Markus Poschner

2024 ist ein ganz besonderes Jahr: Anton Bruckner feiert seinen 200. Geburtstag. Das Bruckner Orchester Linz und das Radio-Symphonieorchester Wien haben sich zu diesem Anlass unter der Gesamtleitung von Markus Poschner zu einer einmaligen Expedition entschlossen: die Einspielung aller Sinfonien des Genius Loci und zwar erstmals in allen Fassungen.

Bis zum Jubiläumsjahr 2024 wird diese außergewöhnliche Edition beim Label Capriccio komplett vorliegen. Die Einzigartigkeit liegt aber nicht nur in der Gesamtheit dieses Vorhabens, sondern vor allen Dingen in einem radikal neuen interpretatorischen Ansatz. Das BOL und das RSO Wien sind mit einer authentischen Aufführungspraxis Bruckners seit Jahrzehnten aufs Engste vertraut.

Markus Poschner legt mit diesen beiden Orchestern, die Bruckners Wirkungsraum historisch exakt abbilden, seine Sinfonien in einer unerhört neuen Art frei, bringt die Musik zum Tanzen, Singen, spürt den österreichischen Klangdialekt musikantisch auf und entdeckt dabei viel Überraschendes, das in der Rezeptionsgeschichte dieser Sinfonien bisher entweder ignoriert, missverstanden oder schlicht unbemerkt blieb.


Start of the most comprehensive Bruckner Symphonies Edition incl. all available 19 versions.

Bruckner burst out of the confines of the cathedral using that most secular of musical forms: the symphony. It is with reflexive reoccurrence in music history that supposed performance traditions burn themselves into a score as if they were a given … and the more so, the further we get from the work’s creation. So many clichés and truths about his person and his work are at last being questioned or, if they aren’t yet, are overdue some scrutiny. It is an essential aspect of this CD Edition to read and understand the text fresh and anew. Whence does Bruckner’s music come and whereunto does it point? With the Bruckner Orchestra Linz and the ORF Vienna Radio Symphony Orchestra Capriccio could engage two of the best Austrian orchestras for this in total 19 versions counting cycle. With about 1065 minutes of music this complete symphonic edition will be finished in 2024, when we will celebrate Bruckner’s 200th Birthday. [capriccio.at]


Sinfonie in f-moll
1863 | Bruckner Orchester Linz

Sinfonie Nr. 1 c-moll
1866, 1891 | Bruckner Orchester Linz

Anton Bruckner Symphony #0

Sinfonie in d-moll | »Nullte«
1869 | Bruckner Orchester Linz

Sinfonie Nr. 2 c-moll
1872 | Radio-Symphonieorchester Wien
1877 | Bruckner Orchester Linz

Anton Bruckner Symphony #3

Sinfonie Nr. 3 d-moll
1873 | Radio-Symphonieorchester Wien
1889 | Radio-Symphonieorchester Wien
1877 | Bruckner Orchester Linz

Anton Bruckner Smphony #4 1876

Sinfonie Nr. 4 Es-Dur »Romantische«

1876 | Radio-Symphonieorchester Wien

1888 | Radio-Symphonieorchester Wien

Sinfonie Nr. 5 B-Dur
1878 | Radio-Symphonieorchester Wien

Anton Bruckner Symphony #6

Sinfonie Nr. 6 A-Dur
1881 | Bruckner Orchester Linz

Sinfonie Nr. 7 E-Dur
1883 | Bruckner Orchester Linz

Anton Bruckner Symphony #8

Sinfonie Nr. 8 c-moll
1887 | Radio-Symphonieorchester Wien
1890 | Bruckner Orchester Linz

Sinfonie Nr. 9 d-moll
1894 | Bruckner Orchester Linz

Foto: Reinhard Winkler

Anton Bruckner Symphony #6

»Poschner writes in the booklet note of the importance of questioning the score and separating ›wrong tradition from true tradition‹, and his interpretation is notable for its analytical approach to detail. The sudden drops in volume Bruckner indicates in the first movement are properly ear-catching here and the subsequent soft playing is wonderfully delicate. In the Adagio, one also hears the tremolando playing of the violas in bars 129 and 130 (from 11’27“), a small but important contribution to the orchestral texture often inaudible in other recordings. The clear and spacious recording ensures these and similar details are readily heard.«

Christian Hoskins
Gramophone, Issue 11/2021

Anton Bruckner Symphony #6

»Mit dem Bruckner Orchester Linz ist eines der renommiertesten Bruckner-Ensembles zu erleben, dessen reicher Erfahrungsschatz sich in einer faszinierend lebendigen und farbenreichen Interpretation widerspiegelt. Vom akzentuierten Beginn des Ersten Satzes über den feierlich strömenden Zweiten Satz und das federnde Scherzo bis hin zur Grandesse des Finales überzeugt die Sechste Bruckners als außergewöhnliches Meisterwerk.«

Dorothea Walchshäusl
crescendo, 10.10.2021

Anton Bruckner Symphony #6

»Poschner hat zwar die Gesamtdisposition im Blick, fokussiert aber auch auf einzelne Passagen und arbeitet sozusagen Interpretationsinseln heraus. Das gelingt dann erstaunlich entspannt zwischen großer Linie und Detailarbeit. So betont er den bei diesem Werk einen lebensbejahenden zuversichtlichen Charakter.«

Uwe Krusch
Pizzicato, 05.10.2021

Anton Bruckner Symphony #6

»Poschner hat sich am Pult seines Orchester in den vergangenen Jahren als einer der beachtenswertesten Interpreten dieses Komponisten positionieren können.«

»Der Auftakt mit der – nur in einer Version erhaltenen – Nummer sechs ist schon vielversprechend; denn jenseits des enzyklopädischen Werts der Unternehmung darf man von Poschner auch noch weit geatmete, dramatische Wiedergaben dieser Musik erwarten. Das bleibt also ein anregendes Hörabenteuer.«

Wilhelm Sinkovicz
Die Presse, 24.09.2021

Anton Bruckner - Symphony #6

ANTON BRUCKNER Sinfonie Nr. 6 A-Dur | 1881

Bruckner Orchester Linz | Markus Poschner

Anton Bruckner Symphony #6

Die erste Aufnahme des gemeinsamen Projekts von Bruckner Orchester Linz, Radio-Symphonieorchester Wien und dem Label Capriccio unter der Leitung von Markus Poschner, das bis 2024 alle Sinfonien Anton Bruckners in allen Fassungen vorlegen wird.