Über Markus Poschner

Ein Grenzgänger-Dasein ist Markus Poschner völlig fremd, vielmehr ist er einer, der Begrenzungen im Musikmachen, im Denken oder Vermitteln gar nicht erst akzeptiert. Mit der Freiheit eines fulminanten Jazzpianisten ausgestattet, der er seit Jugendtagen ist, geht Poschner den Dingen leidenschaftlich auf den Grund.

Aus einer Münchner Kirchenmusiker-Dynastie stammend ist ihm eine akribische Hinwendung zum Text ebenso zu eigen wie ein untrügliches Gefühl für die Dringlichkeiten des Augenblicks. In diesem Spannungsfeld sorgt er unablässig für Konzertereignisse, die sich jeder Art von Berechnung erst gar nicht stellen.

So wurde seine kürzlich für SONY CLASSICAL in einer völlig neuen Lesart entstandene Gesamteinspielung der Brahms-Sinfonien mit dem Orchestra della Svizzera italiana, dessen Chefdirigent er seit 2015 ist, mit dem renommierten „International Classical Music Award 2018“ ausgezeichnet.

Seit 2017 ist Markus Poschner nun auch Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz und damit Opernchef am Landestheater Linz. Unter seiner Leitung ist das BOL einer ganz ureigenen Spielart der Musik des Namensgebers auf der Spur und lässt diese in einem unverwechselbaren, oberösterreichischen Klangdialekt hören, der weithin bei Publikum und Presse für Aufsehen sorgt.

In Linz treibt er eine Öffnung des Orchesters hin zur Gesellschaft voran, die unerwartete Formate zeitigt oder überraschende Partnerschaften mit außermusikalischen Persönlichkeiten, Institutionen oder Universitäten eingeht. Mit dem BOL unternahm Poschner im Frühjahr 2018 eine umjubelte Tournee ins Vereinigte Königreich:

„The Bruckner Orchestra Linz were magnificent and they have a great conductor in Markus Poschner, and they surely will soon become one of the top orchestras in Europe, if not already! After hearing Mahler‘s Resurrection symphony, really want to hear their Beethoven and Bruckner too!“, schrieb die englische Presse.

Von 2007 bis 2017 war Markus Poschner Generalmusikdirektor der Freien Hansestadt Bremen. Gemeinsam mit den Bremer Philharmonikern war er ständig auf der Suche nach Neuartigem und Ungehörtem in Programmatik, Interpretation und Präsentationsform und löste dort regelrecht einen Publikumsboom aus. Im Theater Bremen entwickelte er mit dem Regisseur Benedikt von Peter völlig eigene Wege und Formen zeitgenössischen Musiktheaters.

Markus Poschner gastiert bei vielen internationalen Orchestern, darunter Staatskapelle Dresden, Dresdner Philharmoniker, Bamberger Symphoniker, Münchner Philharmoniker, Wiener Symphoniker, Konzerthausorchester Berlin, Rundfunk-Sinfonieorchester in Berlin, Wien, Leipzig, Stuttgart und Köln, Orchestre National de France, Netherlands Radio Philharmonic, NHK Symphony Orchestra oder Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

Darüber hinaus arbeitete er an Opernhäusern wie Staatsoper Berlin, Komische Oper Berlin, Hamburgische Staatsoper, Stuttgarter Staatsoper, Oper Köln, Oper Frankfurt oder Opernhaus Zürich mit Regisseuren wie Nicolas Stemann, Hans Neuenfels, Peter Konwitschny, Andreas Homoki und Sebastian Baumgarten zusammen.