Fidelio

WIDERSPENSTIGER FIDELIO

»In Linz wiederum schminkte man selbige Spieloper gesamthaft auf grau-schwarze Apokalypse um. Umso schöner, dass Musikchef Markus Poschner Beethovens Kunstwerk mit unerhört viel Menschlichkeit erfüllte.«

Daniel Ender
DerStandard, 17.12.2020
Foto: Herwig Prammer

Interview mit Markus Poschner in der Frankfurter Rundschau

Markus Poschner, der in Frankfurt schon am Sonntag Frank Martins „Zaubertrank“ hätte dirigieren sollen, über das Coronajahr, fruchtlose und wichtige Diskussionen und eine sehr ungewöhnliche Schweizer Tristan-und-Isolde-Variante.

Das Kunstwerk selbst entsteht ausschließlich während des Spielens, unwiederholbar.

Markus Poschner

Interview: Judith von Sternburg
Frankfurter Rundschau, 23.11.2020
Foto: Renate Hoyer

Dirigent Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz

»Markus Poschner wechselte hier vom Dirigentenpult an den Flügel und zauberte delikate Episoden am Klavier.«

»Mit faszinierender Überzeugungskraft führte Poschner sein Orchester dann durch den titanischen Geist der sinfonischen Schickschalsschläge. Ein kraftvoller Melodienstrom durchzog die Erhabenheit des Werks. Eine wunderschöne Stimmung erfüllte das Andante und mit elementarer Kraft brach am Schluss der lebensfrohe Siegelsjubel hervor. Mit Spielfreude meisterte das Orchester Beethovens volkstümlichste Sinfonie und gestaltete sie zu einem Hörerlebnis, das mit Standing Ovations gefeiert wurde.«

Fred Dorfer
Kronen Zeitung, 20.10.2020
Foto: Petra Moser

Maitre Peronilla Theatre Champs Elysees

Jahrespreis 2020 für Offenbachs Maître Péronilla

für den Dirigenten Markus Poschner und alle Mitwirkenden
der Gesamtaufnahme von Jacques Offenbachs Oper »Maître Péronilla« (Bru Zane/Note 1)

»Diskographisch war das Jacques-Offenbach-Jahr leider längst nicht so ergiebig, wie es dieser „Mozart der Champs-Élysées“ verdient hätte. Eine Ausnahme: Dieser Mitschnitt einer Aufführung am Pariser Théâtre des Champs-Élysées. Die Edition des Palazzetto Bru Zane – in gewohnt opulenter Ausstattung, mit fundierten Texten und dem vollständigen Libretto – präsentiert ein Spätwerk Offenbachs aus dem Weltausstellungsjahr 1878. Das Werk sei „eher lächelnd als überdreht, eher feinsinnig als buffonesk“, schrieb damals die Revue et Gazette musicale, und tatsächlich ist Offenbach hier oft so nahe am lyrischen Opernstil Gounods oder Massenets, dass man schon Les Contes d’Hoffmann vorausahnt. Das dezidiert spanische Kolorit zeigt sich in vielen Wendungen, etwa in der Malagueña des Alvarès im zweiten Akt. Èric Huchet in der Titelpartie des Chocolatiers Péronilla und Véronique Gens als seine Schwester Léona führen ein exzellentes, perfekt aufeinander abgestimmtes Ensemble an, Markus Poschner lässt gemeinsam mit dem großartigen Orchestre National de France die Partitur schillern und blitzen. 
(Für den Jahresausschuss: Michael Stegemann)«

Jacques Offenbach: Maître Péronilla

Jacques Offenbach: Maître Péronilla.
Véronique Gens, Éric Huchet, Antoinette Dennefeld, Chantal Santon-Jeffery, Anaïs Constans, Tassis Christoyannis, Diana Axentii, François Piolino, Patrick Kabongo, Loïc Félix, Yoann Dubruque, Matthieu Lécroart, Raphaël Brémard, Jérôme Boutillier, Philippe-Nicolas Martin, Antoine Philippot, Orchestre National de France, Chœur de Radio France, Markus Poschner.
2 CDs, Bru Zane BZ 1039 (Note 1)

»Markus Poschner conducting the Orchestre National de France and the French Radio Choir encourages the bubbles to rise to the surface in a never-ending stream.«

BBC Music Magazine

»Markus Poschner conducts with vivacious Hispanic elan.«

The Sunday Times

»Une distribution de gala et une direction orchestrale nuancée proposent la redécouverte de cet opéra-bouffe dans des conditions optimales.«

Les Echos

Markus Poschner und das Bruckner Orchester

»Das von Chefdirigent Markus Poschner geleitete Bruckner Orchester Linz präsentierte das Bruckner-Opus sehr differenziert und mit schier unglaublicher Präzision. Farbige Streicher, ein fein abgestimmtes Holz, ein präzises Blech und exakte Pauken ergaben einen herrlich geschlossenen Orchesterklang.

In der 2. Sinfonie von Brahms sind nicht nur helle, heitere Töne zu finden, es gibt auch grüblerische, melancholische Stimmungen aufzuspüren. Poschner entlockte dem exzellenten Orchester wahre Prachtklänge und erzielte damit einen fulminanten Publikumserfolg.«

Oberösterreichisches Volksblatt, 26.09.2020
Foto: Reinhard Winkler

Fidelio - Twice through the Heart

»So frisch, so lebendig, so intensiv hat man dieses Werk kaum je erlebt. Engagiert bitte endlich jemand Poschner fix für Wien? Jubel für eine wegweisende musikalische Großtat in Linz.«

Stefan Ender
DerStandard, 22.09.2020
Foto: Herwig Prammer