Anton Bruckner ist auch im Jahr nach den international begangenen Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag noch immer »der große Unbekannte« (Hinrichsen) unter den Komponisten des 19. Jahrhunderts. Das gilt sowohl für das durch Anekdoten und Klischees verzerrte Bild von seiner Persönlichkeit als auch für sein kompositorisches Schaffen.
Bruckner selbst maß seinen Sinfonien die größte Bedeutung bei. Als er 1891 das Ehrendoktorat der Universität Wien erhielt, verlangte er, dass die Urkunde ihn explizit »als Symphoniker« auswies, »weil darin stets mein Lebensberuf bestand«. Heute gelten seine Gattungsbeiträge unbestritten als Gipfelwerke des ›langen Jahrhunderts der Sinfonie‹.
Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz und ebenso profilierter wie gefeierter Bruckner-Interpret, und Jan David Schmitz, bis 2024 Programmchef des Brucknerhauses Linz und des Internationalen Brucknerfestes Linz, nähern sich den elf Sinfonien auf dem Wege eines unterhaltsamen, für Musikinteressierte gut verständlichen Dialoges zwischen Theorie und Praxis, werfen einen von Vorurteilen möglichst freien Blick auf den Komponisten und sein Werk und zeichnen damit nicht zuletzt ein neues Bruckner-Bild.

Markus Poschner, Jan David Schmitz
BRUCKNER-BEFRAGUNGEN
Gespräche über die elf Sinfonien
Der gefeierte Bruckner-Interpret Markus Poschner im Gespräch.
Wegleitungen und Entdeckungen zu den elf Sinfonien
Koproduktion Metzler/Bärenreiter
Verlag Bärenreiter
