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»Völlig aus dem Nichts kommend begann schon das Adagio des ersten Satzes mit fast nicht – aber eben doch – hörbarem Pizzicato der Celli und Bässe, ehe die restlichen Streicher feinstes Pianissimo beisteuerten. Nach wenigen Takten folgte die große Zäsur und ein aus allen Rohren schießendes Fortissimo stellte klar, dass an diesem Abend mit einer enormen dynamischen Bandbreite zu rechnen sein würde.«

Johann Wahlmüller
OÖ Kronen Zeitung, 11.02.2019
Foto: Reinhard Winkler

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»Poschner legte analytisch die Strukturen des Riesenwerks, das im sinfonischen Schaffen Bruckners eine Schlüsselfunktion einnimmt, offen; und dennoch verloren Dirigent und Klangkörper nie das große Ganze aus den Augen. Der Weg zu dieser großartigen Leistung führte über gemäßigte Tempi, akribisches Herausarbeiten von agogischen und dynamischen Feinheiten und ebenso brillante wie hochriskante Klarheit der Stimmführung. Alle Instrumentengruppen fügten sich ihrem Charakter gemäß sensibel in dieses System ein und ließen ein äußerst differenziertes Klangspektrum aufleuchten.«

Paul Stepanek
Oberösterreichisches Volksblatt, 10.02.2019
Foto: Reinhard Winkler

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»Für solche Stücke ist das neue Linzer Musiktheater wie geschaffen. Also kann Chefdirigent Markus Poschner mit dem prachtvoll disponierten Brucknerorchester den exzessiven Klangrausch von Richard Strauss‘ „Elektra“ in allen Steigerungsstufen ausbreiten, den Raum fluten und doch den Klang stets transparent und klar halten.«

Karl Harb
Salzburger Nachrichten, 21.01.2019
Foto: Reinhard Winkler

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»Markus Poschner, der noch nie in Bayreuth dirigiert hat, leitet das Orchester der Festspiele, das aus Musikern verschiedener deutscher Orchester besteht, die aber in Bayreuth Erfahrungen gemacht haben. Poschner stellt sich bestens auf die trockene Akustik des Saales mit seinen vielen Polstern und der kleinen Bühne ein, die eine szenische Darbietung nicht zulässt. Es wird eine lyrisch sich verströmende, intim am dialogischen Singen orientierte Interpretation. Zumindest rein musikalisch teilt sich hier die sorgfältige Arbeit an der Kunst mit, wofür Bayreuth steht.«

Jan Brachmann
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2019

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3967939_foto-detail_1smuUq_i5B4p7»Natürlich hat man lieber sechs Wochen Produktionszeit und kann sein eigenes Konzept umsetzen. Da wir aber alle das Stück in und auswendig kennen, gelingt das auch auf der Basis von Improvisation und Spontanität. Im Gegenteil sogar: Das ist auf diese Art ein besonderes Erlebnis, weil am Abend viel entsteht auch bei Passagen, die wir vorher gar nicht so intensiv besprochen hatten. (Markus Poschner)«

Jesko Schulze-Reimpell
Donaukurier, 05.02.2019
Foto: Department of Culture and Tourism/jsr/dpa

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»Catherine Foster (Brünnhilde), Egils Silins (Wotan), Stephen Gould (Siegmund), Daniela Köhler (Sieglinde), Albert Dohmen (Hunding), Christa Mayer (Fricka), dazu handverlesene Walküren – das ist durchweg erste Wagner-Garnitur. Und Markus Poschner, der sich fast stehenden Fußes von seiner Elektra Premiere in Linz nach Abu Dhabi aufmachte, um für Marek Janowski zu übernehmen, gehört sicher nicht erst seit jetzt zu den heißen Kandidaten für den Bayreuther Graben.«

Joachim Lange
nmz – neue musikzeitung, 04.02.2019
Foto: Veranstalter

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»Markus Poschner gelingt es mit diesem Klangkörper, alle Facetten der genialen Strauss-Partitur zwischen sanfter Lyrik und explosiver Dynamik auszuleuchten, die Spannung voranzutreiben und das Publikum „gefangenzunehmen“.«

Paul Stepanek
Oberösterreichisches Volksblatt, 20.01.2019
Foto: Reinhard Winkler

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»Das Bruckner Orchester spielt unter Markus Poschner in textgemäß großer Besetzung, die den geräumigen Graben des Musiktheaters recht gut ausfüllt. Die Damen und Herren sind mit absoluter Präzision und wunderbarer Musikalität bei der Sache, und Poschner schöpft nicht nur die Möglichkeiten dieser Besetzung aus (auf die Sänger braucht er bei deren stimmlichen Fähigkeiten keine Rücksichten außerhalb der Strauss’schen Dynamikvorschreibungen zu nehmen), sondern läßt auch sehr analytisch und damit stellenweise relativ langsam spielen – alles aber ohne die Sängerinnen und Sänger zu überfordern oder den Spannungsbogen zu überdehnen. Der musikalische Gesamteindruck ist einfach überwältigend! «

Petra und Helmut Huber
Online Merker, 20.01.2019
Foto: Reinhard Winkler

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»Archaische Urgewalt und Majestät, grelle Hysterie und sinnliche Laszivität, Frohsinn und Fäulnis: Dies alles und hunderte Zwischentöne und Stimmungsüberblendungen waren bei Chefdirigent Poschner und dem Bruckner-Orchester Linz da, und ein gewaltiger Schluss natürlich sowieso. Es ist also wieder einmal der Orchestergraben, von dem aus im Landestheater Linz die lichtesten künstlerischen Höhen erklommen werden.«

Stefan Ender
DerStandard, 20.01.2019
Foto: Reinhard Winkler

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