Fidelio - Twice through the Heart

»So frisch, so lebendig, so intensiv hat man dieses Werk kaum je erlebt. Engagiert bitte endlich jemand Poschner fix für Wien? Jubel für eine wegweisende musikalische Großtat in Linz.«

Stefan Ender
DerStandard, 22.09.2020
Foto: Herwig Prammer

»Markus Poschner dirigiert sorgsam und differenziert. Gemeinsam mit dem bestens disponierten Bruckner Orchester erweckt er Beethovens Musik in vielen dynamischen und agogischen Details zu tief berührendem Leben. Genauso schafft er es, die dichten Aussagen von Turnages Werk herauszuarbeiten.«

Oberösterreichisches Volksblatt, 21.09.2020
Foto: Herwig Prammer

»Angesichts der beiden Frauenschicksale hat es die Musik nicht einfach, sich zu behaupten. Aber Markus Poschner am Pult des Bruckner Orchesters gelingt es bestens, die musikalischen Seelenzustände in beiden Dramen zu verlebendigen: bei Beethoven energisch, aber auch rücksichtsvoll für die Singstimmen, bis zum atemberaubenden Tempo des Schussjubels. Das Orchester spielt in zwei Ensembles. Bei ›Fidelio‹ in großer Besetzung aus dem Orchestergraben, bei ›Twice through the heart‹ als eigenes Kammerensemble im Bühnenhintergrund. Die ›moderne‹ Instrumentierung zeigt sich handlungsgerecht, mit Akzenten bei den Bläsern, der Harfe und dem Schlagwerk.«

APA, 20.09.2020
Foto: Herwig Prammer

Markus Poschner

»Man soll zwar Dirigenten nicht als Spezialisten bezeichnen, aber die Affinität zu einem Werk spielt halt auch bei Bruckner eine große Rolle. Und Markus Poschner hat für seinen persönlichen Zugang zu Bruckner schon viel Achtung erfahren, die ihm auch dieses Mal wieder ausgesprochen werden muss. Die selten aufgeführte „Sechste“ hat er im Blut, phrasiert die Sinfonie aus dem Herzen und packte auch jetzt sein gesamtes gestisches Repertoire aus, wie es sich für ein Brucknerfest gehört.«

Oberösterreichisches Volksblatt, 15.09.2020
Foto: Reinhard Winkler

Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz

»Das Bruckner Orchester unter Chefdirigent Markus Poschner leitete ›Das Fidelio Freedom Project‹ ein, das Schauspiel-Duo Maria Hofstätter und Karl Markovics erfüllten es ob eindringlicher Reden (unter anderem von Martin Luther King, Johanna Dohnal sowie Franz und Franziska Jägerstätter) mit Wortsinn.
Poschners in Linzer bereits bestens bekannte Jazz-Runde (Bastian Jütte, Harald Scharf, Hugo Friedrich Siegmeth, Nguyen Le) verwandelte unter anderem Beethovens ›Ode an die Freude‹ in schillernde Aggregatzustände der Musik, raffiniert durchschnitten von den Elektronikern Rubert Huber und Roberto Paci Dalo. Alles blieb dennoch gerahmt von Beethovens Freiheitsoper ›Fidelio‹ mit herausragend vorgetragenen Arien: Erica Eloff (Sopran) und Matjaz Stopinsek (Tenor).«

Peter Grubmüller
OÖNachrichten, 14.09.2020
Foto: Tom Mesic