser Musik aufs Neue zu erfahren, war ein seltenes Geschenk in dieser unsäglichen und ermüdenden Pandemie. Haydns Gefühl für Timing, seine Tiefe und tröstliche Intensität bei reduziertem Einsatz der Mittel sind unnachahmlich.«
Markus Poschner im Interview mit Peter Grubmüller OÖNachrichten, 30.03.2021 Foto: Reinhard Winkler
Neun österreichische Symphonieorchester vereint Joseph Haydns »Sieben letzte Worte« als Karfreitagsbotschaft und Zeichen der Hoffnung
Gemeinsam setzen wir ein Zeichen der Hoffnung und des künstlerischen Lebenswillens der Kulturszene
Sieben Sätze plus Vor- und Nachspiel, neun Orchester: Aus dieser Kombination entstand ein bis dato einzigartiges Konzertprojekt, das erstmals alle Landesorchester Österreichs sowie das ORF Radio-Symphonieorchester Wien gemeinsam auf die virtuelle Bühne bringt: Joseph Haydns instrumentale Passionsmusik »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz«.
Für alle Klangkörper, die sich als kulturelle Grundversorger der Menschen in Österreich und als musikalische Botschafter ihrer Bundesländer verstehen, ist dies ein höchst willkommenes Projekt, eines der eindringlichsten, anrührendsten und zugleich populärsten Werke Haydns miteinander in den digitalen Konzertsaal zu bringen. Wir freuen uns, mit dieser Aktion ein Zeichen der Hoffnung und des künstlerischen Lebenswillens zu setzen und wollen Ihnen, liebes Zuhörende, emotionalen Halt, geistige Anregung und Freude zu schenken – besonders in Zeiten geschlossener Kultureinrichtungen.
Joseph Haydn Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, Hob. XX/1A (Orchesterfassung, 1787; Zitate aus der oratorischen Fassung von 1796)
»Instrumentalmusik über die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, bestehend aus sieben Sonaten mit einer Einleitung und einem Erdbeben am Ende«: So lautet übersetzt der italienische Originaltitel der Wiener Erstausgabe, die 1787 erschien und sogleich von Ensembles in ganz Deutschland gekauft und aufgeführt wurde. Joseph Haydn komponierte das neunteilige Werk 1786/87 im Auftrag der spanischen Stadt Cádiz für deren Karfreitagszeremonien. Ebenso bekannt wie die Orchesterfassung wurde Haydns Arrangement für Streichquartett. Erst um 1796 finalisierte er seine dritte, diesmal oratorische Fassung für Soli, Chor und Orchester – mit dem deutschen Text von Gottfried van Swieten. Haydns »Andachtsmusik« auf die letzte Botschaft Jesu, seine sieben in den Evangelien verbürgten Worte am Kreuz, umfasst die musikalische Ausdeutung der bei der Kreuzigung ausgesprochenen Sätze. Sie reichen von der innigen Bitte um Vergebung über das Sterbewort des Lukasevangeliums als Ausdruck kindlichen Gottvertrauens bis hin zum abschließenden »Terremoto«, dem Erdbeben beim Jüngsten Gericht.
Die thematische Idee zu jeder der sieben Sonaten zwischen Introduktion und Erdbeben ist aus dem jeweiligen lateinischen Erlöserwort abgeleitet; beim Hören lässt sich die lateinische Deklamation in den Anfangsmotiven der Sätze mitdenken. Aufgrund seiner sprachlosen Wortgewalt, erzielt durch naturalistische Klangeffekte und enorme dynamische Polarisierung, überzeugte der Passionszyklus schon Haydns Zeitgenossen; der Komponist selbst soll ihn für eine seiner besten Arbeiten gehalten haben.
PROGRAMM
Joseph Haydn Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz, Hob. XX/1A (Orchesterfassung, 1787; Zitate aus der oratorischen Fassung von 1796)
L’Introduzione. Maestoso ed Adagio Mozarteumorchester Salzburg Dirigent: Riccardo Minasi Große Universitätsaula Salzburg
Sonata I. Largo: »Vater, vergib ihnen« Bruckner Orchester Linz Dirigent: Markus Poschner Musiktheater Linz
Sonata II. Grave e cantabile: »Fürwahr, ich sag es dir« Tonkünstler-Orchester Niederösterreich Dirigent: Wayne Marshall Festspielhaus St. Pölten
Sonata III. Grave: »Frau, hier siehe deinen Sohn« Symphonieorchester Vorarlberg Dirigent: Emmanuel Tjeknavorian Festspielhaus Bregenz
Sonata IV. Largo: »Mein Gott, mein Gott« Grazer Philharmoniker Dirigent: Roland Kluttig Oper Graz
Introduzione 2 (aus der Oratoriums-Fassung) ORF Radio-Symphonieorchester Wien Dirigentin: Marin Alsop Schloss Esterházy
Sonata V. Adagio: »Ach, mich dürstet« Kärntner Sinfonieorchester Dirigent: Nicholas Carter Stadttheater Klagenfurt
Sonata VI. Lento: »Es ist vollbracht« Tiroler Symphonieorchester Innsbruck Dirigent: Kerem Hasan Haus der Musik Innsbruck
Sonata VII. Largo: »In deine Hände« Terremoto. Presto con tutta la forza Wiener Symphoniker Dirigent: Andrés Orozco-Estrada Wiener Konzerthaus
Sendetermin in ORF III: Freitag, 2. April 2021, 9.00 Uhr Streamingtermin: Freitag, 2. April 2021, 20.00 Uhr
Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz, und Norbert Trawöger, Künstlerischer Direktor des Orchesters, fallen mit Dr. Karin Wagner ins Gespräch über Gegenwart, Anton Bruckner und die Welt.
WOLFGANG AMADEUS MOZART Sinfonie Nr. 36 C-Dur KV 425 »Linzer Sinfonie«
LEROY ANDERSON (Musik), MITCHELL PARISH (Text) »Sleigh Ride« LEONARD BERNSTEIN (Musik), STEPHEN SONDHEIM (Text), MANFRED MANHART (Arrangement) »Somewhere – One Hand, One Heart« STEFAN NILSSON (Musik), PY BÄCKMANN (Text), ROMAN HINZE (Übersetzung), TOM BITTERLICH (Arrangement) »Gabriellas Lied« aus »Wie im Himmel«
Bruckner Orchester Linz Musicalensemble des Landestheater Linz: Nina Weiß, Daniela Dett, Sanne Mieloo, Celina dos Santos, Hanna Kastner, Gernot Romic, Lukas Sandmann, Karsten Kenzel, Christian Fröhlich, David Arnsperger Markus Poschner Dirigent